KARLSTADT

Als Brückenbauerin verbinden

Neue Pfarrerin: Eva Thelen wurde in der Pfarrei St. Johannis installiert und zur Pfarrerin auf Lebenszeit ernannt. Von links: Pfarrer Paul Häberlein, Pfarrerin Kathrin Zagel-Busch, stellvertretender Vertrauensmann Stefan Krempel, Pfarrerin Eva Thelen, Vertrauensmann Axel von Erff... Foto: Jürgen Kamm

Schon seit Jahresbeginn gehört Pfarrerin Eva Thelen zur evangelischen Pfarrei St. Johannis in Karlstadt. Am Wochenende wurde die 32-jährige Theologin in einem Festgottesdienst feierlich zur Pfarrerin auf Lebenszeit ernannt und auf die (halbe) Pfarrstelle Karlstadt II installiert. „Installation“ stehe dafür, so erklärte Edda Weise, Dekanin des Dekanats Würzburg, dass die Theologin fest eingesetzt werde, nachdem sie als Vikarin lernte, was Pfarrerin zu sein bedeutet und sich diese Vorstellungen während der ersten großen Pfarrstelle noch vertieften.

Die Ernennung zur Pfarrerin auf Lebenszeit sei zudem etwas besonderes. Dazu erläuterte die Dekanin den Bibelspruch „Aus Gnade seit ihr selig geworden“, was für die Mitte des christlichen Glaubens stehe.

Eva Thelen wurde 1980 in Waiblingen bei Stuttgart geboren und wuchs in Rheinland-Pfalz auf. Nach ihrem Abitur im Jahr 2000 absolvierte sie in einem Kindergarten in Neustadt an der Weinstraße ein freiwilliges soziales Jahr. Dabei lernte sie die Jugend- und Familienarbeit kennen, am Ende entschied sie sich für das Theologiestudium, das sie nach Neuendettelsau und Erlangen führte.

Die Karlstadter Pfarrgemeinde kennt sie von ihrem Vikariat von September 2007 bis Februar 2010. Pfarrer Paul Häberlein war ihr Mentor. Ihre erste Pfarrstelle führte sie für zweieinhalb Jahre nach Maßbach im Landkreis Schweinfurt. Mit der Pfarrstelle Karlstadt II ist sie seit 1. Januar 2013 betraut, zu ihr gehört auch der Sprengel Himmelstadt, Retzbach und Zellingen. Eva Thelen ist verheiratet, ihr Mann ist Militärmusiker beim Heeresmusikkorps 12 in Veitshöchheim.

Bei der Zeremonie der Installation legten die Assistierenden der neuen Pfarrerin die Hände auf. Das waren ihr Mentor, Kollege und Freund Paul Häberlein, ihre Studienfreundin Kathrin Zagel-Busch, die jetzt Pfarrerin an der St. Markuskirche in Coburg ist, Axel von Erffa als Vertrauensmann der Kirchengemeinde Karlstadt und Stefan Krempel als stellvertretender Vertrauensmann und Vertreter des Sprengels Zellingen, Retzbach und Himmelstadt.

Ihre Predigt stellte Eva Thelen unter das Wort „Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen“. Brücken überwänden Gräben und Schluchten und erleichterten die täglichen Wege allgemein. Die Suche nach allem, was Menschen untereinander und mit Gott verbindet, gehöre zum christlichen Glauben.

Den Begriff „Installation“ fand sie auch passend: Sie wurde als Pfarrerin eingebaut in das Gesamtgefüge Gemeinde und sei damit zugleich ein Teil davon geworden. Pragmatisch gesehen lasse sich das sogar mit einer Heizung oder Klimaanlage im Haus vergleichen: Das Klima soll stimmen damit sich alle wohlfühlen.

Abschließend bedankte sich Eva Thelen für die herzliche Aufnahme. Sie habe sich bewusst für die halbe Stelle entschieden, um auch Zeit für ihre Familie zu haben.

In Grußworten gratulierten nach dem Gottesdienst in St. Johannis Peter Laudi für das Pfarrkapitel, Pfarrer Albin Krämer als Leiter der Zellinger Pfarreiengemeinschaft der Frankenapostel Zellingen, Jürgen Keller vom Diakonischen Werk Würzburg, die Vertrauensmänner Stefan Krempel und Axel von Erffa, Bürgermeister Wieland Gsell aus Zellingen für die Bürgermeister und Sophie Rothaug, Schulleiterin der Grundschule Zellingen, für die Schulen. Ihre evangelischen Schüler bescheinigten Thelen, sie sei nett, erkläre gut, rege sich nicht so schnell auf und verstehe Spaß.

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