MAIN-SPESSART

Alle Mittel gegen den Bau ausschöpfen

Zur Stellungnahme des Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann (CSU) in dieser Zeitung am 1. Dezember – „Die B 26n ist für den Landkreis unverzichtbar“ – äußert sich der „Verein der Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B26n“ in einer Stellungnahme.

Vorsitzender Matthias Zorn: „Leider ist Herr Hoffmann nicht im Bilde, was die Umweltbewertung der aktuellen Planung betrifft. Die B 26n ist nach wie vor mit der höchsten Umweltbelastung eingestuft und keineswegs als umweltverträgliche Variante. Das Umweltbundesamt hat deswegen die B 26n schon im April auf eine Liste der zu streichenden Projekte gesetzt.“

Die aktuelle Variante der B 26n, mit Bauabschnitten und dem Zubringer B 276, komme den Vorstellungen des Vereins in keiner Weise entgegen. Damit werde nur dokumentiert, dass der Bund nach wie vor und in jedem Fall eine durchgängige Verbindung von der A7 bis zur A3 bauen wolle, so Zorn.

Zorn: Absenkung willkürlich

„Damit ist weiterhin und jederzeit auch eine Autobahn oder autobahnähnliche Straße auf dieser untersuchten Trasse möglich, sollte das Verkehrsaufkommen die zweispurige B 26n einmal überlasten“, so der Vereinsvorsitzende. Deshalb sei der Verein entschieden gegen diese „scheinbare Kompromiss-Variante“. Die Absenkung des Bedarfs von etwa 36 000 Kfz/24 Stunden im Verkehrswegeplan 2003 auf nun 10000/Kfz/24 Stunden erscheine willkürlich. Sie lasse vielmehr den Verdacht zu, es sei eine rein taktische Maßnahme zur Durchsetzung des angestrebten Ziels einer Autobahn als Westumgehung von Würzburg.

„Offensichtlich ist dem Abgeordneten Hoffmann nicht bekannt, dass der Landkreis Main-Spessart nicht nur aus dem Werntal besteht", so der Karlstadter Sprecher der Bürgerinitiative Armin Beck. Er weist darauf hin, dass die Verkehrsentlastung des Werntals durch eine Mehrbelastung in Karlstadt und der Ortsdurchfahren westlich von Karlstadt erkauft werde. Von Karlstadt aus werde zudem der Abkürzungs-, und Transitverkehr zur A 3 und Aschaffenburg durch den Ausbau der B 26n bis Karlstadt/Ost zunehmen.

Der stellvertretende Vereinsvorsitzender Günter Krönert teilt die Befürchtung. Er wies auf mögliche Belastungen weiterer Kommunen nach 2030 mit dem zweiten Bauabschnitt der Mainbrücke hin. Der Widerstand werde nun erst recht wieder aufflammen. Sollte die B 26n in den beiden Bauabschnitten mit Zubringer B 276 weiterhin im Bundesverkehrswegeplan enthalten sein, würden alle rechtsstaatlichen Mittel ausgeschöpft, um den Bau zu verhindern so Krönert.

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