Lohr

5000 Euro für fünf Projekte im Spessart

Die lokale Leader-Aktionsgruppe (LAG) Spessart freut sich zusammen mit den Gewinnern des zweiten Förderaufrufs. In der vorderen Reihe sind zu sehen (von links): die beiden LAG-Manager Peter Niehoff und Torsten Noe, Karl-Heinz Ebert (Arbeiterwohlfahrt Lohr), Michaela Münch (Spessart-Adventsmarkt an der Bayerischen Schanz), Susanne Neuner (Waldkindergarten Lohr), Detlef Fischer und Eberhard Freye (Verschönerungsverein und Feuerwehr Weickersgrüben), Ellen Diemer (Förderverein Realschule Gemünden) und LAG-Vorsitzende Marianne Krohnen.
Foto: Wolfgang Dehm | Die lokale Leader-Aktionsgruppe (LAG) Spessart freut sich zusammen mit den Gewinnern des zweiten Förderaufrufs.

Mit jeweils 1000 Euro aus dem Förderprogramm Leader werden fünf Projekte im Spessart unterstützt. Überreicht wurden die Preisgelder am Dienstagabend in der Waldschänke Bayerische Schanz.

Laut Marianne Krohnen, Geiselbacher Bürgermeisterin und Vorsitzende der lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG) Spessart, zielt das Förderprogramm darauf ab, Bürgerengagement und Ehrenamt zu stärken, um so das kulturelle, soziale, sportliche und ökologische Leben zu stärken.

Ihren Worten nach sind dem zweiten Förderaufruf bis Ende Januar insgesamt 17 Vereine und Organisationen gefolgt. Aus diesen Bewerbungen habe der Steuerkreis der LAG einstimmig fünf Projekte ausgewählt. Dies sind:

• Open-Air-Kino in Lohr: Die Arbeiterwohlfahrt Lohr möchte in Ergänzung zu den bestehenden Kinder- und Jugendkinotagen künftig im Außenbereich ihrer Begegnungsstätte ein Open-Air-Kino für Kinder, Jugendliche und deren Eltern anbieten.

• Elemente beim Spessart-Adventsmarkt: Im Rahmen der Waldillumination beim Spessart-Adventsmarkt an der Bayerischen Schanz sollen die Elemente Wasser, Luft/Wind, Feuer und Erde von Naturparkführern und ehrenamtlich agierenden Bürgern besser dargestellt werden. So sollen die vier Elemente als anschauliche Symbole gefertigt werden und verschiedene Musikgruppen sollen im Rahmen des Adventsmarktes einen kulturellen Beitrag leisten.

• Fairtrade-Schokolade an der Realschule Gemünden: Vor dem Hintergrund, dass die Realschule seit 2017 „Fairtrade-Schule“ ist, möchte der Förderverein nun selbst „Fairtrade-Schokolade“ herstellen und diese zu besonderen Anlässen wie Weihnachten oder Schulfest verkaufen. Für die Herstellung der Schokolade werden Küchenwaagen, Schokoladeformen und weitere Utensilien benötigt. Der Erlös aus dem Schokoladenverkauf soll an den Esperanza-Verein in Gemünden gehen.

• Schutzhütte Waldkindergarten Lohr: Bislang dienen dem Waldkindergarten zwei Bauwägen als Unterstand bei langanhaltender Kälte, extremer Nässe, Gewitter oder starkem Wind. Diese sollen nun, auch wegen erweiterter Betreuungszeiten, durch eine Schutzhütte ersetzt werden. Ferner soll die Hütte dem Waldkindergarten ermöglichen, waldpädagogische Fortbildungen und Workshops im Wald auch außerhalb der Sommermonate anbieten zu können.

• Sanierung des ehemaligen Schulsaals in Weickersgrüben: Verschönerungsverein und Feuerwehr wollen gemeinsam den Saal im ehemaligen Schulhaus, der sich zum Mittelpunkt des Orts- und Vereinslebens entwickelt hat, attraktiver gestalten. Zudem sollen defekte Fenster ersetzt und das gesamte Gebäude neu mit regenerativer Energie versorgt werden.

Nach der Preisübergabe stellte Gerlinde Stumpf die Freiwilligenagentur Emil (engagierte Menschen im Landkreis) vor. Ihren Worten nach hat der Landkreis Main-Spessart Emil im Mai 2010 installiert und im Dezember 2015 beschlossen, dass die Einrichtung unbefristet weiterlaufen soll. Emil vermittele interessierte Freiwillige an kooperierende gemeinnützige Einrichtungen verschiedenster Bereiche.

Auf große Resonanz stießen laut Stumpf die Emil-Projekte „Handy erklären“ und „Hilfe am Fahrkartenautomaten“ mit zusammen bislang 448 Teilnehmern. An Fortbildungen zum Versicherungsschutz im Ehrenamt haben ihren Worten bislang 183 Leute teilgenommen. Ein großer Erfolg sei auch das seit 2011 angebotene „freiwillige soziale Schuljahr“, das sich an die Acht- und Neuntklässler verschiedener Schularten richte.

Die Teilnehmer verpflichten sich laut Stumpf, in ihrer Freizeit mindestens 80 Stunden im Jahr in einer sozialen Einrichtung (Kindergarten, Seniorenheim, Tafel, Museum, Tierheim usw.) mitzuhelfen; oft seien die Schüler so begeistert, dass es deutlich mehr Stunden würden. Von 2011 bis Juli 2017 absolvierten ihren Worten nach 857 Schüler im Landkreis Main-Spessart ein „freiwilliges soziales Schuljahr“ – was zusammengerechnet mindestens 68 560 Stunden ergebe.

Abschließend wies Marianne Krohnen noch darauf hin, dass zum Jahresende 2018 der dritte Förderaufruf starte; sie hoffe auf erneut viele Bewerbungen seitens der Vereine und Organisationen.

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