LOHR

1000 Euro für die Lohrer Tafel

1000 Euro für die Lohrer Tafel: Michael Donath (links), Hubert Beck (von rechts) und Michael Wehrwein freuten sich über die Spende von Uwe Welzenbach und Nancy Fritsche von „magnets4you“. Foto: Yvonne Vogeltanz

Vorweihnachtliche Bescherung am Donnerstagmittag bei der Lohrer Tafel: Uwe Welzenbach und Nancy Fritsche von der Firma magnets4you überreichten Tafel-Projektleiter Michael Donath, seinem Mitarbeiter Hubert Beck und Dekan Michael Wehrwein, Vorsitzender des Diakonischen Werkes, eine Spende über 1000 Euro.

Wer eine Firma führt, der überlegt Jahr für Jahr, wie und mit was er seine Kunden vor Weihnachten beschenken könnte. Uwe Welzenbach, Geschäftsführer von magnets4you, hat sich in diesem Jahr dazu entschieden, das Geld lieber einem guten Zweck zukommen zu lassen. Seine Wahl fiel dabei auf die Lohrer Tafel.

170 Berechtigungsscheine

„Das ist etwas Lokales und der Bedarf ist da“, sagte er. Eben diesen Bedarf belegte Projektleiter Michael Donath mit Zahlen. Derzeit hat die Tafel in Trägerschaft des Diakonischen Werkes insgesamt 170 Berechtigungsscheine ausgegeben, mit denen 226 Erwachsene und 116 Kinder mit Essen versorgt werden.

Samstags können diese Menschen zur Tafel in die Ottenhofstraße kommen, wo sie mit Lebensmitteln versorgt werden. Freitags fährt das Tafelmobil nach Neuhütten, Wiesthal, Krommenthal, Partenstein und Frammersbach – um auch die Menschen zu versorgen, die keinerlei Möglichkeit haben, um sich direkt in Lohr mit Nahrung einzudecken. Zudem beliefert der Lieferservice der Lohrer Tafel einige ältere, behinderte Menschen in ihrer häuslichen Umgebung.

80 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich Woche für Woche in sechs Teams – sowohl in der Essensausgabe in Lohr als auch mobil „auf dem Land“. „Wir müssen alles mit Spenden auffangen. Daher sind wir sehr froh, wenn Menschen wie sie kommen und für uns spenden. Damit helfen sie uns sehr“, dankte Michael Donath auch im Namen der Klienten.

Allerdings werden, so warf der evangelische Dekan Michael Wehrwein im Hinblick auf die im nächsten Jahr in Lohr erwarteten Asylbewerber ein, künftig noch größere Herausforderungen auf die Tafel zukommen. „Es wird spannend.“

Laut Michael Donath werden bereits jetzt die Asylbewerber in Frammersbach – über 30 Menschen – durch das Tafelmobil mitversorgt. „Das Tafelmobil ist vollgepackt bis unters Dach. Wir überlegen, ob wir noch ein zweites Fahrzeug rausschicken.“ Das Tafelmobil bringt auf seiner wöchentlichen Tour 130 Menschen Nahrungsmittel.

Im Januar sollen bekanntlich 30 Asylbewerber im ehemaligen Bürgermeisterhaus an der Ignatius-Taschner-Straße untergebracht werden, weitere 100 im Sommer auf dem BKH-Gelände.

Große Herausforderungen

Diese Menschen sollen dann auch über die Lohrer Tafel versorgt werden. „Wir wissen noch nicht so ganz, wie wir das schaffen sollen“, gestand Donath. Zumal die Räumlichkeiten in der Ottenhofstraße recht beengt sind. Die Menge an Lebensmitteln, die zur Ausgabe zur Verfügung steht, reiche derzeit gut, sagte Donath. „Aber wenn noch über 100 dazukommen, wird's schwierig. Das wird auch eine logistische und finanzielle Herausforderung.“ Da die Stadt Lohr eine „Willkommenskultur“ schaffen möchte, hoffte Donath für kommendes Jahr auf einen höheren Zuschuss durch die Stadt für die Lohrer Tafel.

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