MARKTHEIDENFELD

3500 Besucher beim Wonnemar-Baustellenfest

Ein Schwimmbad für alle Generationen soll das Wonnemar sein - und obwohl es noch gar nicht fertig ist, wurde dieses Ziel am Samstag zum ersten Mal erreicht: Rund 3500 Menschen kamen beim Baustellenfest auf das Gelände, auf dem sich früher das Maradies befand - und das, obwohl es immer wieder regnete und die Temperaturen alles andere als sommerlich waren.
Spiel mit verbundenen Augen: Die Kinder dirigierten den Baggerfahrer, der mit Hilfe ihrer Anweisungen versuchte, Bälle aus einem mit Wasser gefüllten Planschbecken in seine Schaufel zu bekommen. Foto: BENEDICT ROTTMANN

Ein Schwimmbad für alle Generationen soll das Wonnemar sein – und obwohl es noch gar nicht fertig ist, wurde dieses Ziel am Samstag zum ersten Mal erreicht: Rund 3500 Menschen kamen beim Baustellenfest auf das Gelände, auf dem sich früher das Maradies befand – und das, obwohl es immer wieder regnete und die Temperaturen alles andere als sommerlich waren. Sie alle wollten einen ersten Eindruck bekommen, was sie nach der Eröffnung des Bades im Dezember erwartet.

 

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Rundgang durchs Wonnemar

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Wonnemar-Baustellenfest

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Jeder, der einen Rundgang mitgemacht hat, wird es ähnlich empfunden haben: Die Dimensionen des Wonnemar sind beeindruckend und überragen das, was man vom Maradies gewohnt war, um Längen. Auch wenn im Inneren des Gebäudes noch die Farbe Grau dominiert, lässt sich schon jetzt sagen, dass das Ambiente heller ist als früher.

Noch bevor am Samstag um 10 Uhr das Fest offiziell begann, wurden die über 70 geladenen Gäste durch den fertigen Rohbau geführt. Zunächst ging es hinein ins Sport- und Familienbad, in dem die Größe der drei Becken (Kinder-, Familien- und Sport-Schwimmerbecken) bereits zu erkennen ist. Die Röhrenrutsche wird in Kürze angeliefert.

Neu für Marktheidenfeld ist der Thermenbereich, das Gesundheitsbad. Hier wird es Solebecken (innen wie außen), Erlebnisduschen, ein Kneipp-Becken, einen Whirlpool, einen Wasserfallturm, eine Grotte und eine Ruhegalerie mit Blick hinaus in die Natur geben – kurzum: alles, was die Menschen brauchen, die ein paar Stunden Erholung suchen.

 

Eine Etage höher entsteht die Sauna- und Wellness-Landschaft, die ebenfalls einige Nummern größer ist als die im Maradies. Das obere Stockwerk ist für Menschen, die sich mit dem Gehen schwer tun, über einen Aufzug zu erreichen. Von dort bietet sich ein schöner Blick ins Maintal, zum Beispiel aus der Panoramasauna, und man kann direkt hinaus in den Saunagarten im Grünen.

So einfach wie beim Baustellenfest werden die Badegäste nach der Eröffnung des Wonnemar natürlich nicht von einem Bereich in den anderen gelangen. Dazwischen werden Drehkreuze installiert, die man mit einem Armbändchen, das man am Eingang bekommt, passieren kann. Mit dem Bändchen, an dem sich ein runder Chip befindet, kann man im gesamten Wonnemar bargeldlos bezahlen. Die Schuld wird dann beim Verlassen des Bades an der Kasse beglichen. Hier zahlt man auch nach, wenn man zum Beispiel ursprünglich nur ins Familienbad wollte, dann aber spontan doch noch in die Sauna gegangen ist.

„Wir legen Wert auf eine moderate und sozial verträgliche Preispolitik.“

Volker Kurz, Interspa-Geschäftsführer

Dass die Preise aus Maradies-Zeiten nicht zu halten sind, ist bei dem Angebot im Wonnemar nachvollziehbar. Doch in welchem Rahmen werden sie sich bewegen? Volker Kurz, der Geschäftsführer der Interspa-Gruppe, die das Bad betreiben wird, nannte zwar keine Zahlen. Doch er versprach, Interspa lege Wert auf eine „moderate und sozial verträgliche Preispolitik“. Der Eintritt solle für jeden bezahlbar sein: „Eine Kinokarte ist die Referenz“, sagte Kurz. Er kündigte an, voraussichtlich Anfang Oktober werde Interspa „en detail mit Preisen aufwarten“.

Stichwort Geld: Die Investitionskosten für das Wonnemar werden so hoch sein wie kalkuliert, also bei 16 Millionen Euro liegen. Eine böse Überraschung wie beim Bad Solymar in Bad Mergentheim wird es in Marktheidenfeld also nicht geben. In Bad Mergentheim kam der Umbau deutlich teurer als veranschlagt – so teuer, dass der Generalunternehmer Insolvenz anmelden musste und die Sanierung auf Eis liegt.

Interspa-Geschäftsführer Kurz sagte, sein Unternehmen sei auch in Bad Mergentheim im Bieterverfahren gewesen. Weil das Angebot von Interspa jedoch 1,5 Millionen Euro teurer war, bekam die Firma g1 von Marcus Steinhart, dem Sohn des Kristallbäder-Chefs Heinz Steinhart, der in Marktheidenfeld vor zehn Jahren ein neues Schwimmbad bauen wollte, den Zuschlag. „Jetzt wird das Solymar möglicherweise drei Millionen Euro teurer – und die Kommune hat das Fiasko“, sagte Kurz.

Nicht nur kostentechnisch, auch zeitlich liegt man in Marktheidenfeld im Plan. John Engeln vom Generalunternehmer Pellikaan war voller Zuversicht: „Es gibt keinen Anlass zu sagen: Eine Eröffnung Ende des Jahres ist nicht möglich.“ Alle Schwimmbegeisterten, die nun schon das zweite Jahr ohne eigenes Bad in Marktheidenfeld überstehen müssen, können sich also auf Dezember freuen.

Viele von ihnen kamen am Samstag zur Wonnemar-Baustelle, um „ihr“ neues Schwimmbad zu begutachten. Dort gab es ein buntes Programm für Groß und Klein: ein Bungee-Trampolin, eine Torwand, Kinderschminken – und wer wollte, konnte sich mit dem Wonnemar-Maskottchen „Wonni“ fotografieren lassen. Der Spa-Bereich bot kostenlose Beauty-Anwendungen an.

Rege genutzt wurde auch die „Wonnemar-Jobbörse“, an der man sich über offene Stellen informieren konnte. Im neuen Marktheidenfelder Schwimmbad entstehen 40 Arbeitsplätze. Wilko van Rijn, Centermanager des Wonnemar in Marktheidenfeld, sagte, die ersten Bewerbungsgespräche seien bereits geführt worden. Vier Wochen vor der Eröffnung werden die neuen Mitarbeiter beginnen.

Die Bewirtung der Gäste übernahm am Samstag der Faschingsverein „Lorbser“. Sabrina Kemmer und Daniel Pesch von Radio Charivari sorgten für Unterhaltung. Weil es nur wenige Parkplätze gab, fuhr ein Shuttlebus im Halbstundentakt zum Wonnemar-Gelände.

Wonnemar Marktheidenfeld

Das neue Schwimmbad in Zahlen:

Bruttogrundfläche: 9537 qm;

Wasserflächen gesamt: 2482 qm;

davon im Sport-/Familienbad: 487 qm,

im Gesundheitsbad: 370 qm,

in der Sauna: 30 qm,

im Freibad: 1595 qm.

Kapazitäten: Hallenbad, Gesundheitsbad und Sauna: 813 Personen;

Sitzplätze Gastronomie: 116 Personen;

Anzahl Liegen: 210

Lichtdurchflutet: das Sport- und Familienbad mit dem Schwimmerbecken.
Spaß auf der Rutsche.
Kinder ließen sich schminken.
Das Bungee-Trampolin war beliebt.

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