REGION WÜRZBURG

Acht Gemeinden, die miteinander können

Gemeinsam den Ton angeben in der Region: Die Taktgeber der Mitgliedsgemeinden zur ILE Main-Wald-Garten bei der Auftaktveranstaltung, (von links) Markus Höfling (Thüngersheim), Wieland Gsell (Zellingen), Thomas Benkert (Erlabrunn), Gundram Gehrsitz (Himmelstadt), ILE-Sprecher Uwe Klüpfel (Leinach), Anita Feuerbach (Zell), ALE-Leiter Robert Bromma, Karl Gerhard (Retzstadt) und Waldemar Brohm (Margetshöchheim).
Gemeinsam den Ton angeben in der Region: Die Taktgeber der Mitgliedsgemeinden zur ILE Main-Wald-Garten bei der Auftaktveranstaltung, (von links) Markus Höfling (Thüngersheim), Wieland Gsell (Zellingen), Thomas Benkert (Erlabrunn), Gundram Gehrsitz (Himmelstadt), ILE-Sprecher Uwe Klüpfel (Leinach), Anita Feuerbach (Zell), ALE-Leiter Robert Bromma, Karl Gerhard (Retzstadt) und Waldemar Brohm (Margetshöchheim). Foto: Herbert Ehehalt

Landkreis übergreifend die Lebensqualität und Arbeitsbedingungen in der Region zu verbessern und dabei dennoch Kosten zu sparen, das haben sich acht Gemeinden unter dem Namen „ILE Main-Wein-Garten“ zur Aufgabe gemacht. Und der gemeinsame Auftakt hierzu in der Leinachtalhalle in Leinach war äußerst viel versprechend. Mit mehr als 300 Besuchern übertraf die Teilnehmerzahl selbst die kühnsten Erwartungen.

Wenngleich sich die Gemeinden Erlabrunn, Himmelstadt, Margetshöchheim, Retzstadt und Thüngersheim mit den Märkten Zell und Zellingen mit dessen Ortsteilen Retzbach und Duttenbrunn an den Grenzen der Landkreise Würzburg und Main-Spessart befinden, haben sie doch viel gemeinsam. Vor allem können sie ganz offensichtlich miteinander reden – und musizieren. Ein gemeinsames Orchester aus über 40 Musikern unter der Leitung von Heiko Rügamer (Leinach) als erstes Projekt sorgte bei der Auftaktveranstaltung schon einmal erfolgreich für den guten Ton zum Frankenlied.

Symbol in Form eines Träubels

Mit einem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) für die betreffenden acht Kommunen mit zehn Orten gegenseitig von den jeweiligen Stärken profitieren und Schwächen gemeinsam kompensieren, das ist Ziel der interkommunalen Allianz. Von 305 unterfränkischen Gemeinden sind inzwischen 250 in solche Allianzen eingebunden. „In Bayern ist dies Spitze“, wie „Geburtshelfer“ Robert Bromma, Leiter des Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), betonte. Und alleine schon den gewählten Namen „ILE Main-Wein-Garten“ betrachtete Bromma als Garant für ein tolles Programm das daraus entstehen kann. „Aus der geografischen Anordnung der Mitgliedsgemeinden ergibt sich auch leicht ein passendes Symbol in Form eines Träubels.“

Schon bei der visuellen Einführung in die Auftaktveranstaltung protzten die jeweiligen Gemeinden mit ihren Vorzügen, um gleichzeitig aber auch den Finger in die durchaus auch vorhandenen Wunden zu legen. Gleich zu Beginn wurde so eines deutlich: Innerhalb der „ILE Main-Wein-Garten“ ist mindestens genauso viel Entwicklungspotenzial wie Entwicklungsbedarf vorhanden.

Dies bestätigte sich auch bei der gemeinsamen Ideensammlung, die zunächst auf die jeweiligen Gemeinden beschränkt wurde. Konkretisiert wurden die ortsbezogenen Beiträge in den Kompetenzteams für das Allianzgebiet unter den Aspekten Leben, Versorgen, Arbeiten, Gestalten und Sein.

Förmlich überschüttet wurden die beteiligten Büros H&S (Freising), Landschaftsarchitekten Faust (Karlstadt) sowie das Architekturbüro Gruber-Hettiger-Haus (Marktheidenfeld) mit Ideen aus dem Kreis der Teilnehmer. Mit dem Main als Lebensader, Landwirtschaft, Wald, Garten-, Obst- und Weinbau hat die Region alles, was eine Landschaft attraktiv macht, und damit ein enormes Entwicklungspotenzial. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Büros sollen nun innerhalb eines Jahres aus dem Ergebnis der Ideensammlung konkrete Projekte entwickelt werden. So genannte „Dialekt-Sprecher“ brachten abschließend ihre Eindrücke der Auftaktveranstaltung zum Ausdruck. Der Tenor dabei: Mir höm für a guadi G?schicht viel geredd, aber etz mössa mer a di Händ wackel lass, dass mer Mee üwergreifend zammwachsa! – Für ein gute Sache wurde viel geredet. Nun muss man die Hände wackeln lassen für ein Main übergreifendes Zusammenwachsen. Im Dialekt geht es auch schon weiter am kommenden Sonntag, 26. April, um 18 Uhr in der St.-Andreas-Kirche in Erlabrunn bei einem „Dialekt-Gottesdienst“.

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