Untersambach

Wie die Untersambacher ihr Dorf verschönern

Erneuert und vergrößert wurden die Toiletten im Gemeinschaftshaus, zum Teil auch mit Hilfe der bürger. Hier zeigt Klaus Widmayer das neue Behinderten-WC.
Erneuert und vergrößert wurden die Toiletten im Gemeinschaftshaus, zum Teil auch mit Hilfe der bürger. Hier zeigt Klaus Widmayer das neue Behinderten-WC. Foto: Andreas Stöckinger

Wenn es darum geht, ihr Dorf aufzuwerten, dann legen die Bürger in Untersambach beinahe schon traditionell selbst Hand an. Vieles wird in Eigenregie geplant und umgesetzt. Es geschieht meist ohne großes Aufsehen, für die Gemeinschaft im Dorf. Davon konnte sich dieser Tage auch Wiesentheids neuer Bürgermeister Klaus Köhler überzeugen, der sich im 280-Einwohner-Ort umschaute.

Bei seinem Besuch wurde ihm einiges gezeigt, was zuletzt in dem Ort verbessert wurde. Köhler hörte sich interessiert die Ausführungen und Diskussionen der rund 20 erschienenen Bürger an, die gerne auf ihrem Friedhof einen Bereich für Urnengräber schaffen würden. Auch hier wollen die Untersambacher aktiv mithelfen – ebenso finanziell, auch wenn diesmal das Geld fehlt, das als Erlös des Lindenfests, dem alljährlichen Dorffest im Sommer, entsteht.

Denn wie so viele Feierlichkeiten muss auch das für das erste August-Wochenende geplante Fest ausfallen. "Das fehlt uns schon, vor allem wegen der Geselligkeit, aber auch wegen der Einnahmen", sagte die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Sabine Fröhlich. Um dennoch ein klein wenig an die gemütliche Zeit auf dem Festplatz zu erinnern, werde man geräucherte Forellen vorbereiten, die sich die Bürger im Vorfeld bestellen können. "Dann können sich die Familien zusammen setzen und daheim ein bisschen feiern", meint sie. Viele hätten bereits bestellt.

Neue Toiletten und ein Treppenlift

Das imponierte auch Bürgermeister Köhler. Er ließ sich zunächst von Klaus Widmayer zeigen, was im Gemeinschaftshaus zuletzt alles geschafft wurde. Die Toiletten wurden vollständig erneuert und vergrößert, im ehemaligen Lagerraum wurde ein Behinderten-WC eingerichtet. Dazu führte Widmayer den neuen Treppenlift vor, mit dem künftig auch Rollstuhlfahrer in den Saal im Obergeschoss fahren können.

Einen Treppenlift erhielt das Gemeinschaftshaus in Untersambach. Klaus Widmayer (von links) führt den Lift Harald Rößner, Bürgermeister Klaus Köhler und Otto Hünnerkopf vor.
Einen Treppenlift erhielt das Gemeinschaftshaus in Untersambach. Klaus Widmayer (von links) führt den Lift Harald Rößner, Bürgermeister Klaus Köhler und Otto Hünnerkopf vor. Foto: Andreas Stöckinger

"Unser Ansatz war Barrierefreiheit", so Widmayer. Deswegen soll am Vordereingang zum Haus noch eine kleine Rampe hinzukommen. Von hinten aus sei es schon möglich, ohne Stufen ins Gebäude zu kommen. Rund 75 000 Euro hat die Gemeinde dabei investiert, dazu hat auch die Dorfgemeinschaft ihren Teil beigetragen.

Beim Thema Friedhof hörte sich Bürgermeister Köhler die Vorschläge der Untersambacher an. Zu sehr einmischen wolle er sich jedoch nicht: "Es ist ihr Friedhof, also Sache der Untersambacher. Als Bürgermeister unterstütze ich die Initiative nach vollen Kräften."

Mehrere Möglichkeiten für Urnengräber

Im Anschluss fasste der Untersambacher Otto Hünnerkopf zusammen, was bei den beiden Treffen zuvor als Ergebnis herauskam und stellte neue Möglichkeiten vor, wie und wo Urnengräber zu schaffen wären. In Erwägung gezogen wurden von den Bürgern schließlich mehrere Möglichkeiten. Eine davon war, künftig Urnen in der Rasenfläche zwischen Friedhofskreuz und Kriegerdeckmal zu bestatten.

Die Variante der Bestattung im Rasen unter den beiden Linden neben dem Kreuz sowie unter der Eiche links vom Monument käme ebenso in Frage, wie auch die Möglichkeit mit Stelen in einer flächigen Bepflanzung auf der linken Friedhofsseite.

Als nächstes soll die Verwaltung nun prüfen, welche Varianten mit der Friedhofssatzung konform seien, wurde dem Bürgermeister mitgegeben. Dem Ergebnis soll bereits bis zum Herbst ein Plan folgen. Denn dann wollen die Untersambacher mit dem Pflanzen in ihrem Friedhof beginnen.

In diesem Bereich im Untersambacher Friedhof wäre Platz für die von den Bürgern gewünschten Urnengräber.
In diesem Bereich im Untersambacher Friedhof wäre Platz für die von den Bürgern gewünschten Urnengräber. Foto: Andreas Stöckinger

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