Arnstein

Aktionstag bei Miwe: Stressabbau mit Weltmeister Thomas Lurz

Der erfolgreichste deutsche Schwimmer aller Zeiten, Thomas Lurz, war am Mittwoch beim Backofenhersteller Miwe. Er gab Tipps zum Stressabbau und zur Leistungssteigerung.
Thomas Lurz hielt beim Arnsteiner Backofenhersteller Miwe einen Vortrag zum Thema Stressbewältigung. Unser Bild zeigt ihn zusammen mit (von links) Eva Eusemann, Regina Brückler (beide vom Personalmanagement) und Adina Massong von der Barmer, die zusammen den Aktionstag bei Miwe organisierten. In der Hand hält Lurz seine Silbermedaille über 10 Kilometer Langstrecken-Schwimmen, die er bei den Olympischen Spielen in London gewonnen hat. Foto: Klaus Gimmler

Wie lässt sich Stress abbauen? Wie lassen sich auch hochgesteckte Ziele erreichen? Und was bedeutet dies für die eigene Gesundheit? Antworten auf diese Fragen gab am Mittwoch der ehemalige Langstrecken-Schwimmweltmeister Thomas Lurz beim Backofenhersteller Miwe in Arnstein. Die Firma hatte in Kooperation mit der Barmer-Krankenkasse ihre Mitarbeiter zu einem Aktionstag zum Thema Gesundheit und Stressabbau eingeladen. Der etwa einstündige Vortrag des vielfachen Weltmeisters war dabei der Höhepunkt.

Zu Beginn erzählte Lurz, dass er eigentlich Fußballer werden wollte, denn sein großes Vorbild sei Lothar Matthäus gewesen. Doch dann habe sein älterer Bruder Stefan, der später auch sein Trainer wurde, ihn zum Schwimmen mitgenommen. Und schon gab es die erste Silbermedaille. "Allerdings waren in meiner Klasse auch nur zwei Teilnehmer am Start", erzählte er unter Schmunzeln im Publikum. Nichtsdestotrotz habe diese Medaille ihn für weitere Wettkämpfe motiviert.

So begann eine Karriere, die ihn zum erfolgreichsten deutschen Schwimmer machte. Auf der Langstrecke über fünf, zehn und 25 Kilometern holte er insgesamt zwölf Weltmeistertitel. Hinzu kamen noch eine Bronze- (Peking) und eine Silbermedaille (London) bei den Olympischen Spielen. Der Erfolg sei hart erarbeitet worden mit Willen, Disziplin und Entschlossenheit, sagte Lurz. "Ich habe auch an Heiligabend trainiert."

3500 Kilometer im Jahr geschwommen

Lurz bezeichnet sich mit einer Größe von 1,83 Metern als ein eher klein gewachsener Schwimmer. Auf Schwimm-Kurzstrecken hätten ihm daher die körperlichen Voraussetzungen gefehlt, um ganz nach oben zu kommen. Die Lehre, die er daraus gezogen hat: Man muss sich realistische Ziele setzten. Daher ist er auf die Langstrecke ausgewichen, obwohl das Training langweilig sein kann. In seiner aktiven Zeit sei er 3500 Kilometer im Jahr geschwommen. Dies sind 110 Kilometer in der Woche. "Ich kenne die Kacheln des Würzburger Adami-Bads auswendig", meinte er.

Daher brauche es Disziplin, wenn man etwas erreichen will. Dies war auch eine Erkenntnis, die er seinem Publikum mitgab. Niemals aufgeben und dabei immer auf dem Boden bleiben– auch gerade dann, wenn man schon alles erreicht hat. Man dürfe nicht glauben, es gehe von selber. Als Beispiel nannte er die deutsche Fußballnationalmannschaft. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 sei sie im Jahr 2018 kläglich gescheitert. "Boateng hat sich wohl mehr um seine Sonnenbrillen und Tony Kroos um seine Haare gekümmert", meinte er schmunzelnd.

Gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf

Wer Leistungen erbringen will, müsse auch auf gesunde Ernährung und einen ausreichenden Schlaf achten, betonte Lurz. Denn wichtig seien die Regenerationsphasen. Nur in diesen könne der Körper Muskeln aufbauen. Dies gelte aber auch für alle anderen Lebensbereiche. Eines seiner großen Idole sei der äthiopische Langstreckenläufer Haile Gebrselassie. Dieser sei so gut geworden, weil er jeden Tag mit der Tasche in der Hand und barfuß zehn Kilometer weit zur Schule gelaufen ist. Der 39-jährige Lurz hat vor vier Jahren seine Schwimmkarriere aufgegeben, betreibt aber noch Sport, um fit zu bleiben

Organisiert wurde der Aktionstag bei Miwe von Regina Brückler und Eva Eusemann von der Personalabteilung zusammen mit Adina Massong von der Barmer Ersatzkasse. Die zirka 500 Mitarbeiter des Werkes in Arnstein konnten während ihrer Arbeitszeit weitere Angebote annehmen. Sie testeten, wie sich ihre Herzfrequenz durch Atembewegungen beeinflussen lässt und lernten eine Technik, die Muskeln zu entspannen. "Die Angebote wurden gut angenommen", sagte Brückler.

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