Kitzingen

Zukunft wächst in einstigen Kasernen

Ende des Jahres 2015 geht's los: Der Kitzinger Bahnhof wird saniert. Ein Großprojekt, das 2014 die Stadt beschäftigte.
Foto: Archiv-Frank Weichhan | Ende des Jahres 2015 geht's los: Der Kitzinger Bahnhof wird saniert. Ein Großprojekt, das 2014 die Stadt beschäftigte.

2014 war bewegend: Das Jahr hat im Landkreis Kitzingen viele Millionen Euro ins Rollen gebracht, Stadt- und Gemeinderäte beschäftigt, Baumaschinen und Projekte in Gang gesetzt. Die dicksten Brocken – von den Amerikanern vor rund acht Jahren zurückgelassen – sind die einstigen Militäranlagen in Kitzingen, die mit Ausnahme der Wohnsiedlung Marshall Heights neue Besitzer haben.

Harvey Barracks (Kitzingen): Die größte US-Liegenschaft mit rund 200 Hektar geht nach zähem Beginn in die Zielgerade. Anfang 2015 soll mit dem Bebauungsplan der Weg für die Vermarktung des Technologieparks „conneKT“ mit 75 Hektar freigemacht werden. Gibt's den Startschuss für den Eigentümer Blumquadrat GmbH, soll der Maschinenbauer und Automobil-Zulieferer Schaeffler mit einem Zentrallager als erster Großbetrieb hier einziehen. Geplanter Zeitpunkt: 2016. Vorher könnte der Flugplatz seine Wiedererweckung feiern.

Innopark (Kitzingen): Seit dem Kauf 2010 kommt das 53 Hektar große Gewerbegebiet (einst: Larson Barracks) kontinuierlich voran. Letztes Projekt der Innopark GmbH war vor kurzem die Eröffnung des ersten Gründerzentrums im Landkreis Kitzingen. Derzeit arbeiten nach Auskunft der Eigentümer rund 440 Menschen in dem Areal am Steigweg.

Marshall Heights (Kitzingen): Mit dem Verkauf der 32 Hektar großen Wohnsiedlung könnte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) eine Erfolgsgeschichte abschließen, den Verkauf von gut 400 Hektar einstiger US-Flächen. Nach anfänglicher Euphorie änderte die Bima zur Jahresmitte ihre Strategie im Bieterverfahren. Das ließ das Interesse der Investoren nicht erlahmen. Zuletzt verhandelte die Bima mit dem Höchstbietenden. Ob der das Gelände mit den rund 730 Wohnungen erwerben kann, wird sich möglicherweise schon im Januar zeigen.

Klinik Kitzinger Land (Kitzingen): Das nach letzten Schätzungen bis zu 100 Millionen Euro teure Projekt einer Generalsanierung wird zwar erst im Frühjahr 2015 beginnen, einige kleinere Vorarbeiten – beispielsweise Fällarbeiten und erste Umbauten – sind schon abgehakt. Für den Start des auf zehn Jahre angelegten Vorhabens hat die Regierung von Unterfranken bereits gut 16 Millionen Euro als Zuschuss in Aussicht gestellt – für den ersten Bauabschnitt.

Bahnhof (Kitzingen): Die Pläne für die Umgestaltung des Umfelds, für den Bau eines Pendlerparkplatzes und eines Busbahnhofs lagen jahrelang auf Eis. Erst im Oktober rang sich der Stadtrat – erstaunlicherweise einstimmig – zur Realisierung durch. Die kostet nach einer Schätzung rund 4,5 Millionen Euro, soll Ende 2015 beginnen. Mit in der Maßnahme steckt die Erneuerung der Friedenstraße und des Amalienwegs.

Vogelsburg (Volkach): Die 874 erstmals erwähnte Burganlage ist seit Ende 2013 eine Großbaustelle. Acht Millionen Euro steckt die Stiftung Bürgerspital in den Umbau des Gebäudekomplexes zu einem Tagungszentrum. Im Sommer 2015 soll die Gaststätte wieder öffnen und auch ein Teil des Vier-Sterne-Hotels nimmt den Betrieb auf.

Hauptstraße (Volkach): Die Erneuerung der Geschäftsmeile in der Altstadt kommt mit großen Schritten voran. Der Abschnitt zwischen dem Unteren Tor und dem Marktplatz ist praktisch fertig. Nächster Bauabschnitt der am Ende vermutlich gut zwei Millionen Euro teuren Sanierung ist der Bereich zwischen Oberem Tor und Markt, wo das Arbeiten vermutlich im Frühjahr losgeht.

Schloss Schwanberg: Die schrittweise Generalsanierung auf den Höhen des Schwanbergs hat begonnen. Runde 4,5 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten, zu dem eine Modernisierung der Räume und energetische Maßnahmen gehören. Bis Ende 2016 wird der Umbau vermutlich dauern, bei dem die Landeskirche mit einer Millionen Euro dem Geistlichen Zentrum Schwanberg unter die Arme greift.

Umgehung (Rüdenhausen): Eine äußerst zähe Angelegenheit ist die Entlastungsstraße, deren Bau schon Mitte 2012 mit dem ersten Spatenstich begann. Das rund sechs Millionen Euro teure Vorhaben, das immer wieder stockte, könnte 2015 seinen Abschluss erleben.

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