Rödelsee

Über einen Kreisverkehr ins Wohngebiet

Die Gemeinde hat mit der Erschließung des Baugebiets "Am Schwanberg" (links am Ortsrand) ein Millionenprojekt zu stemmen.
Foto: Gerhard Krämer | Die Gemeinde hat mit der Erschließung des Baugebiets "Am Schwanberg" (links am Ortsrand) ein Millionenprojekt zu stemmen.

Rödelsee wächst weiter. Kaum ist ein Baugebiet da, sind die Plätze rasch schon weg. So auch im neuen Baugebiet "Am Schwanberg" am Ortsrand von Rödelsee in Richtung Iphofen. Von den geplanten 75 Bauplätzen seien 68 verbindlich vergeben, über 30 an Einheimische, informierte Bürgermeister Burkhard Klein den Gemeinderat. Von den noch verfügbaren Bauplätzen seien vier für Einheimische reserviert.

"Es ist wichtig, Ortsbürgern ein Angebot zu machen", betonte Bürgermeister Burkhard Klein in der Ratssitzung. Dabei müsse man nun wieder Fröhstockheim im Blick haben. Es gebe dort nämlich 17 Anfragen für Bauplätze.

Anbindung des neuen Baugebiets

Der Gemeinderat beschäftigte sich mit den restlichen textlichen Festsetzungen im Bebauungsplan, die Matthias Pröstler und Kilian Philipp vom Ingenieurbüro Röschert vorstellten. Hauptsächlich ging es aber um die Anbindung des Baugebiets von der Staatsstraße her. Dies soll durch einen Kreisverkehr verwirklicht werden.

Dabei verständigte sich das Gremium darauf, dass wohl der Tennisplatz, und der erst im vergangenen Jahr sanierte "Rote Platz", auf dem Handball oder auch Basketball gespielt werden kann, gekappt wird. "Der Kreisverkehr soll möglichst günstig gebaut werden", meinte Klein. Deshalb werde dies zu Lasten der öffentlichen Freizeitfläche gehen.

Für eine andere Variante, den Kreisverkehr näher an den Ort und die neue Straße dann oberhalb der beiden Plätze vorbeizuführen, müsste Grund erworben werden. Hierzu müsse erst nachgefragt werden, ob der Eigentümer bereit sei, zu verkaufen. Erst dann könne man etwas über die Kosten sagen. Allerdings klang es im Rat so, als ob diese Variante eher unwahrscheinlich sei.

Zisternen werden im Bebauungsplan festgeschrieben

Eventuell könnte dann die Restfläche noch als Ausgleichsfläche genutzt werden, da noch 0,87 Hektar benötigt würden. Viel Grün wird das Baugebiet zudem enthalten. Auch letzte Fragen zur Entwässerung wurden geklärt. Das Regenwasser wird auch am unteren Rand des Baugebiets zur Straße nach Innen hingeführt und dort unterirdisch in Rigolen gesammelt. Zisternen mit zehn Kubikmetern werden im Bebauungsplan und im Kaufvertrag festgeschrieben. Was noch fehlt, ist ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag.

Die Planer rechnen mit 6,75 Millionen Euro an Nettogesamtkosten (rund 9,3 Millionen Euro brutto) für die Erschließung. Enthalten sind die Verkehrsflächen mit rund zwei Millionen Euro, die Kanäle mit etwa 1,6 Millionen Euro, die Wasserversorgung mit 660 000 Euro, der Kreisverkehr mit 745 000 Euro, das Regenrückhaltebecken mit 425 000 Euro, die Straßenbeleuchtung mit ungefähr 170 000 Euro und die Kosten für die Ausgleichsfläche mit 100 000 Euro.

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