Gemünden

112 Einsätze hatte die Feuerwehr Gemünden 2019

Mit insgesamt 30 Brandeinsätzen war es ein arbeitsreiches Jahr für die Gemündener Feuerwehr. Heftige Kritik weist Bürgermeister Jürgen Lippert zurück.
Beim Brand eines Dieselaggregats und von gelagertem Brennholz auf einem Holzplatz auf dem Herrgottsberg in Rieneck im August 2019 war auch die Gemündener Feuerwehr im Einsatz.
Beim Brand eines Dieselaggregats und von gelagertem Brennholz auf einem Holzplatz auf dem Herrgottsberg in Rieneck im August 2019 war auch die Gemündener Feuerwehr im Einsatz. Foto: Michael Mahr

112 Einsätze hatte die Feuerwehr Gemünden 2019 zu bewältigen – auch wegen der Ziffernfolge eine bemerkenswerte Zahl, wie bei der Jahresversammlung der Feuerwehr mehrfach festgestellt wurde. Kommandant Heiko Betz sprach von einem arbeitsreichen Jahr für die 46 Aktiven der Gemündener Wehr. Insgesamt waren es 30 Brandeinsätze, 71 technische Hilfeleistungen und elf Sicherheitswachen. Alleine dafür wurden 1542 Stunden erbracht.

Dazu kommen acht Übungen und Leistungsprüfungen und über ein Dutzend Lehrgänge, von Grundausbildungen bis zu Lehrgängen für Führungskräfte im Katastrophenfall. Die elf Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit ihrem Betreuer Christoph Schwertfeger traf sich 75-mal und leistete 1283 Stunden an Aus- und Weiterbildung.

Wehren der Stadt Gemünden bekommen neue Schutzkleidung

60 Mitglieder und Gäste begrüßte Stellvertretender Vorsitzender Ralf Zötzl zur Jahresversammlung der Feuerwehr Gemünden. Unter den Gästen waren Bürgermeister Jürgen Lippert, Dritte Bürgermeisterin Irmgard Pröschl, einige Stadträte, Bundestagsmitglied Bernd Rützel und mehrere Feuerwehrdienstgrade in Leitungsfunktionen. Er wünschte, wie auch die nachfolgenden Redner, dem erkrankten Vorsitzenden Stefan Koberstein, baldige Genesung.

Anhand von Bildern erläuterte Kommandant Betz die einzelnen Einsätze in Gemünden und in der Region, zu denen die Gemündener Feuerwehren gerufen wurden. Dank der Zusagen des Stadtrates werden die Schutzkleidungen aller Wehren der Stadt in den nächsten fünf Jahren Zug um Zug auf das neueste Modell umgestellt, außerdem wurden der Einsatzleitwagen ELW 1 in Dienst gestellt und die Drehleiter nach zehn Jahren turnusmäßig mit einem Kostenaufwand von 100 000 Euro gewartet.

Scharfe Kritik an Bürgermeister weist dieser zurück

Zweiter Kommandant Timo Binder griff noch einmal den bereits von Betz geäußerten Wunsch auf, die Probleme mit dem Internet und dem Faxgerät zu beheben. Er übte in diesem Zusammenhang heftige Kritik an der Stadtverwaltung und an Bürgermeister Jürgen Lippert. Dieser ging in seinem Grußwort auf die Vorwürfe ein und wies die vehemente Art und Weise der vorgetragenen Kritik zurück. Er stellte klar, dass die Sicherheitsstandards jederzeit gewährleistet seien und die Stadt dabei sei, auch das angesprochene Problem zu lösen: "Es lässt sich leider nicht immer alles so schnell machen, wie man es gerne hätte." Lippert dankte allen Feuerwehrleuten und ihren Unterstützern und verwies auf geplante Investitionen, die in den anstehenden Haushaltsberatungen auf der Tagesordnung stehen: "Wir werden unsere Feuerwehren weiter so ausstatten, dass sie ihren Dienst für die Allgemeinheit gut verrichten können."

In seinem Grußwort würdigte Bernd Rützel den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute als vorbildlichen Dienst für die Gesellschaft. Dieser werde in der heutigen Zeit leider nicht von allen Zeitgenossen wertgeschätzt, was beispielsweise die Behinderungen von Einsätzen durch Gaffer zeigt. Deshalb wurden zwar schon im Bundestag Gesetze verschärft, es gelte aber für alle, auch im eigenen Interesse, die Leistungen der Feuerwehren zu honorieren und zu unterstützen.

Florian List: "Die Ausbildungen laufen auf Hochtouren"

Kreisbrandinspektor Florian List gab einen Überblick über die laufenden und geplanten Fortbildungsmaßnahmen und das Prüfungsangebot: "Die Ausbildungen laufen auf Hochtouren." Der im vergangenen Jahr in Dienst gestellte Einsatzleitwagen (ELW 1) habe sich bereits bewährt. List gab außerdem bekannt, dass die üblichen Sirenenproben von jeweils Samstag 12.05 Uhr auf 12.30 Uhr verlegt wurden. Außerdem habe man ein Waldbrandkonzept entwickelt, bei dem Gemünden beteiligt ist, und die landkreisübergreifende Zusammenarbeit verbessert.

Ralf Zötzl blickte auf das Vereinsjahr zurück. Neben geselligen Treffen standen auch Aktivitäten im Kalender, die von den Mitgliedern Engagement erforderten, wie Maibaumaufstellen, Florianstag oder das Sommerfest. Auch die Planung der Veranstaltungen zum 150-jährigen Vereinsjubiläum warfen ihre Schatten voraus. Vorgesehen ist am 2. Mai um 18 Uhr ein Festkommers im Kreuzkloster, das Jubiläumsfest findet vom 5. bis 7. Juni mit Festzelt vor dem Gerätehaus statt. Schirmherr wird als Feuerwehrmitglied und ehemaliger Bürgermeister von Gemünden der jetzige Coburger Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach sein.

Michelbach und Gutbrod sollen Ehrenmitglieder werden

Michelbach wurde zusammen mit dem ehemaligen langjährigen Kommandanten Jo Gutbrod zur Ehrenmitgliedschaft vorgeschlagen, was die Versammlung mehrheitlich befürwortete. Zötzl dankte auch dem aus persönlichen Gründen zurückgetretenen Schriftführer Andreas Weigand für seine 26-jährige Tätigkeit auf diesem Posten. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Kreisbrandmeister Jörg Welzenbach.

Abschließend wies Zötzl noch einmal auf die Christbaumsammlung der Jugendfeuerwehr am 11. Januar ab 8.30 Uhr hin: Wer seinen Baum gegen eine kleine Spende zugunsten der Jugendfeuerwehr abholen lassen möchte, soll sich unter Telefon (0160) 97578417 oder (0151) 42242035 anmelden.

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