Karlstadt

Annemarie und Wilhelm Wingenfeld feiern Diamantene Hochzeit

Zur Diamanthochzeit gratulierte Bürgermeister Paul Kruck dem Jubelpaar Annemarie und Wilhelm Wingenfeld. Zugleich feierte er seinen 80. Geburtstag im Schützenvereinsheim.
Zur Diamanthochzeit gratulierte Bürgermeister Paul Kruck dem Jubelpaar Annemarie und Wilhelm Wingenfeld. Zugleich feierte er seinen 80. Geburtstag im Schützenvereinsheim. Foto: Barbara Wolf

An ihrer Diamantenen Hochzeit konnten Annemarie und Wilhelm Wingenfeld auf eine große Familie und ein reges Vereinsleben zurückblicken. Vorstände vom Trachtenverein, Schützenverein, Fischereiverband und der Feuerwehr gratulierten ebenso wie Bürgermeister Paul Kruck. Zudem feierte Wilhelm Wingenfeld seinen 80. Geburtstag beim Schützenverein in Karlburg.

Die beiden Feiern legten sie zusammen, denn sie hatten schon am 22. August ihren 60. Hochzeitstag. Sie heirateten in der Wallfahrtskirche Maria Buchen. Wilhelm Wingenfeld musste noch eine Großjährigkeits-Erklärung beim Gericht beantragen, da er erst 20 Jahre alt war. Die 19-jährige Annemarie brauchte die Unterschrift ihres Vaters. Die Familie von Annemarie Goldstein kam nach Karlstadt und übernahm in der Bahnhofstraße am Rathaus das Gasthaus "Ochsen", das Geburtshaus von Andreas Bodenstein, genannt Dr. Carlstadt. Die neue Wirtsfamilie lud zur Eröffnung auch den Trachtenverein ein, bei dem Wilhelm Wingenfeld seit seinem 12. Lebensjahr mittanzte. Dort war er Vortänzer, auch Vorplattler genannt. Schon am ersten Tag verliebten sich die Beiden.

Wilhelm Wingenfeld hatte Schreiner gelernt, wechselte dann zur Firma Gummi-Mayer, bei der er 15 Jahre arbeitete. Als die Firma aus Karlstadt wegging, fuhr er bei Spedition Schirm 25 Jahre Lkw. Er war auch Betriebsrat und konnte damals mit 60 Jahren in Rente gehen.

Annemarie Wingenfeld half weiterhin ihren Eltern im Gasthaus. Es wurde 1960 verkauft und abgerissen. Sie bekamen vier Buben. Als der Jüngste in den Kindergarten kam, fing sie im Haushalt von Notar Keßler an. 1976 konnten sie in der Langgasse ein Einfamilienhaus mit Garten kaufen. Da ihr Mann beim Trachtenverein stellvertretender Vorsitzender wurde, organisierten sie in den 70er Jahren fünf Jahre lang Jugendzeltlager, bei der die ganze Familie mit den Buben dabei war. Annemarie half beim Küchenteam.

Wilhelm ging mit 16 Jahren zur Feuerwehr, seine große Leidenschaft aber war das Angeln. Der Vizepräsident des Fischeiverbandes, Kurt Fröhlich, gratulierte und dankte auch Annemarie, die über 25 Jahre die Angelkarten für die Mainstrecke zwischen Veitshöchheim und Harrbach verkaufte. Wilhelm war ehrenamtlicher Mitarbeiter im Fischereiverband, Kreisbeauftragter des Landratsamtes Main-Spessart und Lehrgangsleiter für die Fischerprüfung. Als der Anglersee in Schönarts vom Verein gekauft werden konnte, half Wilhelm die Fische zu räuchern und zu verkaufen, damit die Bankraten bezahlt werden konnten. Mit seinem Bruder war er zum Fischen auch in Kanada. Fast 20 Mal reiste er mit drei Karlburger Fischerkollegen nach Norwegen. Von dort brachten sie in einer Kühltruhe den Fisch mit nach Hause.

Bei all dem Trubel haben sie ihren Hochzeitstag oft vergessen. Nur die Silber-, Gold- und jetzt die Diamanthochzeit feierten sie. Dazu waren immer die sechs Enkelinnen und zwei Enkel eingeladen, die mittlerweile zur Freude des Jubelpaares vier Urenkelinnen und einen Urenkel mitbringen. Am 12. Oktober sind sie von Bischof Franz Jung zu einer Messe in St. Andreas, Karlstadt eingeladen, in der mehrere Paare ihr Eheversprechen erneuern können.

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