LOHR

Allen Unkenrufen zum Trotz: 20 Jahre Waldkindergarten

Mit bunten Tierkostümen und Liedern unterhielten die Kinder des Lohrer Waldkindergartens.
Mit bunten Tierkostümen und Liedern unterhielten die Kinder des Lohrer Waldkindergartens. Foto: Simon Hörnig

Ausgelassen springt eine Gruppe Kinder bei herrlichem Sonnenschein die Wiese entlang und die Zeitlupe dokumentiert in Nahaufnahme Spaß und Lebenslust der Kleinen. „Da wünscht man sich doch wieder zurück in den Kindergarten“ kommentiert Bürgermeister Mario Paul den neuen Imagefilm des Lohrer Waldkindergartens, dessen Rohfassung bei der der Jubiläumsfeier zum 20-jährigem Bestehen der Institution den Gästen präsentiert wurde.

Zu „einem Fest mit Freunden“ hatte der Trägerverein am Samstagnachmittag in der Alten Turnhalle geladen und gekommen waren neben den aktuellen Kindern und Eltern des Waldkindergartens auch viele Ehemalige sowie die prominent besetzte Gründungsriege. „Standhaft wie ein Baum“ beschrieb Bürgermeister Paul das Beharrungsvermögen der Aktiven des Walkindergartens und eben diese Hartnäckigkeit sowie der Stolz, ihr Herzensprojekt umgesetzt und über all die Jahre bewahrt zu haben, war den übrigen Festrednern deutlich anzumerken. Dass dieser Stolz gerechtfertigt ist, wurde in den Ausführungen von Bezirksrätin und Gründungsmitglied Bärbel Imhof deutlich: „wir waren sicher das meist diskutierte, umstrittenste und argwöhnischst beäugte Projekt jener Tage.

“ Kein Wunder, leisteten die Gründer damals mit dem Konzept doch Pionierarbeit. Tatsächlich war der Lohrer Waldkindergarten damals erst der zweite bayerische und der erste fränkische überhaupt.

Kindergarten hielt länger als gedacht

„Es wurden Wetten darauf abgeschlossen, wie viele Tage und Wochen der Kindergarten überleben würde; wann die ersten Mütter ihre durchnässten, halb erfrorenen Kinder wieder abziehen würden.“ Aber die Institution etablierte sich und das „Abenteuer in der Natur“, das am 5. Mai 1997 mit 15 Kindern, einer Erzieherin und einer Mutter startete, gedeiht seitdem prächtig.

Laut Imhof auch ein Verdienst des Staatsministers a.D. und selbst ernannten „Waldkindergartenopas“ Eberhard Sinner. Als einen „Glücksfall“ beschrieb sie das Engagement und die Expertise des damaligen Abgeordneten. „Der Wald ist ein hervorragender Lehrmeister“ insistierte Sinner, der sich als Förster und ehemaliger Pfadfinder von Anfang an für das Projekt stark gemacht hatte. Er erinnerte an die Gründungsprobleme „wenn überdurchschnittlich begabte Eltern auf eine durchschnittliche begabte Verwaltung treffen“.

Kinder werden zu Gemeinschaftssinn erzogen

Die Vorsitzende des Trägervereins, Susanne Neuner, die „zur Gründungszeit noch unbedarft auf Bäumen geklettert“ sei, bedankte sich: „Nur gemeinsam war und ist das möglich; auch die Kinder werden bereits zu diesem Gemeinschaftssinn erzogen.“ Mit dem neuen Imagefilm – realisiert mit Unterstützung der Sparkasse Mainfranken, Raiffeisenbank Main-Spessart sowie der Dr.-Gustav-Woehrnitz-Stiftung – hofft sie, neue Interessierte für den Lohrer Waldkindergarten zu gewinnen.

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