Obersinn

Auch der Anbau bekommt eine Fotovoltaikanlage

Der Abwasserzweckverband Oberer Sinngrund möchte das Betriebsgebäude in der Verbandskläranlage in Mittelsinn um einen Anbau erweitern. Nach Worten der Verbandsvorsitzende Bürgermeisterin Lioba Zieres sollen hiermit Ausrüstungsgegenstände wie Mähtraktor, Motorsensen, Schubkarren oder anderes Werkzeug wettergeschützt untergebracht werden. In der jüngsten Zusammenkunft des Verbandes galt es die Gewerke der Zimmerer- und Spenglerarbeiten zu vergeben.

Die erforderliche Pflasterung konnte bereits vor zwei Jahren erledigt werden, erklärte Zieres. Jetzt wurden Angebote für die beiden Gewerke nach den von Planer Anton Breitenbach (Obersinn) ausgearbeiteten Leistungsverzeichnissen eingeholt. Während für den Bau der Holzkonstruktion drei Gebote eingingen, gab es für die Spenglerleistungen nur eine Offerte.

Unterschiedliche Auffassungen gab es bei der Dacheindeckung. Während das Leistungsverzeichnis und auch der preiswerteste Bieter eine "Sandwich-Eindeckung" favorisierten, sah Zieres ein Ziegeldach besser geeignet. Zum einen sei das bisherige Betriebsgebäude mit Dachziegeln eingedeckt. Andererseits sollte die aggressiven Ammoniakausdünstungen bei Ziegeln besser entweichen können und die Luftzirkulation wäre deutlich verbessert.

Bastian Weikinger warf ein, wenn die beabsichtigte Fotovoltaikanlage für den Eigengebrauch auf dem Ziegeldach aufgebaut werden soll, bestehe die Gefahr der Korrodierung der metallenen Unterkonstruktion. Mehrheitlich entschied sich das Gremium doch für eine Ziegeleindeckung. Zudem sei die Installation der Fotovoltaikmodule auf einer Sandwich-Eindeckung einfacher möglich.

Das wirtschaftlichste Angebot für die Zimmererarbeiten legte die Firma Zimmererteam Gessner (Rieneck) zum Preis von 15 644 Euro vor und erhielt mit einer Gegenstimme den Zuschlag. Die Leistungen der Spenglerarbeiten gingen einstimmig an die Firma Bauspenglerei Zieres GmbH (Obersinn) zum Preis von 6167 Euro. Bei diesem Auftrag wurde die Firma Metallbau Breitenbach (Obersinn) mit ins Boot genommen, da noch ein Rolltor mit eingebaut werden soll.

Weitere 1500 Euro müssen für die Statikleistungen ausgegeben werden. Das Planungsbüro Breitenbach erledigt ebenfalls die Bauüberwachung zum Stundensatz von 45 Euro. Die Ausführung der Bauleistungen soll alsbald beginnen.

Nach den Planungen der Verbandsvorsitzenden ist die Installation einer weiteren Fotovoltaikanlage auf dem Erweiterungsbau vorgesehen. Matthias Mack befragte den anwesenden Klärwärter Karl Seitz, ob ein weiterer Eigenverbrauch des erzeugten Stroms überhaupt möglich sei. Dieser gab zur Auskunft, dass in den diesjährigen heißen Sommertagen täglich 70 Kilowattstunden Leistung erzeugt wurde. Die doppelte Menge Stromerzeugung könnte noch für den Eigenverbrauch eingesetzt werden. Vorsitzende Zieres erklärte, mit dem Stromversorger RhönEnergie Gespräche wegen der Rentabilität einer solchen Anlage zu führen.

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