Arnstein

B 26n: Weiterführung bei Karlstadt zunächst vom Tisch

Ob die B 26n eines Tages von Karlstadt nach Helmstadt weitergebaut werden soll, steht offenbar in den Sternen. Diese Weiterführung "wird auf absehbare Zeit nicht geplant". So formulierte es Stefan Lehner in der Arnsteiner Stadtratssitzung am Montagabend. Er ist Bereichsleiter Straßenbau am staatlichen Bauamt Würzburg und stellte das Verkehrsgutachten zur B 26n vor.   

Einerseits gebe es im Landkreis Würzburg zu viel Widerstand gegen diese Trasse, andererseits fehle im Bauamt das Personal, um weiterzuplanen, begründete er seinen Satz. Mit der Planung vom Dreieck Werneck bis Karlstadt seien seine Leute voll ausgelastet.

Prognose für 2035

Am weitesten in die Zukunft schaut eine Verkehrsprognose für 2035. Sie geht davon aus, dass die Ortsumgehung Wiesenfeld fertig ist. Mehr noch: Von dieser Wiesenfelder Umgehung führt zwischen den Erlenbacher Höfen und Hausen ein Zubringer nach Lohr. Er überquert das Buchental und verläuft ein Stück weit auf der Trasse der bisherigen Staatsstraße zwischen Hausen und Sendelbach. Weiter rollt der Verkehr über eine noch zu bauende dritten Mainbrücke im Süden von Lohr. Dort sollen dann täglich bis zu 9600 Fahrzeuge unterwegs sein, davon 700 schwere Lastwagen. Im Moment sind es laut Verkehrszählung von 2015 dort 1900 Fahrzeuge, davon 100 Lkw.

Der Prognose zufolge fahren dann 1300 Fahrzeuge mehr (als ohne eine B 26n) auf der B 26 nach Rechtenbach (absolut 7500 Fahrzeuge mit 1100 Lkw), darunter ein hoher Anteil von Lkw (500). 1100 zusätzliche Fahrzeuge sind es auf der Staatsstraße nach Süden Richtung Rodenbach (absolut 9200 mit 400 Lkw), 300 zusätzliche nach Partenstein und 300 zusätzliche nach Hofstetten.

Im Gegenzug sollen es durch diese Umstrukturierung am südlichen Ortseingang von Steinbach 4900 Fahrzeuge (darunter 200 Lkw) und am östlichen gar 5400 weniger sein. Auch werde der nordwestliche Ortsausgang von Hausen um 400 Fahrzeuge entlastet, Pflochsbach um 700.     

Das Werntal

Als ein Hauptgrund für den Bau der B 26n wird neben der Verbindung des Landkreises zur Autobahn die Entlastung des Werntals genannt. Bei einer 2015 durchgeführten Zählung fuhren durchs Werntal täglich rund 4700 Fahrzeuge, davon 500 schwere Lastwagen. Bei Thüngen gabelt sich der Verkehrsstrom.  Je 200 Lastwagen waren Richtung Karlstadt und Richtung Zellingen unterwegs.

Die B 26n soll in Abschnitten gebaut werden. Sobald sie bis Müdesheim fertig ist, ist der "Flaschenhals" in Arnstein beseitigt und es kommt zu einer Mehrbelastung im Werntal westlich von Müdesheim.

2035 aber sollen zwischen Arnstein und Müdesheim nur noch 1100 Fahrzeuge unterwegs sein, davon 200 Lkw. Der Spitzenwert im Werntal werde dann bei 2700 Fahrzeugen (davon 200 Lkw) zwischen Müdesheim und Halsheim liegen. Zwischen Stetten und am Anschluss Karlstadt Ost sollen es nur noch 1600 (100 Lkw) sein. Von dort werden es den Berg nach Karlstadt hinunter dann wieder 3300 (100 Lkw) sein. Dennoch könne die Arnsteiner Straße in Karlstadt dann zur Ortsstraße abgestuft werden, kündigte Lehner an. Entlastet wird auch der Bachgrund mit der MSP 1.

Fast 15 000 Fahrzeuge bei Karlburg

Allerdings sollen eines Tages mehr als 10 000 Fahrzeuge auf der B 26n zwischen Arnstein und Karlstadt fahren sowie auf dem Zubringer, der das Naturschutzgebiet östlich des Saupurzels tangiert, darunter bis zu 1000 Lkw. Auf der Karlburger Umgehung sollen es gar fast 15 000 Fahrzeuge (1000 Lkw) sein. Das ist annähend ein Viertel von dem, was derzeit auf der A3 durch den Spessart unterwegs ist.

Die Prognose geht auch von einer Fertigstellung der Umgehung Gemündens auf der linken Mainseite aus. Demnach werden auf der B 26 von Karlstadt täglich 8000 Fahrzeuge (davon 500 Lkw) Richtung Gemünden fahren – 600 mehr als ohne B 26n – und fast 12 000 (davon 700 Lkw) – 800 weniger als ohne B 26n – Richtung Würzburg.    

Sollte die Weiterführung nach Helmstadt doch gebaut werden, so würden laut Prognose zwischen Arnstein und Karlstadt auf der B 26n täglich  mehr als 17 000 Fahrzeuge verkehren.

Rückblick

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  8. B 26n: Weiterführung bei Karlstadt zunächst vom Tisch
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  48. Neues Angebot steht im Raum
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