Kitzingen

Solide gestrickter Kreishaushalt

Wenn Landrätin Tamara Bischof vom „positivsten Kreishaushalt“ in ihrer 15-jährigen Amtszeit und von „solide gestrickt“ sprich, dann will das etwas heißen. Besonders im Schuldenabbau, das wurde bei der Kreisausschuss-Sitzung am Montagnachmittag deutlich, geht es voran: In diesem Jahr sollen die Altschulden um weitere gut zwei Millionen Euro abgebaut werden.

Lagen die Schulden des Landkreises Ende 2014 bei 21,36 Millionen Euro, so sollen es Ende dieses Jahres nur noch 19,2 Millionen Euro sein. So soll es dann auch weitergehen: Ende 2016 sind 17,3 Millionen Euro geplant, Ende 2017 gut 15,8 Millionen Euro und Ende 2018 dann um die 13 Millionen Euro.

Umgerechnet auf die Pro-Kopf-Verschuldung ergibt sich folgendes Bild: Stand im vergangenen Jahr jeder Landkreisbewohner statistisch gesehen mit 242 Euro in der Kreide, werden es Ende 2018 nur noch 147 Euro sein, so das ambitionierte Ziel.

Damit hätte sich innerhalb von zehn Jahren die Verschuldung des Landkreises mehr als halbiert: 2008 hatte die Pro-Kopf-Verschuldung bei 335 Euro gelegen, was umgerechnet 29,9 Millionen Euro entsprach.

Dass es gerade gut läuft, zeigt auch der Blick auf die Rücklagen: Hier wird gerade ein kleines Polster aufgebaut, insgesamt hat der Landkreis 7,4 Millionen Euro in der Hinterhand. So richtig eindrucksvoll wird diese Zahl, wenn man bedenkt, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtrücklagen bei gerade einmal 659 000 Euro liegen.

Der Speckgürtel soll nicht zuletzt als mögliche Absicherung für die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land dienen, die am Freitag mit dem ersten Spatenstich offiziell startet.

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