Heßlar

80 Meter in die Tiefe: Baugrunderkundungen für die B26 n

Das Staatliche Bauamt will die Bohrung später auch als Grundwassermessstelle nutzen zur Überwachung der Heßlarer Trinkwasserbrunnen.
Südlich von Heßlar, auf halbem Wege zwischen ehemaliger Kläranlage und Thüngen, entsteht ein etwa 70 Meter tiefes Bohrloch. Erstellt wird es von der Firma 'iBEG' aus dem thüringischen Mühlhausen.
Foto: Ernst Schneider | Südlich von Heßlar, auf halbem Wege zwischen ehemaliger Kläranlage und Thüngen, entsteht ein etwa 70 Meter tiefes Bohrloch. Erstellt wird es von der Firma "iBEG" aus dem thüringischen Mühlhausen.

Das Staatliche Bauamt Würzburg plant derzeit den zweiten Abschnitt der B26 n zwischen Müdesheim an der Kreisstraße MSP 6 und Karlstadt. Für die weiteren Planungen werden seit Februar Baugrunderkundungsarbeiten entlang der zukünftigen Trasse durchgeführt. Mit der schweren Rammsonde, mit Bohrungen und Baggerschürfungen wird sondiert. Eine Fachfirma mit drei Bohrtrupps ist vor Ort.

Vergangenen Mittwoch begann südlich von Heßlar, Karlstadts östlichst gelegenen Stadtteil, auf halbem Weg zwischen der ehemaligen Heßlarer Kläranlage und Thüngen, die Firma "iBEG" aus Mühlhausen (Thüringen) eine Tiefbohrung mit einer Tiefe von 70 bis 80 Metern. Sie ist die einzige Bohrung, die außerhalb des geplanten Trassenverlaufes liegt. Der geplante Straßenverlauf führt nördlich an Heßlar vorbei. Bohr- und Rammgeräusche weisen den Weg zur Baustelle.

Diese Bohrung südlich von Heßlar wird je nach der Beschaffenheit des Untergrundes voraussichtlich fünf Arbeitstage beanspruchen. Laut Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Würzburg dient das so entstehende Bohrloch nicht nur der Erkundung des Bodens, sondern soll zu einer Grundwassermessstelle ausgebaut werden. Dadurch werde die Überwachung der Heßlarer Trinkwasserbrunnen sowie die Beweissicherung während der anstehenden Erkundungsarbeiten im Wasserschutzgebiet möglich.

Bei der Bohrung werden zuerst Metallrohre in den Boden gerammt und dann der Boden im Innern der Metallrohre herausgeholt. Obwohl erst am 4. Juni begonnen, hatte man mit dieser Technik bereits am Donnerstag eine Tiefe von elf Metern erreicht. Begonnen wurde bereits im Februar mit den Sondierungen mittels schwerer Rammsonde.  Die gesamten Baugrunderkundungen werden noch bis voraussichtlich September dauern.

Insgesamt rund 100 Bohrungen vorgesehen

Insgesamt sind während der Anfang Mai gestarteten Bohrkampagne rund 100 Bohrungen mit einer Tiefe zwischen vier und 30 Metern geplant. Abgesehen von der Tiefbohrung bei Heßlar liegen die Bohrungen im geplanten Verlaufsbereich der B26 n und sind bereits zu einem Drittel abgeschlossen. Voraussichtlich noch bis 10. Juni  gehen die Bohrungen an der Bundesstraße B27 zwischen Karlstadt und Eußenheim und an der Staatsstraße St 2301 zwischen Eußenheim und Schönarts. Die Bohrungen an der B27 zwischen Karlstadt und Eußenheim etwa 200 Meter vor der Flugplatzeinfahrt (von Karlstadt kommend), begannen unter halbseitiger Sperrung der Bundesstraße am 3. Juni. An vier Stellen geht es jeweils vier Meter in die Tiefe. Nächste Woche folgt die Bohrstelle zwischen Eußenheim und Schönarts mit 30 Metern Tiefe.

Bei den Bohrungen werden Bohrkerne entnommen, anhand derer und weiterer ergänzender Laboruntersuchungen der beauftragte Gutachter vom Ingenieurbüro Kempfert + Raithel Geotechnik GmbH (Würzburg) die Eigenschaften des anstehenden Baugrundes beurteilen kann.

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