Wiesentheid

Wiesentheid braucht einen weiteren Kindergarten

Ein mobiler Gruppenraum wurde bereits an den Wiesentheider Kindergarten St Mauritius angebaut, um die Raumsituation zu verbessern. Der Container darf dort nur bis 2022 genutzt werden.
Foto: Andreas Stöckinger | Ein mobiler Gruppenraum wurde bereits an den Wiesentheider Kindergarten St Mauritius angebaut, um die Raumsituation zu verbessern. Der Container darf dort nur bis 2022 genutzt werden.

Der Markt Wiesentheid muss beim Thema Kindergarten etliche neue Plätze schaffen und erheblich investieren. In einer Sondersitzung des Gemeinderates wurde nun festgelegt, dass zum einen das Krippenhaus im Baugebiet Seeflur, das vor zwei Jahren in Betrieb ging, dort in ähnlicher Größe noch einmal errichtet wird. Dazu wird die Gemeinde ab nächsten Herbst einen Waldkindergarten schaffen und anbieten.

Als weiteren Schritt in die Zukunft wurde Bürgermeister Klaus Köhler vom Gemeinderat beauftragt, einen Standort für eine neue Kindertageseinrichtung zu suchen. Es gelte, langfristige Lösungen zu suchen und nicht erst dann zu reagieren, wenn das Fass übergelaufen sei. Also wolle man vorausschauen und für die nächsten Jahre gerüstet sein, lautete der Tenor aus dem Ratsgremium.

Der Container ist nur eine Übergangslösung

In der Sitzung wurden zunächst einmal die aktuellen Zahlen mit Gruppen und Kindern vorgestellt, sowie die Prognose für den Bedarf in den nächsten Jahren. Derzeit gibt es in der Gemeinde zwei Kindergärten mit insgesamt 170 Plätzen. Im Kindergarten St. Mauritius in der Schießhausstraße sind aktuell vier Gruppen, sowie eine für Kleinkinder, untergebracht. Dazu hat der Hort dort aus Platzmangel einen mobilen Gruppenraum geschaffen, in dem 20 Kinder betreut werden. Die Betriebserlaubnis für diese Lösung ist jedoch bis 31. August 2022 befristet.

Platzmangel im Wiesentheider Kindergarten: Das erst neu errichtete Krippenhaus im künftigen Baugebiet Seeflur wird dort in gleicher Größe noch einmal errichtet.
Foto: Andreas Stöckinger | Platzmangel im Wiesentheider Kindergarten: Das erst neu errichtete Krippenhaus im künftigen Baugebiet Seeflur wird dort in gleicher Größe noch einmal errichtet.

Im Hortus Mariae (Kolpingstraße) finden zwei Kindergarten-, sowie eine Kleinkindgruppe, Platz. Das erst im Februar 2019 eröffnete Krippenhaus St. Benedikt im künftigen Baugebiet Seeflur beherbergt drei Krippengruppen. Auf der Fläche am Ortsrand Richtung Feuerbach hat die Gemeinde bereits eine Fläche für eine Vergrößerung mit vorgesehen.

Das erweist sich bereits jetzt als richtig. Schon im April diesen Jahres wurde auf einen zusätzlichen Bedarf an Plätzen hingewiesen, worauf Gemeinde und Träger mit dem mobilen Gruppenraum reagierten. Auf Dauer reicht das jedoch nicht aus. Als nächste Schritte werden die die Kosten für zwei, beziehungsweise drei Gruppen, ermittelt. Bis Ende Juni 2021 müssen die Anträge zur Förderung bei der Regierung vorliegen. Kommt von dort die Erlaubnis, muss bis Juni 2023 gebaut werden, um die Zuschüsse in vollem Umfang zu bekommen, lautet die Vorgabe.

Es wird einen Waldkindergarten geben

Zusätzlich ist nun der Entschluss im Gemeinderat gereift, einen Waldkindergarten anzubieten. Das Gremium hatte sich dazu bereits in den vergangenen Wochen Informationen eingeholt und derartige Beispiele in anderen Gemeinden angeschaut. "Es gab schon einige Anfragen von Eltern. Wir wollen eine Gruppe mit 20 Kindern dafür schaffen, weil es ein neues Angebot ist, das wir bisher nicht in der Gemeinde hatten", sagt Bürgermeister Köhler. Zudem lasse sich das relativ schnell umsetzen, nannte Köhler einen weiteren Vorteil. Als Standort für dieses Projekt habe man eine Fläche in Richtung Untersambach im Visier, die Detailplanungen sollen in den nächsten Monaten erfolgen. Zu dem Vorhaben plant die Gemeinde eine Info-Veranstaltung.

Beim Waldkindergarten, wie auch bei den anderen bestehenden Einrichtungen, wird der Würzburger Verein Elisabethenheim die Trägerschaft übernehmen. Seit Sommer diesen Jahres hat der Verein die Trägerschaft der Kindergärten vom Mauritiusverein Wiesentheid übernommen.

In einer früheren Version wurde ein falsches Foto veröffentlicht. Nicht der Container bei St. Mauritius wurde gezeigt, sondern das Krippenhaus St. Benedikt. 

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