GEMÜNDEN

Auch Adelsberg erinnert mit zwei Koffern an seine Juden

Einen vor einem Monat voreilig gefassten Beschluss zurückgenommen hat der Gemündener Stadtrat am Montag. Die Korrektur besagt das Gegenteil.
Das Denkmal für den „DenkOrt Aumühle” in Würzburg soll in etwa so aussehen. Symbolische Koffer (oder anderes Gepäck) stehen für die von hier aus deportierten jüdischen Unterfranken, auch die aus Gemünden und Adelsberg. Foto: Foto: Projektgruppe DenkOrt
Schon gleich nach der Beschlussfassung über den „DenkOrt Aumühle“ am 5. März war einigen Stadträten und auch Bürgermeister Jürgen Lippert aufgefallen, dass sie die Entscheidung vielleicht etwas voreilig gefällt hatten: ein Denkmal für die jüdischen Gemündener, aber keines für die Adelsberger. Am Montagabend erfolgte die Reparatur. Ein Denkmal für die ausgelöschte jüdische Gemeinde in Gemünden sei ausreichend, ein zweites für die in Adelsberg unnötig wegen mangelnden Besucherverkehrs dort – mit dieser Meinung der Mehrheit waren die Räte Hubert Fröhlich und Matthias Risser überstimmt worden, ...
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