Willanzheim

Vorschau der Bürgermeisterin: Willanzheimer wollen mehr bauen

Die Willanzheimer Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert schaut beim Ortsrundgang zu Beginn ihrer dritten Amtszeit auf kommende Aufgaben voraus. Das sind ihre Prioritäten.
In neuem Glanz erstrahlt die erweiterte Grundschule in Willanzheim. Nicht nur Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert bedauert, dass wegen der Corona-Pandemie die Einweihung noch nicht gefeiert werden konnte.
In neuem Glanz erstrahlt die erweiterte Grundschule in Willanzheim. Nicht nur Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert bedauert, dass wegen der Corona-Pandemie die Einweihung noch nicht gefeiert werden konnte. Foto: Hartmut Hess

"Das ist heuer schon ein verrücktes Jahr mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen", sagt Willanzheims Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert zu Beginn ihrer dritten Amtszeit bei einem Ortsrundgang, bei dem sie auf kommende Projekte eingeht. Corona wirbelte vieles durcheinander. "Die Leute haben jetzt Umbauten vor, möchten Gartenlauben bauen und vieles mehr verwirklichen", sagte die Bürgermeisterin – entsprechend ist sie derzeit eingespannt, auch wenn die Amtsstunden seit März immer noch ausgesetzt sind. "Es war schon stressig, aus den Medien dauernd neue Beschränkungen zu erfahren und dann auf detaillierte Ausführungsbestimmungen aus München warten zu müssen", schildert die Bürgermeisterin die ungewisse Zeit.

"Willanzheim ohne Wald – das gibt es nicht", betont Ingrid Reifenscheid-Eckert, und der Wald bereitet ihr seit geraumer Zeit Sorgen. Denn nach dem Trockenheitsstress aus den vergangenen beiden Jahren sind die Bäume anfällig für Schädlinge. "Der Schwammspinner hat bei den Eichen noch nie so durchgeschlagen", konstatiert die Bürgermeisterin und hofft, dass die Schädlinge nicht noch mehr Eichen dahinraffen in den 200 Hektar Mittelwald. Die Schädlingsbekämpfung per Hubschrauber habe Wirkung gezeigt, doch die Langzeitschäden durch den Klimawandel seien im Wald nicht absehbar.

Wald und Holz gehören zu Willanzheim

Freude bereitet Ingrid-Reifenscheid-Eckert dagegen der Baustoff Holz wenn sie im Rohbau des neuen Dorfgemeinschaftshauses mit Kindergarten in Hüttenheim steht. Beim 2,6-Millionen-Euro-Projekt läuft bislang alles im Zeit- und Finanzplan und die Hüttenheimer dürfen sich auf eine neue Perle der dörflichen Infrastruktur freuen. Da überall Baugrund knapp ist, laufen derzeit vorbereitende Untersuchungen für weitere Bauplätze in der Erweiterung des Baugebiets "Sommerried" in Hüttenheim.

In Willanzheim selbst ist das Millionen-Projekt Grundschule der vergangenen beiden Jahre bis auf die Außenanlagen fertig, doch Corona verhinderte eine Einweihungsfeier. Positiv für die Grundschule sind die hohen Geburtenzahlen in der Gemeinde. Doch zuvor werden erst einmal die heuer bereits vollen Kindergärten in Willanzheim und Hüttenheim aus allen Nähten platzen. Deshalb wird die Einrichtung einer zusätzlichen Kinderkrippengruppe wohl unumgänglich werden.

Auch für die ältere Generation will die Gemeinde aktiv werden, denn es wird ein höherer Bedarf an seniorengerechten Angeboten registriert. "Da wäre es natürlich schön, wenn wir vor Ort auch ein Objekt für Betreutes Wohnen anbieten könnten", meint Ingrid Reifenscheid-Eckert beim Blick in die Zukunft.  

Viele Dächer sanieren

In Willanzheim sind alle Bauplätze der Gemeinde weg und die Nachfragen steigen an. Doch die Gemeinde will nicht sofort wieder im Ebental erweitern, sondern möglichst auf die Innenentwicklung setzen. Deswegen hat der Gemeinderat kürzlich eine Vorkaufsrechtsatzung erlassen, um mittelfristig ein Areal im Bereich der Seewiesen erwerben und zu Bauland machen zu können. "Dachsanierungen werden für uns in absehbarer Zeit Themen sein", erklärt die Bürgermeisterin und nennt die Objekte Feuerwehrgerätehaus mit Jugendhaus, Rathaus und Bauhof.

Derweil ist das andere Sanierungsprojekt im Ortsteil Markt Herrnsheim in vollem Gange. Dort werden am Wirtschaftsgebäude der Marktschänke die Fenster, die WC-Anlage sowie die gesamte Installation erneuert und außer dem Parkett auch neue Böden im Saal verlegt. Bis zur Kirchweih im November soll alles fertig sein und der Dorfmittelpunkt für die Herrnsheimer dann auf Vordermann gebracht sein.

"Unsere Aufgabe ist es, den Staus quo der Infrastruktur und der Daseinsvorsorge auch in der Zukunft zu halten", gibt die Bürgermeisterin zu bedenken. Deswegen legt sie ein Augenmerk auf die Vereine und ehrenamtlich engagierte Bürger und sie fordert dafür auch mehr Unterstützung von der Öffentlichen Hand ein.

Willanzheims Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert auf der Großbaustelle in Hüttenheim. Dort entstehen der neue Kindergarten und ein Dorfgemeinschaftshaus im Holzbauweise.
Willanzheims Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert auf der Großbaustelle in Hüttenheim. Dort entstehen der neue Kindergarten und ein Dorfgemeinschaftshaus im Holzbauweise. Foto: Hartmut Hess

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