Abtswind

Wiesentheider Kinder dürfen nach Abtswind

Bald wird der alte Abtswinder Kindergarten wieder als solcher dienen. Die Nachbargemeinde Wiesentheid bekam nun doch die Erlaubnis, dort eine Gruppe unterzubringen.
Foto: Andreas Stöckinger | Bald wird der alte Abtswinder Kindergarten wieder als solcher dienen. Die Nachbargemeinde Wiesentheid bekam nun doch die Erlaubnis, dort eine Gruppe unterzubringen.

Eine Kehrtwende hat die Gemeinde Abtswind beim Thema Alter Kindergarten hingelegt. In seiner Sitzung stimmte der Gemeinderat nun doch zu, dass der Markt Wiesentheid das alte Gebäude in der Hauptstraße mieten darf, um darin befristet eine Gruppe unterzubringen. In der Januar-Sitzung war die Anfrage aus der Nachbargemeinde noch abgelehnt worden.

Gleich zu Beginn der Beratung griff Bürgermeister Jürgen Schulz das Thema noch einmal auf. Die Diskussion in der letzten Sitzung sei etwas unglücklich verlaufen. Er hätte den Punkt nicht gleich zur Abstimmung stellen sollen, weil noch nicht alle Fakten auf dem Tisch gelegen haben, stellte Schulz klar. Wenige Tage später hatte es einen Ortstermin mit den Wiesentheider Gemeindevertretern gegeben, bei dem die zuvor aufgekommenen und teils ungeklärten Fragen gelöst wurden.

Bürgermeister Schulz erläuterte, dass das Gebäude vom Markt Wiesentheid angemietet werde, die Mietdauer betrage zwei Jahr mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Als Mietpreis wurden 1000 Euro im Monat plus Nebenkosten besprochen. Die Haftung trage der Elisabethenheim e.V., der als Träger der Wiesentheider Kindergärten fungiert.

Die Kosten für die zur Nutzung notwendige Instandsetzung trage der Markt Wiesentheid, bauliche Veränderungen dürfen nur mit Zustimmung Abtswinds vorgenommen werden. Für die aus Gründen des Brandschutzes erforderlichen Einbauten in Höhe von rund 10 000 Euro komme Wiesentheid auf. Der daneben liegende Spielplatz auf dem Grundstück der Kirchengemeinde stehe ebenso zur Verfügung und werde ertüchtigt.

Übergangslösung

Wie Bürgermeister Schulz ausführte, würde die Nutzung des Horts von Seiten der Behörden unter den Voraussetzungen als Übergangslösung genehmigt. „Wiesentheid braucht Platz, für uns ist es die optimale Lösung. Dann können wir in der Zeit überlegen und planen, was wir später mit dem Gebäude machen werden“, so Schulz. Er stellte heraus, das seine Gemeinde einen neuen Kindergarten bauen musste. Das alte Gebäude sei für 25 Kinder zugelassen, für Abtswind wurde jedoch ein Bedarf von 33 Plätze festgestellt. Die Tendenz sei eher noch steigend   

Der zur Sitzung extra anwesende Wiesentheider Bürgermeister Klaus Köhler erläuterte zu dem Thema weiteres. Zum einen wolle die Kommune einen Shuttleservice anbieten, um den möglichen Verkehr zu den Bring- und Abholzeiten zu entzerren. Er, so Köhler, könne jedoch nicht garantieren, wie dieser von den Eltern genutzt werde. Dazu sagte er, dass man zu Beginn von sieben bis acht Kindern ausgehe, die in Abtswind untergebracht werden. Erst mit der Zeit werde die Belegung dann steigen.

Um Solidariät gebeten

Köhler bat in der Frage um etwas Solidarität, seine Gemeinde unterstütze schließlich auch Abtswind. Hier führte er die Kläranlage an, wo Wiesentheid mit der Erneuerung warte, bis die Studie Abtswinds fertig sei. Abtswind muss in absehbarer Zeit viel Geld in die eigene Anlage stecken, oder beim Nachbarn mit anschließen.

Bevor über die Nutzung des alten Kindergartens von Seiten Wiesentheids abgestimmt wurde, fragte Ratsmitglied Heiko Därr noch einmal die für ihn zuletzt kritischen Punkte nach. Das Gremium stimmte bei zwei Gegenstimmen mehrheitlich für die Vermietung.

Gäste aus der Nachbarsschaft begrüßte Abtswind Bürgermeister Jürgen Schulz (vorne). Sein Wiesentheider Amtskollege Klaus Köhler erläuterte, warum seine Gemeinde dort den alten Kindergarten nutzen wolle.
Foto: Andreas Stöckinger | Gäste aus der Nachbarsschaft begrüßte Abtswind Bürgermeister Jürgen Schulz (vorne). Sein Wiesentheider Amtskollege Klaus Köhler erläuterte, warum seine Gemeinde dort den alten Kindergarten nutzen wolle.

Ratsmitglied Holger Lenz wies erneut auf das Thema Tempo 30 in der Hauptstraße hin. Die Anfrage war zuletzt abgelehnt worden. Hier könne man einen neuen Vorstoß machen, nachdem nun ein Kindergarten direkt an der Ortsdurchfahrt liege, meinte Bürgermeister Schulz.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Kitzingen und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Abtswind
Andreas Stöckinger
Brandschutz
Bürgermeister Klaus Köhler
Gebäude
Instandhaltung
Jürgen Schulz
Kinder und Jugendliche
Klaus Köhler
Mietpreise
Nebenkosten
Services und Dienstleistungen im Bereich Beratung
Stadträte und Gemeinderäte
Verkehr
Vermietung
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!