Arnstein

Arnstein: AKV stürmte das Rathaus

Freiwillig gaben die beiden Bürgermeister Franz-Josef Sauer und Bernd Röll den Rathausschlüssel heraus. Sie würden es vorziehen, auf Kreuzfahrt gehen, anstelle sich dem täglichen Schmutz und Baulärm im Rathaus auszusetzen. Foto: Eichinger-Fuchs

Sie hatten mit Zedern und langen Verhandlungen gerechnet - doch daraus wurde nichts. Freiwillig übergaben die Arnsteiner Bürgrmeister Franz-Josef Sauer und Bernd Röll beim Rathaussturm den Schlüssel an die Narren. „Geht jetzt Ihr hinein und seht, wie es da drinnen aussieht“, rief der Hausherr. „Und dann könnt Ihr auch schauen, wie Ihr das Haus wieder auf Vordermann  bringt und wir gehen in der Zwischenzeit auf Kreuzfahrt.“ Da war der sonst wortgewitzte Sitzungspräsident Michael Cramer doch glatt für zwei Sekunden sprachlos. Mit solch einem Schachzug hatte er nun wirklich nicht gerechnet.

Dann aber bestätigte er dem Bürgermeister, dass es in der Stadt wirklich sehr marode und feucht zugehe. Die Marktstraße sei wegen der vielen Rohrbrüche zwischenzeitlich so geflutet, dass die Elferräte sogar mit ihrem Luxusdampfer bis vor die Rathaustüre schiffen konnten. Mit dem Rathausschlüssel im Gepäck ging es dann mit dem 'Traumschiff' MS Arnstein in Richtung Stadthalle. Weil es eine Jungfernfahrt war, gab es auch musikalische Begleitung durch die Binsfelder Musikanten, die Elferrätinnen und Elferräte und die Gardedamen.

Wieder auf Trockendeck mussten die Räte zeigen, wie reiseerfahren und technisch versiert sie sind. Daraus sollte sich entscheiden, ob die Stadträte während der Faschingszeit auf Deck genießen oder unter Deck schuften müssen. Franz-Josef Sauer rettete sein Team, denn ihm kamen seine Binsfelder Talente zugute. Da im dortigen Sportverein regelmäßig Stockschießen trainiert wird, brachte er Erfahrung mit, so dass es ihm gelang, beim Shuffleboard einen glatten Hunderter zu schieben.  Glück für die Stadträte: Sie dürfen jetzt während der Faschingszeit "pelzen" und die Liegestühle "auf Deck" genießen. Lediglich die Bücholder Stadträte müssen nach unten und – als kleine Wiedergutmachung wegen ihres teuren Dialekthauses – die Kartoffeln für die Arnsteiner Crew schälen, befahl der AKV-Sitzungschef.

Zwei Ehrungen gab es vom Fränkischen Fastnachtverband. Der Vorsitzende des Ordenkapitels, Robert Manger, konnte Rebecca Strifsky und Dominik Lutz mit dem Verbandsorden des Fränkischen Fastnachtverbandes auszeichnen. Rebecca Strifsky ist sei 1997 aktives Mitglied im AKV. Sie tanzte in allen Garden des AKV. Ihr großes tänzerisches Talent gab sie als Trainerin der Blauen Garde von 2006 bis 2018 weiter und der Stadtgarde von 2014 bis 2016. Zusätzlich übernahm sie das Einzeltraining der Tanzmariechen von 2017 bis heute. 2019 wurde Rebecca Strifsky zur Gardebetreuerin gewählt. Dem Damenelferrat gehört sie seit 2016 an.

Dominik Lutz ist seit 2004 bis heute im AKV aktiv. Er war schon mit elf Jahren Kinderelferrat und führte von 2007 bis 2011 als Kindersitzungspräsident souverän durch das Programm. Seine Leidenschaft ist das Tanzen. Von 2005 bis heute tanzt er in allen Garden des AKV. Er ist eine feste Größe der Show-Tanzgruppe und hat sich zum Wohle des AKV in fünfzehn aktiven Jahren verdient gemacht.

Den Verbandsorden des Fränkischen Fastnacht-Verbandes konnte der Vorsitzende des Ordenkapitels, Robert Manger (2.v.l.) an Rebecca Strifsky (3.v.l.) und Dominik Lutz (2.v.r.) überreichen. Glückwünsche überbrachten AKV-Präsident Paul Brod und Sitzungspräsident Michael Cramer. Foto: Eichinger-Fuchs

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