Rieneck

Amtsinhaber Wolfgang Küber tritt in Rieneck wieder an

Die Rienecker Junge Wähler Union (RJWU) sprach sich in ihrer Aufstellungsversammlung einstimmig für den Bürgermeisterkandidaten aus.
Ein Großteil der Kandidaten der Liste der Rienecker Jungen Wähler Union (RJWU) für die Stadtratswahl am 15. März 2020. Foto: Helmut Hussong

Mit einer Liste von 28 Kandidaten und drei Ersatzleuten tritt auch die Rienecker Junge Wähler Union (RJWU) wieder zu den im nächsten Jahr anstehenden Kommunalwahlen an. Auf der Liste finden sich die bisherigen Stadträte der Gruppierung, weitere Kandidaten aus der vorhergehenden Wahlperiode und einige neue "Gesichter". Bei der Aufstellungsversammlung im Rienecker Schützenhaus wurde amtierender Bürgermeister Wolfgang Küber einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten der Liste gewählt.

"Ich werde klare Aussagen zu meinen politischen Zielen machen", sagte Küber. Dafür habe er für sich persönlich ein kleines kommunalpolitisches ABC aufgestellt, in dem sich all das wiederfinde was in den nächsten sechs Jahren geschehe. Denn es gelte nicht Rückschau auf Erfolge oder Probleme zu halten, sondern die Pläne der Zukunft aufzuzeigen.

Küber schlägt Podiumsdiskussion vor

Da sich möglicherweise in Rieneck vier Bürgermeisterkandidaten zur Wahl stellen, hält es für Küber für wichtig, wenn sich alle Bewerber gemeinsam in einer Podiumsdiskussion dem Fragen der Bürger stellen: "Hier könnten alle auch in sachlicher Art und Weise ihre politischen Ziele bekunden."

Der Amtsinhaber und Bürgermeisterkandidat der RJWU, Wolfgang Küber. Foto: Helmut Hussong

Weiterhin benannte Küber einige für ihn bedeutsame Punkte der Zukunft. So mache es der hohe Fremdwasseranteil von 56 Prozent notwendig, dass der Stadtrat sich in den nächsten sechs Jahren intensiv um die Kanäle kümmert. Auch die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung für die Zukunft sei eine unerlässliche aber auch langwierige Aufgabe.

Der erste Abschnitt der Friedhofsanierung sei nunmehr fast abgeschlossen. Allerdings finden sich in der Nachbarabteilung weitere marode Mauern, die "als nächste interessante Baustelle auf uns warten". Weiter werden die Brücken, insbesondere die lange Brücke über die Sinn, die künftigen Stadträte beschäftigen.

Auswirkungen des Klimawandels bereiten Sorge

Von besonderer Bedeutung ist für Küber die Wald- und Forstwirtschaft: "Das ist das Gemeindevermögen mit einem Wert von rund 23 Millionen Euro, um das wir uns intensiv kümmern müssen", sagte Küber. Deshalb bereite der Klimawandel, verbunden mit Trockenheit und Borkenkäferbefall große Sorgen. Des weiteren spiele die Aufrechterhaltung der Nahversorgung eine große Rolle. Ferner werde er sich  dafür einsetzen, dass die Verwaltung in Rieneck eigenständig bleibt.

Die Sinngrundallianz biete einen Vorteil für alle Kommunen, sofern man gelegentlich mehr über den eigenen Tellerrand hinwegschaue und gemeinsam etwas auf die Beine stelle. Wegen der öfters benannten Unstimmigkeiten im Rienecker Stadtrat habe er einmal die Beschlüsse im Jahr 2017 durchgezählt. "Dort wurden knapp 80 Prozent einstimmige Beschlüsse gefasst", sagte Küber.

Versammlungsleiter Hans-Joachim Wirth führte durch die Tagesordnung der Nominierungsversammlung. Die anwesenden Listenkandidaten stellten sich kurz einzeln vor. Zur Abstimmung war bereits eine Wahlvorschlagsliste mit entsprechender Reihenfolge der Kandidaten der RJWU vorbereitet. Über diese wurde im Ganzen in einem Wahlgang abgestimmt. Dabei zeigte sich die Geschlossenheit der Gruppierung: Die Liste wurde einstimmig angenommen und gab auch keine Streichung einer Person auf der Liste.

Die Gemeinderatskandidaten der RJWU
Die Kandidaten der Rienecker Junge Wähler Union (RJWU) : 1. Wolfgang Küber, 2. Christina Neuf, 3. Lukas Küber, 4. Renate Wirth, 5. Hans-Joachim Wirth, 6. Lea Welzenbach, 7. Steffen Neuf, 8. Kerstin Plehn, 9. Carsten Zügner, 10. Sandra Wiesenfelder, 11. Maximilian Welzenbach, 12. Nancy Riedl, 13. Daniela Bechold, 14. Klaus Küber, 15. Mirko Alzheimer, 16. Astrid Kortenbruck, 17. Alexandra Amend, 18. Wolfgang Amrhein, 19. Michael Geßner, 20. Johannes Herget, 21. Michael Müller, 22. Michael Wiesenfelder, 23. Thomas Küber, 24. Tanja Kolb-Demant, 25. Hans Vornewald, 26. Georg Sax, 27. Erich Schrötz, 28. Jutta Zügner. Ersatzkandidaten: Michael Wirth, Katrin Bender und Bernd Schlegel.

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