Kitzingen

Was der neue Pflegestützpunkt im Landkreis zu bieten hat

Wegen des demografischen Wandels wird die Pflege immer wichtiger. Deshalb gibt es jetzt auch im Landkreis Kitzingen einen Pflegestützpunkt. Er will Betroffenen helfen.
Im gleichen Gebäude wie der Kreisjugendring befinden sich jetzt auch die Büros des Pflegestützpunktes im Landkreis Kitzingen. Zur offiziellen Eröffnung kamen (von links) Leiterin Ute Döblinger, Michael Kamm (AOK), Landrätin Tamara Bischof, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Stefan Wolbert (Sozialreferent des Kreistags).
Im gleichen Gebäude wie der Kreisjugendring befinden sich jetzt auch die Büros des Pflegestützpunktes im Landkreis Kitzingen. Zur offiziellen Eröffnung kamen (von links) Leiterin Ute Döblinger, Michael Kamm (AOK), Landrätin Tamara Bischof, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Stefan Wolbert (Sozialreferent des Kreistags). Foto: Tim Eisenberger

"Es wäre sehr schön, wenn wir alle sehr alt würden", begann Landrätin Tamara Bischof ihre Rede. Und weil mit zunehmendem Alter auch die Pflegebedürftigkeit steigt, gibt es jetzt auch im Landkreis Kitzingen einen Pflegestützpunkt. Mit einer offiziellen Einweihungsfeier eröffnete Bischof gemeinsam mit dem Bezirkstagspräsidenten Erwin Dotzel und der Leitung, Ute Döblinger, am Dienstagvormittag die Einrichtung. Direkt hinter dem Landratsamt in der Oberen Bachgasse in Kitzingen beraten die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes seit Anfang Juli Angehörige von pflegebedürftigen Senioren in ihren neuen Büros. 

"Jeder, der im privaten Bereich schon einmal mit dem Thema Pflegebedürftigkeit konfrontiert wurde, weiß, wie viel dabei zu beantragen, zu organisieren und zu entscheiden ist", führte die Landrätin in das Thema ein. Deshalb sei es wichtig, dass man nicht von Pontius zu Pilatus laufen müsse, sondern alle Informationen an einem Ort bekomme. Der demografische Wandel sorge dafür, dass die Bedeutung eines solchen Angebots, das alle Informationen vereine, noch wichtiger werde.

Eröffnung verzögerte sich

Wie weit der Weg von den ersten Planung bis zur Eröffnung war, hatten die Verantwortlichen beim Landratsamt wohl unterschätzt. Bereits 2017 liefen im Hintergrund die ersten Gespräche. Im Dezember 2018 wurde beschlossen, den Pflegestützpunkt im Herbst 2019 zu eröffnen. Deshalb wurde im Mai 2019 mit Ute Döblinger auch die Leiterin des Pflegestützpunktes eingestellt. Doch die Unterschrift des Rahmenvertrags, der die Trägerschaft zwischen Landkreis, Kranken- und Pflegekassen und dem Bezirk regelt, verzögerte sich noch bis zum Februar 2020, und dann tat Corona das Übrige.

Döblinger nutzte die freigewordene Zeit, um sich in allen ambulanten Diensten, Seniorenheimen, Beratungsstellen, der Klinik und mit Pflege beschäftigten Einrichtungen vorzustellen. Außerdem stand die studierte Pflegemanagerin bereits ab November Ratsuchenden zur Seite. 

Außensprechstunden in den Gemeinden geplant

Erreichbar ist der Pflegestützpunkt sowohl telefonisch als auch persönlich in der Sprechstunde. Außerdem sind ab Herbst auch Außensprechstunden in den größeren Landkreisgemeinden geplant. Wie wichtig die Schaffung eines Pflegestützpunkts ist, zeigt auch der Blick in die anderen Landkreise in Unterfranken.

In Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt würden die Einrichtungen hervorragend angenommen, wie Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel berichtete. Sein Fazit: "Unterfranken ist damit der erste Bezirk, der flächendeckend Hilfe anbieten kann." 

Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es? Wie ist die Finanzierung und wie komme ich zu einem Pflegegrad? Diese und weitere Fragen beantworten Ute Döblinger und ihr Team in den Beratungsgesprächen. Erreichbar ist der Pflegestützpunkt telefonisch unter (09321) 928-5250 oder per Mail: pflegestuetzpunkt@kitzingen.de

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