MARKTHEIDENFELD

A 3 wird für einige Jahre Dauerbaustelle

Für die meisten Pendler zwischen Rohrbrunn und Aschaffenburg sind Staus auf der A 3 seit vielen Jahren Alltag. Doch in absehbarer Zeit müssen auch Autofahrer, die im Raum Marktheidenfeld auf der Autobahn unterwegs sind, vermehrt mit Staus an Nadelöhren rechnen. Denn die Autobahn wird zwischen der Anschlussstelle Rohrbrunn und der Anschlussstelle Helmstadt in den kommenden Jahren zu einer Dauerbaustelle. Bis ins Jahr 2019 plant die Autobahndirektion Nordbayern den sechsspurigen Ausbau des 36 Kilometer langen Autobahnabschnitts. Zusammen mit dem aktuell im Bau befindlichen Kauppenaufstieg entstehen Kosten von insgesamt 354 Millionen Euro.

Los geht es im Frühjahr 2015 mit dem Ausbau der A 3 in Baden-Württemberg (etwa sieben Kilometer langer Abschnitt westlich der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt) inklusive des daran anschließenden zwei Kilometer langen bayrischen Abschnitts bei Helmstadt. Die Vorarbeiten wie Fahrbahnertüchtigung oder das Freimachen des Baufelds beginnen noch in diesem Jahr, finden aber außerhalb der Richtungsfahrbahnen statt. Der Abschluss ist mit dem Einbau der neuen Deckschicht für Frühjahr 2017 geplant. Die Kosten betragen für diesen Abschnitt rund 75 Millionen Euro.

„Bei bestandsgebundenem Ausbau, wie es an der A 3 der Fall ist, wird der Umgriff der vorhandenen Fahrbahn in den Ausbau einbezogen“, erklärt Edith Kolarik von der Pressestelle der Autobahndirektion Nordbayern. Während also die eine Richtungsfahrbahn neu gebaut wird, nimmt die andere Richtungsfahrbahn den Verkehr auf. Die Länge der Bauabschnitte sei so konzipiert, dass beide Richtungsfahrbahnen innerhalb von zwei Jahren gebaut werden könnten.

Der sechsspurige Ausbau zwischen der Anschlussstelle Marktheidenfeld und der bayrisch-baden-württembergischen Landesgrenze soll in den Jahren 2016 und 2017 erfolgen. Auch in diesem Bereich beginnen die Vorarbeiten bereits einige Monate früher, voraussichtlich gegen Ende 2015. Die Kosten belaufen sich auf 62 Millionen Euro.

Die beiden verbleibenden Abschnitte jeweils im Anschluss an die Haseltalbrücke sind – vorausgesetzt die Finanzierung steht – zwischen 2016 und 2019 vorgesehen. Für den Ausbau zwischen der Anschlussstelle Rohrbrunn und der Haseltalbrücke ergeben sich Kosten von 51 Millionen Euro, für jenen zwischen der Haseltalbrücke und der Anschlussstelle Marktheidenfeld 48 Millionen Euro.

Aufgrund ihres schlechten Zustandes ist auch die Rohrbruchbrücke bei Rohrbrunn erneuerungsbedürftig. Die Kosten hierfür werden auf 15 Millionen Euro beziffert. Die restlichen Brücken werden infolge des sechsspurigen Ausbaus erneuert.

Licht am Ende des Tunnels ist lediglich für den acht Kilometer langen Kauppenaufstieg (Kauppenbrücke bei Waldaschaff bis Anschlussstelle Rohrbrunn) in Sicht: Die aktuellen Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr abgeschlossen sein, die Verkehrsfreigabe für den 103 Millionen Euro teuren Abschnitt ist für den Herbst 2015 geplant.

Elefantenrennen auf der Autobahn. Foto: Karsten Fehr

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