Martinsheim

Zwei weitere Photovoltaik-Anlagen geplant

An der Auffahrt zur Autobahn A7 bei Enheim soll hinter dem Pendlerparkplatz die Photovoltaik-Freiflächenanlage "Rossgraben" entstehen.
Foto: Jens Kuttler | An der Auffahrt zur Autobahn A7 bei Enheim soll hinter dem Pendlerparkplatz die Photovoltaik-Freiflächenanlage "Rossgraben" entstehen.

Stellungnahmen zu verschiedenen Bebauungsplänen beschäftigten am Montagabend den Martinsheimer Gemeinderat. Für die beiden Photovoltaik-Freiflächenanlagen "Fuchsloch" und "Rossgraben" wurden in der Sitzung in der Turnhalle der Grundschule in Martinsheim die  Anregungen abgewägt.

Die Anlage "Fuchsloch" soll nahe des gleichnamigen Rastplatzes an der Autobahn A7, die Anlage "Rossgraben" bei der Auffahrt zur A7 bei Enheim entstehen. Noch am Tag der Sitzung ging eine Stellungnahme der Autobahndirektion Nordbayern ein, welche es nötig machte, die Baugrenzen zu ändern. Bislang hatte es in Bayern Ausnahmen gegeben, die es erlaubten, PV-Anlagen bis zu 20 Meter in die 40 Meter Bauverbotszone neben der Autobahn zu bauen. Dieser Sonderweg ist nun nicht mehr zulässig, da die Regelungen bundesweit einheitlich angewendet werden sollen. Entsprechend wurden die Pläne kurzfristig angepasst.

Zusätzliche oberirdische Betonfundamente

Ein weiteres Problem, das vor allem die Anlage "Rossgraben" betrifft, sind Bodendenkmäler. Um diese nicht zu beeinträchtigen wird für die entsprechenden Bereiche unter anderem festgelegt, dass die Verankerungen der Module maximal 45 Zentimeter in den Boden reichen. Dadurch müssen zusätzliche oberirdische Betonfundamente zur Stabilisierung angebracht werden. Auch diverse weitere Anmerkungen der Behörden wurden in die Pläne übernommen. Diese werden nun erneut für einen Monat durch die Verwaltung ausgelegt und die zuständigen Stellen um Abgabe einer Stellungnahme gebeten.

Auch die Stellungnahmen zum Baugebiet "Am Berg" in Gnötzheim wurden behandelt. Da ein erforderliches Lärmgutachten zu einem südlich gelegenen landwirtschaftlichen Betrieb nun vorliegt, konnten die Ergebnisse eingearbeitet werden. Für die betroffenen Grundstücke wurden zusätzliche Festsetzungen in den Bebauungsplan aufgenommen. Nun wird der Plan erneut für zwei Wochen ausgelegt. Über den langsamen Fortschritt insbesondere beim Baugebiet in Gnötzheim äußerten einige Gemeinderäte ihre Unzufriedenheit und hoffen, dass in allen Baugebieten so bald wie möglich über die Vergabe von Bauplätzen entschieden werden kann.

Regenrückhaltebecken und Ringschluss

In den Baugebieten in Martinsheim und Enheim ist die Aufbringung der Asphaltfeinschicht für die zweite Juni-Hälfte geplant, erklärte Bürgermeister Rainer Ott. Außerdem sind in Martinsheim noch Arbeiten am Regenrückhaltebecken und für den Ringschluss der Wasserleitung nötig.

Die Gemeinde beschloss, Satzungen über ein besonderes Vorkaufsrecht für Grundstücke im Ortsgebiet von Martinsheim, Enheim, Gnötzheim und Unterickelsheim zu erlassen. Welche Grundstücke im jeweiligen Ortsteil betroffen sind ist im der jeweiligen Satzung beiliegenden Lageplan festgelegt.

Der Bürgermeister informierte, dass das Becken im Schwimmbad in Gnötzheim gestrichen wird. Allerdings ist weiterhin unklar ob, wann und unter welchen Bedingungen geöffnet werden kann.

Die nächste Sitzung des Gemeinderates ist voraussichtlich am 21. Juni.

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