Kitzingen

Trotz Corona: Kammerorchester Kitzingen tritt auf

Zwei Konzerte im September auf dem Schwanberg und in Kitzingen bieten eine breite Palette klassischer Musik - auch wenn das Ensemble diesmal aus gegebenem Anlass kleiner ist.
Das Kammerorchester Kitzingen hat nicht nur Spaß am gemeinsamen Musizieren.
Das Kammerorchester Kitzingen hat nicht nur Spaß am gemeinsamen Musizieren. Foto: Veronika Firsching

Der 2018 verstorbene Kitzinger Musiklehrer und Komponist Hermann Seidl war es, der das Kammerorchester Kitzingen im Jahre 2004 gründete und auch viele Jahre leitete. Das Ziel des Orchesters war und ist es, das kulturelle Leben im Landkreis zu bereichern, aber auch junge Musiker an das gemeinsame Spiel im Orchester heranzuführen und zu begeistern. Dass dieses Konzept aufging, zeigten die alljährlichen und gut besuchten Konzerte des Ensembles.

Mal das eigene Können zu zeigen, mal in einem größeren Ensemble zu spielen, vielleicht gar mit professionellen Musikern auf einer Bühne zu stehen und dabei auch Werke aufzuführen, die eigentlich zu schwer sind: Das ist sicher ein wichtiger Aspekt des Kammerorchesters. Wissen und Erfahrung weiterzugeben ein weiterer und natürlich einfach der Spaß am Musizieren und nicht zuletzt das Gesellige nach den Proben oder an den Probenwochenenden. Dass dies gut gelingt, zeigt ein Blick auf die Musiker, die eine breite Altersstruktur von 14 bis 70 Jahre umfasst.

Eintrag ins Handelsregister

Ein Problem gab es allerdings: Die Arbeit rund um das reine Zusammenspiel so gänzlich ohne feste Organisation zu meistern, erwies sich auf Dauer als nicht möglich. Deshalb wurde vor gut einem Jahr der Verein gegründet, der wenige Monate Später als "Kammerorchester Kitzingen e. V." ins Handelsregister eingetragen wurde. Mit neuem Schwung und auf etliche Schultern verteilt ging es in die Planungen für das Jahr 2020 mit Vereinsversammlung, mit erster gemeinsamer Probe im Juli, dem gemeinsamen Wochenende in Bad Königshofen und schließlich den Konzerten im späten Herbst.

Doch wie bei so vielen Planungen machte Corona auch dem Kammerorchester einen Strich durch die Rechnung, wie Vereinsvorsitzender Christoph Göttemann erzählt: "Weder für die Proben, noch für ein größeres Konzert in voller Besetzung konnten wir Räume finden." Da die Konzerttermine feststanden, reifte die Idee, zumindest ein Kammerkonzet mit kleinerer Besetzung aufzuführen, was mit einem "gut durchdachten Hygienekonzept auch für das Publikum", so Göttemann, am 26. und 27. September in Kitzingen und auf dem Schwanberg stattfinden soll.

Neue Struktur

Mit der neuen Struktur will sich auch das Orchester weiter entwickeln, sagt Göttemann. So ist seine Vision für das Kulturleben in Kitzingen, das Kammerorchester breiter aufzustellen. Symphonische Musik sollte möglich sein, eine Ergänzung der Streicher mit Bläsern, so dass auch mal eine frühe Beethoven oder Schubert Sinfonie auf dem Programm stehen könnte.

Die beiden Konzerte im September bieten, auch wenn das Ensemble kleiner ist, eine breite Palette klassischer Musik, vom Streichquartett bis zum Oktett, mit Streicher, Klavier und Gesang.

Die Konzerte werden am 26. September um 18 Uhr in der Alten Synagoge in Kitzingen und am 27. September um 14.30 Uhr in der St. Michaelskirche auf dem Schwanberg stattfinden. Aufgeführt werden das Streichquartett op. 18 Nr. 4 von Beethoven, "Lascia ch'io pianga" von Händel, "Sonntag" von Brahms, "Les chemins de l’amour" von Poulenc, das Klavierquartett KV 478 von  Mozart und das Oktett op. post. von Bruch werden zu hören sein.

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