Kitzingen

Wie eine Mund-Nasen-Maske dem Feuergott geopfert wurde

Der etwas andere Wochenrückblick: Ein wandernder Landrat. Unschöne Probleme im Gesicht. Ein Blick ins Kitzinger Amtsgericht. Und ganz viel Affenhitze in den Hundstagen.
Eine heiße Woche liegt hinter uns – Erinnerungen an den Rekordsommer 2019 wurden schlagartig wach. 
Eine heiße Woche liegt hinter uns – Erinnerungen an den Rekordsommer 2019 wurden schlagartig wach.  Foto: WetterOnline

Es musste ja so kommen. Vielleicht lag es auch an den Temperaturen. Jedenfalls gab es diese Woche den einen Moment, als die Sonnenbrille vor meinem Mund hing und die Mund-Nase-Maske die Augen verdeckte. Und dann gab es noch einen Moment. Einen Kampf. Mit einem Mund-Nasen-Schutz, wobei Kenner ja von MNS sprechen. Das Ding musste nicht hinter die Ohren sondern einmal um den Kopf herum geklemmt werden. Es war schlimm, sehr schlimm. Nur so viel: Der unhandliche MNS-Mist wurde noch am gleichen Tag feierlich dem Feuergott geopfert.

In die Hundstage mit der Affenhitze passte diese Woche am Kitzinger Amtsgericht tatsächlich eine Verhandlung hinein, in der es um Hagelschäden ging. Muss man auch erst einmal hinbekommen. Wobei man erst einmal ins Gericht gelangen muss. Der neue Eingang ist zwar jetzt endlich in Betrieb. Doch die integrierte Sicherheitsschleuse ist technisch so gar nicht ausgereift. Sagen wir mal so: Man kommt irgendwann dann doch durch. Allerdings sind bis dahin die Hundstage vorbei und es könnte schon wieder hageln.

Während die Temperaturen also in der letzten Juli-Woche stiegen und stiegen und zwischenzeitlich sogar 38 Grad aus Sibirien gemeldet wurden , kamen unwillkürlich Erinnerungen an den Rekordsommer 2019 hoch, als Kitzingen seinen Titel "Heißeste Stadt Deutschlands" verlor. Unsere 40,3 Grad wurden damals geradezu pulverisiert, gleich 15 Messstellen übertrafen den Kitzinger Rekordwert, der immerhin ein paar Jahre gehalten hatte.

Für die einen ist das eine brennend interessante Geschichte, andere wiederum winken genervt ab. So wie der Kollege, der ganz erheblich zum Dialog der Woche beitrug: "Weißt Du, was ich an dem Hitzesommer vom vergangenen Jahr vermisse?" - "Nö?!" - "Gar nichts!"

Was wir dagegen vermissen, ist das unbeschwerte Wegfahren. Deshalb reden ja alle vom "Urlaub daheim". Was insofern problematisch ist, weil diese Idee viele andere auch haben – und die Gäste ja trotzdem kommen. Es ist also im Zweifelsfall immer voll, was wiederum dafür sorgt, dass die Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Volkach etwa ist dermaßen überlaufen, dass man gar nicht hingucken möchte und es ganz gut ist, wenn der Mund-Nase-Schutz über den Augen hängt.  

Selbst der neue Würzburger Landrat wurde kürzlich dabei beobachtete, wie er vergnügt im Kitzinger Land umherwanderte. Wir kennen den Mann zwar nicht so gut, aber eines muss man ihm lassen: Ganz ehrlich, der Mann hat Geschmack!

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Kitzingen
  • Frank Weichhan
  • Landräte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte vorher an.

Anmelden

Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich hier registrieren.