Himmelstadt

45 negative Rückmeldungen zum Spielplatz

Vor allem am geplanten Spielplatz im Projekt "Himmelspark" gab es bei der Bürgerbefragung Kritik. 100 ausgefüllte Fragebögen gingen ein, was bei 750 Haushalten rund 13 Prozent entspricht. Für die Initiative Himmelspark stellte Gemeinderat Jürgen Döll die Ergebnisse im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vor.

Generell konnten die Bürger neun Themenbereiche in Kategorien von "im Wesentlichen gut" über "sollte überarbeitet werden" bis hin zu persönlichen Vorschlägen bewerten. Was beim Glaspavillon geplant ist, unter anderem größere Pflasterflächen und Sitzstufen, fanden 67 Bürger (entspricht 67 Prozent) positiv. Auch zum Briefmarkenpfad und Kriegerdenkmal überwogen bei weitem die positiven Stimmen. Die Idee einer Toilettenanlage wurde allerdings schon vor der Befragung heftig kritisiert. Schon im Frühjahr ging dazu ein Widerspruch samt Unterschriftenliste bei Bürgermeister Herbert Hemmelmann ein.

Beim Spielplatz stehen dagegen 37 positive 45 negativen Rückmeldungen gegenüber. Im Detail wurde kritisiert, dass im Konzept keine Spielgeräte eingezeichnet waren und ein Wasserspielplatz am Bachlauf nicht das ganze Jahr nutzbar sein. Zudem wurde eine Ressourcenverschwendung (Trinkwasser) kritisiert. Allerdings läuft bei solchen Anlagen Wasser nicht dauerhaft, sondern auf Anforderung.

Rad- und Fußweg trennen

Bei der Gestaltung des Platzes am Pumphaus und dem Kneippbecken überwogen die positiven und neutralen Rückmeldungen bei weitem. Am meisten Zustimmung gab es mit 71 positiven Rückmeldungen für die Trennung des derzeit gemeinsamen Rad- und Fußweges.

Zusammenfassend lasse sich sagen, so Jürgen Döll, das in 87 Prozent der Fragebögen keine besonderen Bedenken geäußert wurden. Später wurde aus dem Gremium gesagt, man solle die wenigen negativen Stellungnahmen nicht überbewerten. Es gab auch auch Stimmen dafür, den vorhandenen Spielplatz im Wesentlichen beizubehalten.

Manche Gemeinderäte hatten sich den Bericht zur Befragung und auch Fragebögen schon vorab angeschaut. Wolfgang Kübert hatte den Eindruck gewonnen, viele Bürger wollten eine Aufwertung für den Ort an sich, aber nicht groß Ausflugsgäste und Touristen anlocken. "Dann dürfen wir eigentlich gar nichts machen und bauen am besten einen Zaun um Himmelstadt", hielt Willi Stamm dagegen. Himmelstadt liege aber nun einmal an einem Fünf-Sterne-Premium-Radweg.

Einige Räte wussten zudem zu berichten, Himmelstadter Eltern mit Kindern besuchten auch gerne einmal Spielplätze in Thüngersheim oder Laudenbach. Letztlich relativierte Ingrid Haimann, sie verstehe das so, dass sich die Bürger wünschten, der Himmelspark solle auch etwas für die Himmelstadter sein. Und Wolfgang Kübert versicherte, er wolle Auswärtige nicht aussperren.

Frage der Umsetzbarkeit

Die Bürgerbefragung wird nun auch an das Planungsbüro weiter geleitet. Eine andere Frage ist, was umsetzbar sein wird. Einige Ausfüller der Bögen hatten sich auch Gedanken um die Finanzierbarkeit gemacht. Dazu sagte Bürgermeister Herbert Hemmelmann, bei allem Realismus dürfe man ja auch mal träumen. Bei der Aufstellung des Haushaltes werde man dann sehen, was die Corona-Pandemie an Geld (insbesondere Fördermitteln) übrig ließ.

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