Marktbreit

VG-Marktbreit plant Verwaltungsneubau

Masken trugen bei der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der VG Marktbreit nur wenige Teilnehmer.
Foto: Robert Haaß | Masken trugen bei der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der VG Marktbreit nur wenige Teilnehmer.

Dass es für das Personal der Verwaltungsgemeinschaft im Marktbreiter Rathaus eigentlich zu eng ist, das ist seit Jahren bekannt. In der Gemeinschaftsversammlung am Donnerstagabend im Lagerhaus stellten die Räte aus den VG-Gemeinden 450 000 Euro in den Haushalt für das Jahr 2021 ein, um damit ein Grundstück für den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes zu kaufen.

Wo eine neue Verwaltung der VG unterkommen wird, das war im öffentlichen Teil der Sitzung noch nicht bekannt. "Wir sind dabei, etwas an Land zu ziehen", sagte Versammlungsleiter Harald Kopp über die Beratungen aus dem Bürgermeisterausschuss. Jetzt müsse erst einmal die Zustimmung der VG-Versammlung folgen, eh weiter gemacht werden könne. Deshalb auch, so Kopp auf Nachfrage von Sven Biebelriether, seien keine weiteren Mittel für einen Neubau in den Folgejahren im Haushalt eingestellt.

Anstieg der Personalkosten

Um die einzelnen VG-Gemeinden nicht noch mehr zu belasten, sollte, auch das die Meinung der Bürgermeister, die Finanzierung eines VG-Neubaus über Kredite und nicht Beiträge der Gemeinden erfolgen. Denn: Die Beiträge der einzelnen Gemeinden zur Finanzierung der gemeinsamen Verwaltung steigen im laufenden Jahr ohnehin schon steil an: Der durch sonstige Einnahmen nicht gedeckte Ausgabenbedarf erhöht sich 2021 gegenüber dem Vorjahr um fast 335 000 Euro auf 1,89 Millionen Euro. Pro Einwohner ist das eine Steigerung von 142,50 Euro auf 172,50 Euro.

Hauptgrund dafür ist ein Anstieg in den Personalkosten von gut 300 000 Euro durch Tariferhöhungen, einzelne Höhergruppierungen, aber auch mehr Personal – seit Jahren immer wieder angemahnt und nun umgesetzt.

Lesen Sie dazu auch den Standpunkt von Robert Haaß

Um die Kosten für den Grundstückskauf für ein neues Verwaltungsgebäude finanzieren zu können, ist im Vermögenshaushalt ein entsprechender Kredit in Höhe von 450 000 Euro vorgesehen. Weitere Kosten im Vermögenshaushalt entstehen durch eine gemeinsame Obdachlosenunterkunft der VG-Gemeinden, hier sind für Wohncontainer 40 000 Euro vorgesehen. Näheres zu diesen Containern wurde ebenfalls in nichtöffentlicher Sitzung beraten.

In der Marktgade kann nun geheiratet werden.

Um die Kosten der Verwaltung finanzieren zu können, entfällt auf die Stadt Marktbreit im Jahr 2021 eine Umlage in Höhe von 750 000 Euro, Marktsteft 344 000 Euro, Martinsheim 172 500 Euro, Obernbreit 296 700 Euro, Segnitz 142 000 Euro und Seinsheim 185 000 Euro. Der Haushalt wurde einstimmig verabschiedet.

Um die gemeindeeigene Marktgade in Seinsheim auch endgültig zum Eheschließungsort für Trauungen widmen zu können, fehlte noch der entsprechende Beschluss der VG-Versammlung der am Donnerstag einstimmig erfolgte.

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