Gramschatz

70 Floriansjünger nahmen Übung in Angriff

Eine Landkreisübergreifende Feuerwehrübung (Main-Spessart/Würzburg Land) fand vor kurzem in Gramschatz statt. Foto: Hanne Kremer

Die bayernweite Feuerwehraktionswoche eines jeden Jahres Ende September sorgt in besonderem Maße für Aufmerksamkeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr Gramschatz. Damit Feuerwehrleute ihre immer vielfältiger werdenden Aufgaben zufriedenstellend bewältigen können und die Sicherheit im Brand- und Katastrophenschutz und der technischen Hilfe aufrechterhalten bleibt, seien regelmäßige Übungen unerlässlich.

Zu einer Einsatzübung wurden dafür rund 70 Feuerwehrler der Feuerwehren aus Binsbach, Gänheim (beide Main-Spessart), Hausen, Erbshausen, Rimpar, Maidbronn und Gramschatz (alle Landkreis Würzburg) mit dem Einsatzstichwort „Brand Bürgerhaus in Gramschatz – mehrere Personen vermisst – eingeschränkte Wasserversorgung“ nach Gramschatz alarmiert.

Löschwasser aus den Fischweihern

Angenommen wurde ein Brand im Bereich des Kellers des als Jugendzentrum und Versammlungsstätte genutzten Gebäudes, sieben Personen galten als vermisst. Bis zum Eintreffen der Ortsfeuerwehr Gramschatz am Übungsobjekt, hatte sich der durch Diskonebel dargestellte Übungsrauch bereits bis ins Dachgeschoss ausgebreitet, wodurch ein Betreten des Gebäudes nur noch mit Atemschutz möglich war.

Besondere Schwierigkeit stellte laut Mitteilung die Tatsache dar, dass durch einen technischen Defekt in der Wasserversorgung Gramschatz, die Löschwasserversorgung von Anfang an durch die Entnahme aus den Gramschatzer Fischweihern sichergestellt werden musste.

Während die Gramschatzer Feuerwehr unter schwerem Atemschutz einen Erstangriff aus dem Wassertank des Löschfahrzeuges TSF-W 46/1 aufbaute und erste Maßnahmen zur Rettung der eingeschlossenen Personen einleitete, kümmerten sich die nächsteintreffenden Wehren aus Binsbach und Gänheim um eine lange Schlauchstrecke vom See in die Gramschatzer Ortsmitte zum Bürgerhaus.

Sieben Personen wurden bei der Einsatzübung vermisst und mussten geborgen werden. Foto: Hanne Kremer

Die Feuerwehren aus Hausen und Erbshausen unterstützten bei den Löschmaßnahmen und durchsuchten das Gebäude nach den vermissten Personen. Die Feuerwehr Rimpar verlegte mit ihrem Gerätewagen-Logistik mit dem Modul „Schlauchreserve“ eine zweite Förderleitung für die Löschwasserversorgung vom See und unterstütze, genau wie die Helfer der Feuerwehr Maidbronn, den Innenangriff und Durchsuchung des Bürgerhauses unter Atemschutz.

Technisch alles richtig gemacht

Die gesamte Koordination der Übung und „Einsatzleitung“ wurde laut Mitteilung vom örtlichen zuständigen Kommandanten der Feuerwehr Gramschatz, Dirk Wiesner, durchgeführt. Er holte sich dabei Unterstützung von weiteren Führungs- und Einsatzkräften. Vorbereitet hatte die Übung Kreisbrandmeister (KBM) Markus Fleder aus Rimpar, der auch als Übungsbeobachter zusammen mit KBM Axel Jung aus Hausen und KBM Florian Fischer aus Veitshöchheim vor Ort war.

In einer Abschlussbesprechung dankten die Übungsleiter allen eingesetzten Feuerwehrleuten für ihre engagierte, landkreisübergreifende Zusammenarbeit. Technisch wurde bei der Übung alles richtig gemacht und die im Brandrauch eingeschlossenen Übungsdarsteller zügig befreit, heißt es im Pressebericht. Nachgebessert werden müsse bei der effektiven Nutzung des Digitalfunkes. Für den Winter empfahl der Kreisbrandmeister den Feuerwehren die Bedienung der Funkgeräte intensiv zu üben und kennenzulernen.

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