LOHR

Aloysianum: Bagger lassen auf sich warten

Fast 150 Meter sind es vom Bahngleis zum Aloysianum. Auf dieser Fläche und südlich des ehemaligen Studienseminars sind eine große Wohnanlage und ein Seniorenheim geplant.
Fast 150 Meter sind es vom Bahngleis zum Aloysianum. Auf dieser Fläche und südlich des ehemaligen Studienseminars sind eine große Wohnanlage und ein Seniorenheim geplant. Foto: R. Pleier

58 Wohnungen und zehn Einfamilienhäuser, dazu eine Pflegeeinrichtung mit 112 Zimmern sollen im Aloysianumsareal entstehen.

Den speziell dafür erstellten vorhabenbezogenen Bebauungsplan hatte der Lohrer Stadtrat bereits im Oktober 2016 absegnet. Eventuell schon im Frühjahr 2017 könnten die ersten Bagger anrollen, hatte der Investor, Christian Mair von der MC Immobilien GmbH aus Unterschleißheim bei München, damals gegenüber der Redaktion erklärt. Bei dieser Aussage war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Denn selbst ein Jahr später liegen die Grünflächen im Süden und Westen des ehemaligen Konvikts noch brach.

Die Vorarbeiten seien „aufwändiger, als wir uns das gedacht haben“, räumte Mair jetzt auf Anfrage der Redaktion ein. Derzeit werde noch an einer ganzen Reihe von Gutachten gearbeitet, vom Arten- bis zum Emissionsschutz. Dies wird seiner Einschätzung nach noch drei bis vier Monate dauern. Dann wolle er die nötigen Unterlagen gebündelt bei der Stadt vorlegen, die Voraussetzung sind für einen Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP).

Schnelleres Verfahren

Dieser VEP ist ein mit der Gemeinde abgestimmter Plan eines Investors zur Durchführung von Bauvorhaben und von Erschließungsmaßnahmen. Er verbindet städtebauliche Planung mit städtebaulichen Durchführungsmaßnahmen, wie sie im städtebaulichen Vertrag zwischen Gemeinde und Investor ausgehandelt werden können. Ziel eines solchen VEPs ist es, für Investoren größerer Bauvorhaben schneller als üblich mit Baumaßnahmen beginnen zu können. Er ersetzt somit das Bebauungsplanverfahren.

„Für mich ist es wichtig, dass wir Baurecht haben“, so Mair weiter. „Dann können wir konkret mit den Betreibern des Seniorenheims verhandeln.“ Das geplante Seniorenheim werde „der erste Anker sein, den wir setzen“, führte er aus.

Neben dieser Pflegeeinrichtung mit 112 Zimmern sind 58 Wohnungen und zehn Einfamilienhäuser geplant. Für den Bau hatte das Unternehmen im Oktober 2016 die stolze Summe von ungefähr 25 Millionen Euro veranschlagt. Eine Aussage über den geplanten Beginn der Bautätigkeit wollte Mair diesmal nicht machen.

Die MC Immobilien GmbH hatte die Planung der Wohnanlage 2016 von der Villinger Top-Bau GmbH übernommen. Diese hatte bereits das ehemalige Studienseminar Aloysianum, das unter Denkmalschutz steht, ab 2013 für zehn Millionen Euro umgebaut. Wie beim Vertriebspartner, der Sparkasse Mainfranken, zu erfahren war, sind aktuell 43 der 48 Wohnungen verkauft.

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