Thüngen

350 Jahre lang lebten Juden in Thüngen

Der Ort tat sich schwer mit der Aufarbeitung seiner Geschichte. 1837 waren fast 40 Prozent der Ortsbewohner jüdischen Glaubens. 1942 lebten keine Juden mehr im Ort
Auf Anregung des früheren Thüngener Pfarrers Robert Foldenauer wurde an der ehemaligen Thüngener Synagoge eine Gedenktafel angebracht.
Foto: Günter Roth | Auf Anregung des früheren Thüngener Pfarrers Robert Foldenauer wurde an der ehemaligen Thüngener Synagoge eine Gedenktafel angebracht.

Fast 400 Jahre lang waren die Juden ein fester Bestandteil Thüngens. Als im 16. Jahrhundert die Würzburger Fürstbischöfe die Juden im Bistum größeren Schikanen aussetzten und dann unter Julius Echter um 1550 quasi aus Würzburg vertrieben, fanden diese Menschen vor allem in den Territorien der freien Reichsritterschaft eine neue Heimat. Darunter auch bei den Freiherren von Thüngen. Anlass dafür war nicht nur reine Menschenfreundlichkeit, vielmehr konnte man so den Würzburger Bischöfen eins auswischen; die zugezogenen Mitbürger brachten neue Impulse und hatten den besonderen "Schutzjudenpfennig" zu bezahlen.

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