GEMÜNDEN

Abschluss ist das Sprungbrett überhaupt

28 Absolventinnen der Theodosius-Florentini-Schule in Gemünden wurden jetzt mit dem Abiturzeugnis in der Tasche entlassen.
28 Absolventinnen der Theodosius-Florentini-Schule in Gemünden wurden jetzt mit dem Abiturzeugnis in der Tasche entlassen. Foto: Herbert Hausmann

28 Absolventinnen der Theodosius-Florentini-Schule wurden jetzt mit dem Abiturzeugnis in der Tasche entlassen. In einer Feierstunde gratulierte ihnen die Schulfamilie zum „höchsten schulischen Bildungsabschluss, den man in Deutschland erreichen kann“. „Er ist das Sprungbrett überhaupt. Wohin auch immer Sie tendieren – das Wissen und Können, die erworbenen Fertigkeiten und Kompetenzen aus den zurückliegenden Jahren werden Ihnen eine Hilfe, ein Türöffner sein“, sagte Direktor Robert Wolz bei der Feierstunde.

„Dieser Jahrgang 2018 trägt sich mit dem Gesamtschnitt von 2,2 im ersten Drittel in die Annalen der Theodosius-Florentini-Schule, des früheren Mädchenbildungswerkes (MBW), ein“. So lautete die statistische Würdigung des Entlassjahrgangs der Schule durch Robert Wolz. Zu dieser Leistung gratulierte er den Absolventinnen, aber auch all denen, die die nun ehemaligen Schülerinnen während der vergangenen Jahre unterstützt haben. Angefangen vom Elternhaus, dem Freundeskreis, dem Team der erfahrenen Lehrpersonen sowie allen Mitarbeitern der Schule und den Kreuzschwestern.

Die letzte Hausaufgabe

Doch neben den Abiturzeugnissen, den Glückwünschen und guten Wünschen für die Zukunft, gab der Schulleiter den jungen Damen einige Gedanken für den weiteren Lebensweg als „die letzte Hausaufgabe“ mit.

Sie überschrieb er mit dem Oberbegriff der Tugend. „Tugend ist die Eigenschaft oder Einstellung, die dazu beiträgt, dass ein Mensch, aber sogar auch eine Sache, etwas taugt. Tugend im Sinn von Tauglichkeit hat viel damit zu tun, ob jemand zu gelingendem Leben beitragen kann oder eher Bremser, Verhinderer oder Störer ist.“

In seinen weiteren Ausführungen beleuchtete Robert Wolz „die vier Kardinaltugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit/Zivilcourage und Maßhalten“. Eigenschaften, wie sie mehrfach im biblischen Buch der Weisheit, beim Tragödiendichter Aischylos, bei Sokrates, Platon und unzähligen philosophischen Nachfolgern als Grundlage für eine Gemeinschaft ähnlich definiert und wertgeschätzt wurden. In seinen Ausführungen dazu zitierte Wolz auch mehrfach den Schweizer Jesuit Niklaus Brantschen.

Kardinaltugenden

In den Unterrichten, vor allem in Religion, Sozialkunde, Geschichte oder Naturwissenschaften, haben die Abiturientinnen genügend Impulse und Anstöße mitnehmen konnten, um zu erkennen, wie sehr „diese Kardinaltugenden für unser soziales Miteinander wesentlich sind“. Zu diesen zählte der Direktor der Theodosius-Florentini-Schule noch die drei „wichtigsten theologischen Tugenden: Glaube, Hoffnung, Liebe“. Sie seien keine konkreten Handlungsvorschriften, sondern von Christen verlangte Einstellungen und innere Haltungen.

Mit einem Spruch der österreichischen Erzählerin Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, verabschiedete Robert Wolz offiziell den Abiturjahrgang: „Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die Zeit vorüber, in der man kann.“

Im Festsaal des Klosters feierten die Absolventinnen zusammen ihren Angehörigen, Lehrkräften und Klosterschwestern das Ende dieser schulischen Ausbildung.

Besondere Auszeichnungen erhielten:

Jahrgangsbeste: Emely Trenkwalder und Corinna Fassin (beide 1,4).

Online-Stipendien: Emely Trenkwalder, Corinna Fassin und Sandra Brell.

Biozukunftspreis: Corinna Fassin.

Jahrgangsbeste Chemie: Sandra Brell.

Preis der Deutschen Mathematiker Vereinigung: Firdes Kilic.

Die Absolventinnen

Der Abiturjahrgang 2018 der Theodosius-Florentini-Schule:

Kristin Ammersbach (Sachsenheim), Leonie Bode (Gemünden), Kristina Breitenbach (Lohr), Sandra Brell (Diebach), Johann Bübl (Lohr), Jessica Daus (Aura im Sinngrund), Corinna Fassin (Lohr), Lea Hofmann (Aura im Sinngrund), Elea Hristov (Lohr), Julia Huller (Burgsinn), Antonia Humbek (Aura im Sinngrund), Firdes Kilic (Eußenheim), Elisa Kohlhepp (Karlburg), Mona Ludwig (Gemünden), Natalie Mennig (Karsbach), Julia Müller (Karlstadt), Meike Neuf (Neuhütten), Emilia Obert (Wernfeld), Theresa Ott (Wiesenfeld), Maxime Reichel (Gemünden), Emely Riedmann (Wiesenfeld), Anne Rohner (Gemünden), Leonie Sauer (Adelsberg), Laureen Schmitt (Karlburg), Lena Schreiber (Wohnrod), Eva Thremer (Lohr), Yiwen Tian (VR China) sowie Emily Trenkwalder (Karlstadt). (hn)

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