Adelsberg

Adelsberg: Schulweg bleibt "nicht besonders gefährlich"

Die Gemündener Stadträte Kilian Blum und Martina Dittmeier setzten sich vergeblich dafür ein,  die Grundschüler kostenfrei mit dem Schulbus fahren zu lassen.
Gefährlich oder nicht? Der Schulweg von Adelsberg her führt über die Schwarze Brücke an der B 26 entlang zur Grundschule Wernfeld. Foto: Michael Fillies

Auch ein letzter Versuch, die Grundschüler aus Adelsberg sämtlich weiterhin kostenfrei den Schulbus benutzen zu lassen, ist verpufft. Der Adelsberger Stadtrat Kilian Blum (CSU) hat mit Unterstützung seiner Wernfelder Kollegin Martina Dittmeier (Ökokreis) vergeblich versucht, beim Landratsamt Main-Spessart einen Sinneswandel herbeizuführen. Die Behörde bleibt dabei: Der Schulweg zwischen Adelsberg und der Grundschule Wernfeld gilt nicht als "besonders gefährlich". Deshalb bekommen, wie berichtet, nur Schüler, die mindestens zwei Kilometer entfernt wohnen, kostenfrei eine Busfahrkarte. Das sind aktuell fünf Adelsberger Grundschüler, elf bekommen keine Fahrkarte mehr.  

Elf Schüler betroffen

Für besonders gefährlich hielt die Polizei den Schulweg nie, wohl aber etwa 15 Jahre lang das Ordnungsamt der Stadt Gemünden. Doch der Bayerische Kommunalen Prüfungsverband rügte die von der Stadt verursachten unnötigen Kosten und berief sich dabei auf den Schulwegbeauftragten des Landratsamts Main-Spessart, der die Einschätzung der Polizei teilt. Der Stadtrat Gemünden beugte sich, und somit gibt's seit Anfang des Schuljahrs keine Fahrfahrten mehr für die Adelsberger Grundschüler.

Bei elf Schülern, die es betrifft, sparen sich die Stadt Gemünden 1250 Euro und der Freistaat 3750 Euro im Jahr. Aber: Die Stadtverwaltung muss dem Freistaat die in den vergangenen zehn Jahren ungerechtfertigt erhaltenen Fahrkarten zurückzahlen.

Keine besondere Gefährlichkeit

Kilian Blum und Martina Dittmeier führten in einem Schreiben ans Landratsamt etliche Argumente ins Feld, unter anderem: Die fünf- bis zehnjährigen Kinder müssen zwei Straßen an Kreuzungen queren, auf engem Weg neben den Lastwagen an der B 26 entlang laufen und haben auf dem 40 Minuten langen Heimweg 100 Meter Höhenunterschied zu bewältigen.

Das Antwortschreiben aus Karlstadt weicht von der bisherigen Haltung nicht ab: Nach ständiger Rechtsprechung sei das Queren von Nebenstraßen grundsätzlich nicht als besonders gefährlich einzustufen. Des Weiteren sei auch der Weg entlang der Bundesstraße nicht besonders gefährlich, weil ein Gehweg vorhanden ist. Regelverstöße von Autofahrern seien zwar "nie auszuschließen, sie allein begründen aber keine besondere Gefährlichkeit des Schulwegs", heißt es in dem Brief an Kilian Blum.

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