Roden

Ausbau der Dorfstraße liegt vorerst auf Eis

In der Sitzung des Rodener Gemeinderats am Montagabend wollte Ratsmitglied Paul Scheiner wissen, mit welchen Zuschüssen die Gemeinde bei der Sanierung und dem Ausbau der Dorfstraße in Ansbach rechnen könne. Das dortige Wasser- und Kanalnetz, das teilweise noch aus dem 1920er Jahren stammt, muss ausgetauscht und hernach die Straße neugestaltet werden.

Bürgermeister Dümig erklärte ihm, dass das für die Flurbereinigung zuständige Amt für ländliche Entwicklung in Würzburg die Ausschreibung noch nicht geprüft habe und es daher auch noch keine verbindliche Zusage für irgendwelche Zuschüsse gebe. Für die geplante Neugestaltung des Dorfplatzes gegenüber dem Ansbacher Dorfgemeinschaftshaus stehe jedoch angeblich ein Zuschuss in Höhe von 55 Prozent im Raum.

Bereits in der August-Sitzung des Ratsgremiums hatte Dümig berichtet, dass die Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld geprüft hatte, ob es für die Erneuerung der Wasser- und Kanalleitungen Förderungen gebe, was der Fall ist. Das bedeutet, dass die Gemeinde für jeden saniertem Meter Wasserleitung 120 Euro und für jeden erneuertem Meter Abwasserkanal 360 Euro Förderung erhalten könnte. Die tatsächlichen Baukosten für neue Leitungen bewegen sich jedoch zwischen 600 und 800 Euro pro saniertem Meter, sagte Dümig.

Ein Ausgleich zu den im vergangenen Jahr gekappten Straßenausbaubeiträgen  gebe es nicht, sagte Dümig. Gemeinden mit unter 1000 Einwohnern bekämen für Straßeninstanthaltungsarbeiten im Jahr 10 000 Euro vom Freistaat Bayern, mehr nicht. "Damit ist ein Ausbau nicht möglich", so der Bürgermeister.

So lange die Flurbereinigung den Antrag für die Dorfstraße noch nicht geprüft und auch keine Aussagen bezüglich einer Zuschusshöhe gemacht habe, könne die Gemeinde die Maßnahme auch noch nicht ausschreiben, erklärte Dümig. Die Angst einiger Gemeinderäte, dieses Millionenprojekt nicht alleine stemmen zu können, ist nachvollziehbar, zumal sich der sonst so zuverlässige Ansbacher Forst aktuell auch nicht als Einnahmequelle hervortut. Der Ausbau der Dorfstraße wird also erst einmal zurückgestellt, bis eine verbindliche Zuschusszusage der Flurbereinigung vorliegt.

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