Marktbreit

Marktbreiter Stadtrat zieht ins Schloss um

Der neue Marktbreiter Stadtrat hielt am Montagabend seine erste Arbeitssitzung.
Der neue Marktbreiter Stadtrat hielt am Montagabend seine erste Arbeitssitzung. Foto: Robert Haaß

Tagt der Marktbreiter Stadtrat künftig nicht mehr im Rathaus, sondern im Schloss? Grundsätzlich können die Räte sich das vorstellen, denn die Vorteile überwiegen. Allerdings ist das auch ein wenig von den Kosten für die Herrichtung des Mehrzweckraums im großen, repräsentativen Gebäude abhängig.

Ganz oben im Dachgeschoss des Rathauses, nur zu erreichen über eine lange Wendeltreppe, tagten bis Corona der Markbreiter Stadtrat und auch die verschiedenen Verbände der Verwaltungsgemeinschaft (VG). Zur Zeit wird das Lagerhaus für Sitzungen genutzt. Da es im Rathaus sehr eng für die Verwaltung ist, schlagen die VG-Bürgermeister vor, dass der Raum im Dachgeschoss zu weiteren Büroräumen umgenutzt werden könnte. Für Sitzungen müsste dann allerdings eine Alternative gefunden werden.

Barrierefreiheit

Und die böte sich im Schloss mit gleich mehreren Vorteilen. Denn der Raum dort ist größer und vor allem barrierefrei erreichbar, was im Rathaus so gut wie nicht möglich ist. Allerdings bräuchte der Mehrzweckraum im Schloss eine Aufhübschung, Technik und Möbel müssten mit umgezogen werden. Prinzipiell waren die Räte damit einverstanden. Der Mehrzweckraum wurde schon vor Jahren eben wegen der Barrierefreiheit als Sitzungssaal genutzt.

Ein wenig Widerspruch kam von Harald Damm, der sagte: "Grundsätzlich sollte der Rat der Stadt im Rathaus tagen". Die von ihm ins Gespräch gebrachte Rathausdiele wurde allerdings allgemein als wenig geeignet für regelmäßige Ratssitzungen betrachtet. Dort könnten allerdings besondere Stadtratssitzungen stattfinden. Einstimmig ermächtigten die Räte Bürgermeister Harald Kopp, Angebote für die Sanierung des Mehrzweckraums im Schloss einzuholen.

Diskussion um Leinenpflicht

Nach 20 Jahren lag den Räten die Hundehaltungsverordnung zum Neuerlass vor. Darin ist etwa das Anleinen von Hunden innerhalb des Stadtgebiets und die Haltung von Kampfhunden geregelt. Was nach Routine aussah, entwickelte sich denn doch zu einer längeren Diskussion. Denn außerhalb der Stadtgrenzen dürfen Hunde, mit Ausnahme von Kampfhunden, frei laufen. Das wiederum gefiel einigen Räten nicht.

Etwa Manfred Krauß, der monierte, dass an der Grenze zu Ochsenfurt im Stadtteil Gnodstadt Spaziergänger aus der Nachbarstadt ihre Hunde frei laufen ließen, die auch immer wieder Wild hetzten. Probleme gebe es auch entlang des Radwegs in Richtung Marktsteft bis zum Gelände des SCM, etwa im Bereich der Badebucht. Bürgermeister Kopp wurde beauftragt, die Verwaltung prüfen zu lassen, ob in der gesamten Gemarkung eine Leinenpflicht zumindest für große Hunde ausgesprochen werden könne. Dann soll erneut entschieden werden. Kopps Kommentar dazu: "Egal welchen Beschluss wir fassen, es wird immer jemanden geben, der dagegen ist."

Marion Frischholz regte an, Bereiche in der Altstadt zeitweise für den Verkehr zu sperren, um der Außengastronomie mehr Raum zu geben. Kopp wird das prüfen, sagte allerdings auch, dass die Verwaltung auf entsprechende Anträge sehr großzügig reagiere: "Wir tun hier, was in unseren Möglichkeiten steht."

Bei Sanierung tut sich nichts

Die Sanierung des evangelischen Kindergartens geht Sebastian Näck zu langsam, hier forderte er eine Stellungnahme des Architekten. Ärgerlich für ihn auch, dass bei der Sanierung des Mainufers und des Tankstellenbereichs bislang noch nichts geschehen ist. Ein Umstand, der auch dem Bürgermeister nicht gefällt. Eh dort etwas geschieht, müsse aber erst mit der Altlastentsorgung begonnen werden. Warum das nicht geschieht, war auch dem Bürgermeister nicht so ganz klar.

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