Frammersbach

B 26n bringt mehr Lkw in Frammersbach

Mit Fertigstellung der B 26n wird in Frammersbach mit mehr Verkehr gerechnet. Foto: Steffen Anderlohr

Bis hin zu einer Verdopplung des Schwerlastverkehrs könne es in Frammersbach kommen, wenn die Bundesstraße 26n fertig ist. Darüber informierte Bürgermeister Christian Holzemer in der Sitzung des Marktgemeinderats am Montagabend.

Holzemer schlug dem Gremium vor, einen Vertreter des Staatlichen Bauamtes in den Gemeinderat oder zu einer Bürgerversammlung einzuladen, um über das Verkehrsgutachten zu informieren.

Neutral rangehen

Der Bürgermeister empfahl dem Gemeinderat, sich zunächst diese Informationen präsentieren zu lassen. "Ohne viel Emotionen", sagt er. Das sei ihm beim Einstieg ins Thema wichtig. Auf dieser Grundlage könnten die Frammerbacher dann ihre Schlüsse ziehen. Im nächsten Schritt kann er sich auch eine Veranstaltung mit der Bürgerinitiative gegen die B 26n vorstellen.

Dass Holzemer die B 26n thematisierte, lag an einem Gespräch mit dem staatlichen Bauamt Mitte des Monats. Neben ihm habe auch Partensteins Bürgermeister Stephan Amend und der Sachbearbeiter der Gemeinde Frammersbach, Sven Scheuring, teilgenommen.

Falk Piller, der das vom Staatlichen Bauamt beauftragte Verkehrsgutachten erläutert habe, habe für Frammersbach eine leichte Erhöhung des Verkehrs nach den Bauabschnitten eins bis drei im Vergleich zur Verkehrszählung 2015 genannt.

Nach der kompletten Fertigstellung werde es zu einer etwas höheren Belastung kommen, zitierte Holzemer den Bauamts-Vertreter. Ab diesem Zeitpunkt werde auch eine Zunahme des Schwerlastverkehrs erwartet. Der Bürgermeister sagte, dass er die Auswirkungen der B 26n nicht so entspannt sehe wie das Bauamt. Er befürchte Nachteile für Frammersbach, wolle zunächst dennoch neutral an die Sache rangehen.

Norbert Meidhof (Freie Wähler) berichtete, dass er schon auf verschiedenen Veranstaltungen zum Thema war. "Da kommt gewaltig was auf uns zu", sagte Meidhof. Er nannte die Orber Straße, die schon jetzt enorm belastet sei. Anwohner würden klagen, dass schon in den sehr frühen Morgenstunden Lastwagen-Verkehr sei. Meidhof bat, eine der gemeindlichen Geschwindigkeitsmessstationen auch einmal in der Orber Straße aufzustellen. Genauso betroffen seien Herbertshainer und Lohrer Straße.

Bernd Rüth (SPD) sieht als erste Pflicht, sich zu informieren, und dann zu reagieren. Aufgrund der Lage des Ortes und den Gegebenheiten des Geländes werde Frammersbach nie eine Umgehungsstraße bekommen können. "Wir müssen uns im Klaren sein, dass wird zeitnah agieren müssen", bestätigte der Bürgermeister.

Tempo 30 beschlossen

Weiteres Verkehrsthema in der Sitzung: Tempo 30 auf allen Ortsstraßen. Das hat der Gemeinderat beschlossen und damit zum Grundsatz gemacht, was in etlichen Straßen schon Realität ist. Ausgenommen bleiben die Ortsdurchfahrten und Bereiche, in denen das Tempo noch stärker begrenzt ist, wie beispielsweise im verkehrsberuhigten Bereich am Marktplatz.

Begrenzungen auf niedrigere Geschwindigkeiten als 30 Kilometer pro Stunde sollen ebenfalls weiter möglich sein. In Tempo-30-Zonen gilt die Vorfahrtsregel rechts vor links. Sollte diese Regelung aufgrund des Geländes an einzelnen Stellen zu Problemen führen, soll die Vorfahrt entsprechend anders geregelt werden, hieß es in der öffentlichen Sitzung.

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