WÜRZBURG

28 Jahre und immer noch umsonst

Voller Vorfreude aufs „Umsonst & Draussen“: (v.l.): Karl Vetter, Direktor der Sparda-Bank-Filiale Würzburg, Gründungsmitglied Hartmut Emser, Steffen Deeg, Tilman Hampl, Mitglied des Umsonst & Draußen und Ralf Duggen, Vorstand des Umsonst & Draußen. PATTY VARASANO Foto: Foto:

Die Macher des Umsonst & Draussen-Festivals sehen äußerst entspannt aus bei der Vorstellung des Programmes. Das war nicht immer so: Es hat schon Pressetreffs gegeben, bei dem auf der Kippe stand, ob das beliebte Musik- und Kunstfestival wirklich eine Neuauflage erfährt. Die Ursache: Viel Wasser fiel vom Himmel, die Umsätze waren im Keller.

Doch nach zwei Jahren, in denen Petrus dem Würzburger Musikfestival Sonne sandte, heißt es beim 28. Umsonst & Draussen an vier Tagen von Donnerstag, 18. bis Sonntag, 21. Juni, in Würzburg wieder: Über 50 Bands aus den Bereichen Pop, HipHop, Rock, Liedermacher, Alternative und Folk treten kostenlos auf den Mainwiesen auf.

Möglich machen das Unterstützer wie die Stadt Würzburg, der Bezirk Unterfranken und als Hauptsponsoren Sparda-Bank und Distelhäuser Brauerei, sagt Ralf Duggen, einer der Organisatoren, die seit Anfang an dabei sind. Und die etwa 400 Helfer, die das Festival gemeinsam stemmen. Gespielt und Musik gemacht wird auf vier Bühnen: Draussen, Drinnen, U25-Bühne für Nachwuchsbands und im aufgerüsteten Kunstzelt.

Die besonderen Tipps der Programmgruppe im Verein, die in langen Diskussionen die Bands für 2015 verpflichtet haben: L' Aupaire, Indie-Pop; JJ Rosa, tanzbarer HipHop Soul; Pupkulies & Rebecca, tanzbar, elektronisch, melancholisch; Akua Naru mit Rap, Jazz und Soul. Die bekanntesten Musiker sind Wanda aus Wien und Joris. „Wir freuen uns, dass sie trotz ihrer Erfolge beim U&D nicht abgesagt haben,“ freut sich Duggen.

Aber U&D ist eben mehr als nur Musik. Es gibt neben vielen Verkaufsständen auch ein umfassendes Begleitprogramm: Donnerstag und Freitag Hüpfburgen und Kletterwand, Samstag und Sonntag zusätzlich im Aktionszelt „Eine Reise ins Mittelalter“.

Dann noch dabei sind im Kunstzelt Ausstellungen und auf der Bühne Comedy, Musik-Kabarett, Improtheater und vieles mehr. Und auf dem Gelände wird der vierte Pfeiler der Brücke der „Deutschen Einheit“ mit offizieller Genehmigung mit Streetart verschönt. Die Truppe von Laserkoala, die sich sonst mit kunstvollen Gebilden aus Bierkisten in Szene setzten, werden 2015 zeigen, was man mit 3000 Plastikbechern so alles anstellen kann.

Wer nach den offiziellen Öffnungszeiten des Festivals noch nicht genug hat, der kann sich den Aftershow-Partys Danach & Drinnen zuwenden. Und die steigen immer ab 23 Uhr am Donnerstag und Freitag in der MS Zufriedenheit (Kulturspeicher), Samstag Talavera Schlösschen und Sonntag in der Posthalle (Bahnhof). Und wie jedes Jahr gilt: Wer mit Bus oder Straßenbahn ankommt, braucht sich nicht um sein Auto zu kümmern. Wer dennoch einen Parkplatz sucht: Die Talavera kostet für die Dauer des Festivals fünf Euro pro Einfahrt inklusive 50 Cent Getränkegutschein.

Die goldene Regel der Organisatoren: Kein Essen und Trinken von zu Hause mit auf den Platz bringen. Das Festival lebt vom Verkauf. „Nur so“, sagt Duggen, „können wir auch nächstes Jahr noch garantieren, dass es keinen Eintritt kostet.“

Die Spielzeiten des U&D: Donnerstag, 18. Juni, 18.05 bis nach 24 Uhr; Freitag, 19. Juni, 18.05 bis nach 24 Uhr; Samstag, 20. Juni, 13.10 bis 0.15; Sonntag, 21. Juni, 11 bis etwa 23 Uhr.

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