Abtswind

Vorfreude auf den neuen Kindergarten in Abtswind

Zuschauen beim Arbeiten am neuen Haus: Die Kinder des  Abtswinder Kindergartens schauten kurz vor der Eröffnung schon mal am neuen Hort vorbei.
Zuschauen beim Arbeiten am neuen Haus: Die Kinder des Abtswinder Kindergartens schauten kurz vor der Eröffnung schon mal am neuen Hort vorbei. Foto: Andreas Stöckinger

Zum 1. Juli beziehen die Kinder des Abtswinder Kindergartens ihr neu gebautes und fertig gestelltes Heim am Ortsrand. Mit dabei ist natürlich auch Gertraud Krauß, die Leiterin der Einrichtung. Für sie ist es bereits der zweite Umzug in ihrer Zeit als Erzieherin in Abtswind. Krauß war schon im Hort beschäftigt, als dieser einst 1982 in das Gebäude der ehemaligen Schule direkt neben der Kirche zog.

Seit 1978 ist sie, die auch die Kinder in der Kurzform Traudi rufen, bereits für die Erziehung der Kleinkinder in der Gemeinde tätig, in ihrem Traumberuf, wie sie die Arbeit bezeichnet. „Wenn man etwas aus Überzeugung macht, dann wird es nicht zur Belastung“, sagt die Leiterin, die in Abtswind eigentlich jeder kennt.

Jetzt verspürt nicht nur sie Vorfreude auf die neuen Räume. „Wunschlos glücklich“, werde man mit den neuen Räumen, sein, da ist die Erzieherin sicher. Am Konzept dazu haben Planer, Gemeinde und auch das Kindergartenteam mit gemacht. „Die Kinder haben dort eine Vielfalt an Spielmöglichkeiten. Das ist wirklich durchdacht, harmonisch und stimmig, hell, wirklich toll.“

Kosten von rund 1,2 Millionen Euro

Der Neubau wurde gemeinsam mit der Gemeinde und einem Facharchitekten sorgsam geplant, stets in Absprache mit den Erzieherinnen. Nötig war er geworden, weil das bisherige mehrstöckige Gebäude kaum mehr die Anforderungen, vor allem für die immer mehr werdenden Krippenplätze für die Kleinkinder, erfüllen konnte. Dazu gesellten sich Auflagen, wie zum Brandschutz, die nur schwer zu realisieren gewesen wären. So entschloss sich die Gemeinde zum Bau eines neuen Kindergartens für rund 1,2 Millionen Euro direkt am Ortsrand, gleich neben dem Spielplatz.

Kurz vor dem Einzug spazierten die Kinder mit ihren Erzieherinnen noch einmal hin, um sich ihr künftiges Heim anzuschauen. In den Vorraum im Eingangsbereich durften sie schon mal und dabei einen Blick auf die Räume zu werfen. „Da haben wir richtig viel Platz“, stellte ein Mädchen gleich fest. Auf was sie sich am meisten freuen, wussten die Kleinen bereits. Das Klettergerüst und die Bühne zum Theaterspielen stellten sich als Favoriten heraus.

Draußen ging es noch eine Runde ums Gebäude, als einer der Steppkes typisch Kindermund den Nagel genau auf den Kopf traf. „Der neue Kindergarten ist der Wahnsinn“, staunte er. Es folgte ein Stopp auf dem Spielplatz nebenan, zu dem die Abtswinder Kinder bald nicht mehr extra durchs halbe Dorf laufen müssen.

Heute undenkbar: Zwei Erzieherinnen und 40 Kinder

Das ist nur eine der Erleichterungen für das Kindergarten-Team um Gertraud Krauß. Sie erinnert sich noch an die Zeiten, als es im ganz alten Gebäude nur einen Raum gab für die Kinder. Die Toiletten befanden sich im Gang, der Ofen musste von außen geschürt werden. 1982 ging es dann ins ehemalige Schulhaus, ein Fortschritt. „Für die Zeit damals hatten wir Platz ohne Ende“, schaut Krauß zurück.

Auf dem Weg zum neuen Kindergarten sind dei Abtswinder Kinder. Leiterin Traudi Krauß besuchte mit den  Jungen und Mädchen das Haus.
Auf dem Weg zum neuen Kindergarten sind dei Abtswinder Kinder. Leiterin Traudi Krauß besuchte mit den Jungen und Mädchen das Haus. Foto: Andreas Stöckinger

In Spitzenzeiten betreuten sie bis zu 40 Kinder mit zwei Erzieherinnen, was heute längst undenkbar ist. Ihre eigenen Kinder besuchten die Einrichtung einst ebenfalls. „Aktuell haben wir 25 Kinder, dazu zwölf Krippenplätze. Vom Personal her sind es sechs Teilzeitkräfte, die hier arbeiten“.

Die Zeiten hätten sich eben hier auch geändert, weiß Krauß. Eineinhalb Stunden Mittagspause, wie in den 1980er Jahren, gibt es längst nicht mehr im Hort, wo heute die Kinder auch zu Mittag essen, schon ab dem Alter von einem Jahr.

Extra naturnah konzipiert

Die Spielsachen, die Ordner und Unterlagen, nahezu alles, was aus den alten Gebäude noch gebraucht wird, ist bereits umgeräumt in den neuen „Fuchsbau“, so der alte und auch neue Name. Der wurde extra naturnah konzipiert, mit Baumstämmen, großen Natursteinen im Garten und einer Vogelnest-Schaukel. Innen ist alles nach Bereichen aufgeteilt, je nachdem, was die Kinder gerade machen wollen, ob klettern, spielen oder lesen. „Ich bin mal gespannt, wie die Kinder darauf reagieren“, freut sich Gertraud Krauß schon auf den Start in neuer Umgebung.

Gespannte Blicke in den  neuen Kindergarten in Abtswind: Die Kinder durften ihren künftigen Hort schon mal begutachten.
Gespannte Blicke in den neuen Kindergarten in Abtswind: Die Kinder durften ihren künftigen Hort schon mal begutachten. Foto: Andreas Stöckinger

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