Karlstadt

Aus Montagskickern wurden Sportfreunde

Die einzige Urkunde des Abends erhielt der langjährige Schirmherr der Sportfreunde Alfons Kraft (von links): Alfons Kraft mit Ehefrau Gerlinde Kraft sowie Walter Amberg, Vorsitzender der Sportfreunde.
Die einzige Urkunde des Abends erhielt der langjährige Schirmherr der Sportfreunde Alfons Kraft (von links): Alfons Kraft mit Ehefrau Gerlinde Kraft sowie Walter Amberg, Vorsitzender der Sportfreunde. Foto: Barbara Wolf

Die Jubiläumsfeier zu 40 Jahre Sportfreunde wurde nicht abgesagt, sie fand nach einigem Zögern wie geplant in den Karschter Stuben statt. Vorsitzender Walter Amberg hatte einen kurzen Rückblick auf 40 Jahre Sportfreunde zusammengestellt. Es wurde ein etwas längerer Vortrag. Der Festausschuss beschloss auf Urkunden und Ehrennadeln zu verzichten. Eine Sponsorenurkunde verlieh Walter Amberg dann doch an den langjährigen Schirmherrn Alfons Kraft, der jahrzehntelang den Verein mit Wein und Destillaten unterstützte.

Zur Vereinsgründung kamen am 1. Februar 1980 die Gründungsmitglieder Erhard Döll, Alwin Gehret, Walter Amberg, Johann (Hans) Grün, Karl-Heinz Hildenbeutel, Bernd Kreuzer, Ferdinand Riedmann, Wolfgang (Gustav) Schön und Theodor Wahler im Gasthaus von Eberhard Gehret in Mühlbach zusammen. Die Vorgeschichte begann 1972/73. Damals trafen sich immer montags im damaligen Turngarten verschiedene Leute zum Fußballspielen. Sie nannten sich Montagskicker und gingen ihrem Hobby nach, bis auf dem Gelände 1979 Tennisplätze gebaut wurden.

Auf Initiative des Sportfreundes Erhard Döll konnte die Truppe ab 1. Oktober 1979 auf dem Rasenplatz am Stadion hinter der Dreifachturnhalle trainieren. Nach kurzer Zeit stellte das Landratsamt jedoch fest: Die Montagekicker sind ja überhaupt kein Verein. Deshalb konnten sie dort nicht bleiben. Nach der Vereinsgründung gaben sich die Kicker den Namen Sportfreunde Karlstadt e.V. und konnten so die Halle wieder nutzen. Erster Vorsitzender wurde Erhard Döll bis 1992. Ihm folgte Ferdinand Riedmann bis 1996. Danach stellte sich Walter Amberg zur Verfügung und ist heute noch Vorsitzender.

Bei der Gründung 1980 hatte der Verein 16 Mitglieder. Die Fußballabteilung Montagskicker führte bis 2011 jedes Jahr ein Hallenfußballturnier für Hobbymannschaften durch. 1981 nahmen sie an der Stadtmeisterschaft teil. Die Teilnahme ist unvergessen, denn die besten Spieler waren verhindert. Mit einem Tor, das sie gegen Laudenbach erzielten (Stand 7 : 1 für Laudenbach) wurden sie von acht Mannschaften Achter. Es konnte nur besser werden.

Viele Hallenturniere für gute Zwecke

Beim 21. Hallenturnier 2001 fand das Turnier zu Gunsten der Aktion "Helft Lisa" statt. Die Sportvereine spendeten 840 D-Mark, davon brachten die Sportfreunde 350 D-Mark auf. Das 24. Hallenturnier 2004 wurde zu Gunsten der Aktion "Hoffnung" der Universitätsklinik Würzburg ausgetragen. Den Erlös von 700 Euro stockte Sponsor Reiner Näbers auf 2000 Euro auf. Anlässlich des Jubiläumsturniers 2005 sponserte Schirmherr Alfons Kraft den Hauptpreis. Dies war eine Weinbergswanderung mit Weinprobe für 20 Personen für die siegreiche Mannschaft. Ein weiterer Sponsor war das Autohaus Agdas.

Beim 27. Hallenfußballturnier unterstützten sie die Knochenmark-Typisierungsaktion für den erkrankten Michael aus Rieneck mit 100 Euro. Beim 30. Hallenturnier 2010 unterstützten sie die Elterninitiative Leukämie der Station Regenbogen in Würzburg mit 400 Euro. Als Schirmherrn wurde neben dem langjährigen Schirmherr Alfons Kraft auch Toni Romero und Patrick Hufnagel der Firma "Bau und Dach GmbH Romero & Hufnagel" gewonnen. Am 35-jährigen Vereinsjubiläum 2015 veranstalteten sie keine Feier, stattdessen wurde der Hospiz-Verein mit einer Spende von 350 Euro unterstützt.

Das 31. Hallenfußballturnier gewannen die Montagskicker mit 4:2 gegen den türkischen Freundeskreis. Die Sportfreunde veranstalteten bis 2012 das älteste Hallenfußballturnier in Karlstadt. Eine Badminton-Abteilung wurde schon 1982 gegründet, die bis heute existiert. 1983 gründeten sie eine Kegelabteilung, die jedoch seit 1987 ruht.  

Bild-Vortrag zu gemeinsam Erlebtem

Eine amüsante Laudatio hielt Helmut Schmitt über Walter Amberg, die viele Lacher auslöste.

In einem Bild-Vortrag hatte Alfred Dill die vielen Aktionen der Sportfreunde zusammengestellt. Es gab Radausflüge zum Vatertag mit der ganzen Familie, Sommerfeste im Fort am Saupurzel, Weinproben, Faschingstanz in Mühlbach, Besuch im Europa-Park, Besuch von Bundesligaspielen in Nürnberg, Frankfurt, Stuttgart und Mainz, Wochenendausflüge und vieles mehr. Ein besonderer Dank ging an Bernd Kreuzer, der bei der Organisation der Ausflüge des Vereins eine große Stütze ist.

Am 14. März 2020 zählte der Verein 82 Mitglieder, davon acht Frauen. Im Verein gab es kaum Austritte. Walter Amberg hätte von den Mitgliedern elf für 40, 16 für 30, vier für 25, zehn für 20, sieben für 15 und zehn für 5 Jahre ehren können. Statt Anstecknadeln und Urkunden zu kaufen, wurde beschlossen zwei Bäume, "gemeine Hopfenbuchen", zu spenden, die auf dem EP-Parkplatz gepflanzt werden.

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