Aschfeld

Aschfelder Frauen stellen ihr Koch- und Backbuch vor

Annelore Lamprecht, Vorsitzende des Heimatvereins Frohsinn, präsentiert das Aschfelder Kochbuch. Foto: Jennifer Weidle

Die Idee, ein Koch- und Backbuch mit typischen Aschfelder Gerichten zu veröffentlichen gab es im Verein Frohsinn schon lange. Annelore Lamprecht, Vorsitzende des Vereins, packte die Gelegenheit in diesem Jahr beim Schopfe. Zum 120. Vereinsjubiläum im Juli sollte das Kochbuch präsentiert werden.

Sieben Frauen des Vereins, der 124 Mitglieder zählt, machten sich im Januar an die Arbeit. Zuerst wurden Flyer im Ort verteilt. Menschen mit Rezepten von früher sollten diese dem Verein mitteilen. Nur zwölf Leute meldeten sich mit Rezepten. Also gingen die Macherinnen des Buches mehrere Abende von Haus zu Haus. Sie fragten direkt an der Haustür und sammelten Rezepte von Jung und Alt.

"Eine junge Frau übergab uns das Rezept für die Klöße ihrer Oma", sagt Lamprecht. Auch einige Männer hätten sich mit Rezepten beteiligt. Die Frauen sammelten zahlreiche Rezepte und wählten 120 für die Veröffentlichung aus. Jedes stammt aus einem anderen Aschfelder Haushalt.

Viele der Rezepte des Buches beinhalten Zutaten, die früher jeder Haushalt selbst angebaut hat. Allem voran die Grumben, die Kartoffeln. Aus diesen lassen sich Scharreklöäß und andere Arten von Klößen zubereiten. Reste wurden früher zuerst selbst verwertet, bevor sie als Tierfutter endeten. Trockenes Schwarzbrot lässt sich zum Beispiel zu einer Brottorte verarbeiten. Das Buch beinhaltet auch Rezepte für Getränke und schließt mit "Asse un Drinke in Oschfald", einer kleinen Übersetzungshilfe.

Die Autorinnen haben alle Rezepte vor Zusammenstellung des Buches nachgekocht. Um die Mengenangaben und Anleitungen zu überprüfen. "Ich musste nur einmal etwas mehr Mehl zugeben", sagte Lamprecht. Sonst hätte fast alles gestimmt und die Gerichte seien problemlos gelungen.

Vier Wochen nach Zusammenstellung des Buches lieferte die Druckerei in Bad Neustadt die ersten Exemplare. "Wir haben bereits 140 von 300 Büchern verkauft", freut sich Lamprecht. Ein Nachdruck sei erst geplant, wenn alle Bücher verkauft sind.

Die Motivation zu diesem Buch? Altes Wissen nicht in Vergessenheit geraten lassen. "Es gibt noch genug Material für ein weiteres Koch- und Backbuch. Derzeit ist aber noch nichts geplant," meint Lamprecht schmunzelnd.

Ein Buch kostet zehn Euro und ist in der Aschfelder Bäckerei und bei den Führungen der Kirchenburg erhältlich. Diesen Sonntag, am Tag des offenen Denkmals, können also noch einige Bücher neue Besitzer finden. Vom Verkauf des Buches bleiben dem Verein nach Abzug der Kosten drei Euro. Der Verein setzt sich für den Erhalt alter Bildstöcke und Wegekreuze ein.

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