Karlstadt

48 Ehrenamtliche beim Landkreis Main-Spessart tätig

Kreistag beschloss Stellenplan: Mit 389 Vollzeitstellen sind es heuer vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Landrat will betriebliches Gesundheitsmanagement ausbauen.
Auch Führungskräfte der Feuerwehr sind ehrenamtlich für den Landkreis tätig und erhalten eine Aufwandspauschale.
Auch Führungskräfte der Feuerwehr sind ehrenamtlich für den Landkreis tätig und erhalten eine Aufwandspauschale. Foto: Patrick Seeger

Zusammen mit dem Kreishaushalt beschloss der Kreistag auch den Stellenplan des Landkreises. Mit 389 Vollzeitstellen, das sind 14,5 Stellen oder knapp vier Prozent mehr als vor einem Jahr, ist der Landkreis auch ein bedeutender Arbeitgeber. Zudem sind dem Landratsamt vom Freistaat Bayern insgesamt 70,75 Stellen für staatliche Aufgaben zugewiesen und es gibt 48 ehrenamtlich tätige Personen, für die keine Stellen im Plan ausgewiesen sind.

Wie Matthias Widmer von der Verwaltung bei der Vorstellung im Kreisausschuss erklärte, sind drei der zusätzlichen Stellen nur vorübergehend für die Durchführung des Zensus 2021 (früher auch Volkszählung genannt) nötig.

Betrachtet man den Personalbedarf nach Sachgebieten, so gibt es zusätzliche Stellen unter anderem in der Hauptverwaltung, in der Personalabteilung und beim ÖPNV, außerdem im Gesundheitswesen und in der Bauabteilung. Hier sorgen Mehrarbeit im Bereich Denkmalschutz, Wohnungsbauförderung, Digitalisierung sowie Umwelt- und Brandschutz für drei zusätzlichen Stellen, was aufgrund von teils halben Stellen (Teilzeit) fünf neuen Mitarbeitern entspricht.

Für drei Mitarbeiter, die in diesem Jahr in die Freistellungsphase der Altersteilzeit eintreten, ermöglichen drei zusätzliche Stellen die unverzügliche Nachbesetzung ihrer Position.

Der Landkreis ist auch Ausbilder

Unverändert gegenüber dem Vorjahr ist, dass der Landkreis Dienstherr von 58 Beamten ist. Bei den Tarifbeschäftigten sind 292 Planstellen eine Steigerung um 11,5 Stellen gegenüber 2019. Der Kreis bildet derzeit vier Verwaltungsfachangestellte und einen Straßenwärter aus, für das Ausbildungsjahr 2020 wurden vier Auszubildende zum Verwaltungsfachangestellte neu eingestellt. Im Bereich der Beamtenausbildung sind es insgesamt sechs Anwärter, vier werden in diesem Jahr ihre Ausbildung abschließen. Über das Soldatenversorgungsgesetz werden dem Kreis vermutlich noch zwei Anwärter zugewiesen.

Vom Freistaat Bayern sind dem Landkreis 53,25 Beamtenstellen, sechs Beamtenanwärter und 11,5 Stellen für Tarifbeschäftige zugewiesen. Bei den 48 ehrenamtlich tätigen Personen handelt es sich um Feuerwehrdienstgrade, Kreisheimatpfleger, Archivpflege, den Kreisbildstellenleiter, Jagdberater und Ehrenamtliche der Naturschutzwacht.

"Sind 70,75 staatliche Stellen Durchschnitt?", fragte Kreisrat Walter Höfling. Beantworten konnte Matthias Widmer die Frage nicht, weil es keine Vergleichswerte gebe. "Wir würden uns mehr staatliches Personal wünschen", sagte dagegen Landrat Thomas Schiebel. Es gebe Studien, dass Kommunen im Schnitt 1,5 bis zwei Millionen Euro an Personalkosten für staatliche Aufgaben ausgeben.

Umstellung auf E-Akte wirkt sich aus

Weiter erklärte der Landrat, die Arbeitsweise habe sich in den vergangenen Jahren geändert. "Reine Schreibkräfte gibt es nicht mehr", die Sachbearbeiter müssten nun ganzheitlich arbeiten bis zur Erstellung von Schreiben und Bescheiden. Die Umstellung auf die E-Akte bedeute auch Mehrarbeit, so ist eine halbe neue Stelle im Baurecht für Digitalisierung eingeplant. Schon jetzt werden von der Poststelle alle auf Papier eingehenden Schreiben zur Weiterverarbeitung eingescannt.

Vor der Abstimmung machte der Landrat deutlich, dass der Kreis auch Verantwortung für seine Mitarbeiter trägt: "Wir müssen mehr für unsere Mitarbeiter tun." Sozialräume vorzuhalten sei zu wenig, so müsse das betriebliche Gesundheitsmanagement ausgebaut werden.

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