GEMÜNDEN

18. BIT: eine Fundgrube für Berufe

Die 18. Berufsinformationstage waren ein großer Erfolg, das Organisationsteam zieht eine positive Bilanz (von links): Sven Kelber, Erhard Döll, Manfred Goldkuhle (leitender Koordinator) und Holger Steiger.
Die 18. Berufsinformationstage waren ein großer Erfolg, das Organisationsteam zieht eine positive Bilanz (von links): Sven Kelber, Erhard Döll, Manfred Goldkuhle (leitender Koordinator) und Holger Steiger. Foto: M. Imhof

66 Aussteller mit 300 Ausbildungs- und Studienangeboten, besucht von 2500 Schülern: Die 18. Berufsinformationstage (BIT) in Gemünden waren auch in diesem Jahr ein großer Erfolg. Manfred Goldkuhle, leitender Koordinator der BIT, zog mit den Mitgliedern des Organisationsteam Sven Kelber (AOK), Erhard Döll und Holger Steiger (beide Landratsamt Main-Spessart) eine überaus positive Bilanz.

Orientierung und Übersicht am ersten Tag

Der Ausstellungstag am Freitag diente zur Orientierung und Übersicht des Gesamtangebotes. 1500 Schüler aus den umliegenden Schulen waren dazu eingeladen worden und nutzten rege die verschiedenen Angebote an den Ständen. „Eine Pflichtveranstaltung für die Schulen – aber mit positiver Resonanz“, sagte Goldkuhle rückblickend auf diese Aktion. Die Auswertung der Umfragebögen, die im direkten Anschluss an die Messe an die Schulen versendet werden, bestätige jährlich den hohen Nutzen für die Schüler.

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Berufsinformationstage II

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Am Samstag waren es die Eltern, die sich gemeinsam mit ihren Kindern Informationen über Berufsmöglichkeiten im Landkreis Main-Spessart einholten. In konkreten Gesprächen konnten Berufswünsche noch intensiver behandelt werden. „Jährlich finden 30 Prozent der Schüler durch ihren Besuch der Messe hier einen Praktikums- oder sogar Ausbildungsplatz“, bestätigt Sven Kelber, der ab 2018 Goldkuhles Nachfolger sein wird.

Idee vor 18 Jahren entwickelt

Manfred Goldkuhle hatte vor 18 Jahren die Idee entwickelt und aufgebaut: Angefangen mit zehn Aussteller in den Räumen der Berufsschule Karlstadt wuchs die Zahl der teilnehmenden Betriebe und der an der Messe interessierten Schüler jährlich. Die Klassenzimmer reichten bald nicht mehr aus, ein Umzug in die Scherenberghalle war die Folge.

Doch auch diese Räumlichkeiten zeigten sich im Laufe der Jahre begrenzt, die Nachfrage weiterer Aussteller konnte 2016 mit einer zusätzlichen Halle auf dem Parkplatz beantwortet werden.

2017 wurde diese „Halle vor der Halle“, so Goldkuhle, erneut vergrößert, doch die Kapazität sei mit maximal 70 Ausstellern auf 800 Quadratmetern Standfläche nun endgültig ausgeschöpft: „Die möglichen Berufsbilder sind damit weitgehend abgedeckt und ergeben gemeinsam ein aussagekräftiges Bild für unseren Landkreis.“

Handwerksbetriebe suchen Nachwuchskräfte

Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Jugend hätten sich in den vergangenen Jahren stark geändert, der demografische Wandel trage seinen Teil dazu bei. Aktuell fehlen 227 000 Fachkräfte in Bayern, vor allem Handwerksbetriebe suchen nach Nachwuchskräften. „Wir möchten das vielfältige Angebot Main-Spessarts aufzeigen und deutlich machen, welche interessanten und abwechslungsreiche Berufe hier vor Ort erlernbar sind und damit unsere Jugend im ,Lande‘ halten“, in dieser Intention ist sich das Team um Goldkuhle einig.

2016 wurde die Zielgruppe erstmals durch minderjährige und unbegleitete Flüchtlinge ergänzt. Auch diesmal erging eine Extra-Einladung an Integrationsklassen, Helferkreise und Wohngruppen inklusive organisierter Fahrten zur Scherenberghalle. „Die Flüchtlinge kommen mit verschiedenen Bildungsständen und Interessen an – eine reale Einschätzung und Auswertung machen bei dieser Messe deutlich, welche Möglichkeiten für sie bestehen“, so Goldkuhle. Der Beruf des Kfz-Mechanikers sei 2016 „der Renner“ bei den 100 teilnehmenden Flüchtlingen gewesen, mittlerweile habe sich jedoch das Spektrum erweitert.

Ausstellende Firmen ebenfalls zufrieden

Zusammenfassend waren die ausstellenden Firmen mit der BIT 2017 sehr zufrieden, ergänzt Holger Steiger, Sprecher des Landratsamts Main-Spessart. Durch die Idee eines „Laufstempels“ wurde der Handwerkerinnung mehr Zulauf und Interesse zuteil: An verschiedenen Stationen boten sie aktive Angebote und parallel dazu entsprechende Beratung und Informationen.

Die Planungen für die BIT 2018 laufen bereits, die Organisation werde nun in gemeinsamer Koordination der AOK mit dem Landratsamt Main-Spessart durchgeführt. Goldkuhle, der die BIT zur „Volljährigkeit“ brachte und sich nun nach 18 Jahren von dieser Aufgabe verabschiedet, blickt positiv in die Zukunft: „Betriebe suchen Auszubildende, Schüler suchen Ausbildungsmöglichkeiten: Durch diese Messe werden auch zukünftig die Möglichkeiten im Landkreis Main-Spessart aufgezeigt – die BIT ist in guten Händen.“

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