KARLSTADT

Auf das rare Grundwasser achten

„Wasser-Kita“: Neben einem Zertifikat hatte Anne-Kathrin Jackel von der Regierung von Unterfranken für den Kindergarten St. Johannis auch die Schatzkiste Wasser und die Jahreszeiten-Kiste dabei. Leiterin Evi Krempel freute sich über die Ernennung zur ersten „Wasser-Kita“ Unterfrankens.
„Wasser-Kita“: Neben einem Zertifikat hatte Anne-Kathrin Jackel von der Regierung von Unterfranken für den Kindergarten St. Johannis auch die Schatzkiste Wasser und die Jahreszeiten-Kiste dabei. Leiterin Evi Krempel freute sich über die Ernennung zur ersten „Wasser-Kita“ Unterfrankens. Foto: Kamm

Der evangelische Kindergarten St. Johannis in Karlstadt ist die erste „Wasser-Kita“ Unterfrankens. Anne-Kathrin Jackel von der Regierung von Unterfranken überreichte der Leiterin Evi Krempel ein entsprechendes Zertifikat und die „Schatzkiste Wasser“. In ihr sind verschiedene Materialien für Experimente rund ums Wasser. Dazu kam noch eine „Jahreszeiten-Kiste“, bei der es um saisongerechtes Obst und Gemüse geht.

Die Kindergartenkinder schauten neugierig in die Kisten. Sie begrüßten den Gast mit dem „Wolkenlied“ und einem Lied über einen tropfenden Wasserhahn.

Das im Frühjahr von der Regierung gestartete Projekt „Wasser-Kita“ gehört zur Aktion Grundwasserschutz. Im April gab es eine zweitägige kostenlose Fortbildung für Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Schwerpunkt Wasser“ auf der Retzbacher Benediktushöhe, bei der insgesamt 25 Erzieherinnen einige Experimente schon einmal selbst ausprobierten. Weil schon 50 weitere Anmeldungen auf einer Warteliste stehen, wird die Aktion im Frühjahr 2015 wiederholt.

Wissen weitergeben

Bei der Aktion werden auch insgesamt zwölf Konsultationseinrichtungen ausgewählt, die Hälfte davon in diesem Jahr. Beworben hatten sich nach der Fortbildung neun Kindertageseinrichtungen, sechs aus verschiedenen Landkreisen wurden ausgewählt. Als Konsultationseinrichtung wird der evangelische Kindergarten sein Wissen und Erfahrung zum Thema weitergeben, zum Beispiel durch Hospitationen für andere Erzieherinnen. Zudem erhält das Team eine weiter kostenfreie eintägige Fortbildung.

Als ehemaliger Leiter des Wasserwirtschaftsamts erinnerte sich Bürgermeister Paul Kruck, dass die Aktion Grundwasserschutz 2003 startete. Ausgangspunkt sei der umstrittene geplante Trinkwasserspeicher im Hafenlohrtal gewesen. Auf ihn im niederschlagsarmen Unterfranken zu verzichten bedeute, auf das rare und nicht leicht zu findende Grundwasser gut aufzupassen.

Dazu gehörten Bildungsmaterialien für alle Altersstufen. Es habe auch schon eine Aktion für die Schulen gegeben. Ziel sei es, die Kinder emotional (im Kindergarten) oder logisch (in den Schulen) zu erreichen. Sie seien dann auch sehr konsequent, bis zum Anmahnen tropfender Wasserhähne daheim.

Pfarrer Paul Häberlein freute sich, dass der Kindergarten die erste „Wasser-Kita“ ist. Was Wasserschutz in der Praxis bedeute, wisse er vom Angeln: Anders als früher könne man im Main gefangene Fische mit Genuss verspeisen. Auch habe er als Kind beim – damals verbotenen – Baden im Main erlebt, wie Schlachtabfälle darin trieben.

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