Arnstein

B 26n bringt mehr Verkehr in die Bücholder Straße

In Heugrumbach an der Einmündung der Bücholder Straße in die Julius-Echter-Straße wird es nach dem Bau der B 26n deutlich mehr Verkehr geben. Viele andere Straßen in der Großgemeinde Arnstein aber werden entlastet. Foto: Ernst Schneider

Hauptsächlich um die Bücholder Straße in Heugrumbach drehte sich die Diskussion im Arnsteiner Stadtrat, nachdem Stefan Lehner vom staatlichen Bauamt Würzburg die Verkehrsprognose für die B 26n vorgestellt hatte.

Allgemein herrscht im Arnsteiner Stadtrat Freude darüber, dass die B 26n in greifbare Nähe rückt. Seit März ist die Linienbestimmung abgeschlossen. Der Vorentwurf für den acht Kilometer langen Abschnitt Arnstein-Müdesheim ist fast beendet und die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren (die endgültige Genehmigung) werden jetzt angegangen, berichtete Lehner. Bürgermeister Franz-Josef Sauer bezeichnete die B 26n als "einen Baustein in unserer Verkehrsstrategie".

Mehr Lärm in der Kammerbergstraße 

In der Stadtratssitzung fokussierte sich die Diskussion auf die Bücholder Straße und die oberhalb verlaufende Kammerbergstraße in Heugrumbach. Stadtrat Josef Grodel hatte darauf hingewiesen, dass in der Bücholder Straße die Verkehrsbelastung von derzeit lediglich 1200 Fahrzeugen täglich auf 2300 ansteigen wird, wenn die B 26n einst fertig ist. Dazu werden 300 schwere Lastwagen gehören.

Ob man diesen Verkehr über eine neue Straße durchs Gewerbegebiet im Westen Heugrumbachs ableiten könne, stand zur Debatte. Lehner und seine Kollegen vom Bauamt hielten dieser Idee entgegen, dass die Belastung viel zu gering sein werde, um eine Verlegung der Straße zu bewirken. "Wer sollte eine Motivation haben, eine neue Straße zu bauen?"

Könnte eine Lärmsimulation mehr Klarheit bringen? Lärmsimulationen mache man heute nicht mehr, so die Straßenplaner, das gehe inzwischen rein rechnerisch. Letztlich drängten der Bürgermeister und die Stadträte darauf, die Belastung auf diese Weise zu ermitteln.

Schwieriger Baugrund

Eine weitere Frage betraf den Bauzeitraum. Sechs Jahre werde der Bau wohl dauern, so die Experten des Bauamts. Denn der Baugrund sei schwierig. Es müssen umfangreiche Dämme aufgeschüttet werden. Und dann seien die Setzungen abzuwarten, die bis zu 30 Zentimeter betragen können. Im Planfeststellungsverfahren kann es zuvor außerdem zu Verzögerungen kommen, falls gegen das Vorhaben geklagt wird.

Die Arbeiten am Wasserwerkskreisel hingegen machen Fortschritte. Die Asphaltfeinschicht Richtung Heugrumbach ist aufgetragen. Nach Restarbeiten kann er bald geöffnet werden. Die offizielle Übergabe soll im Oktober erfolgen.

In der Grabenstraße sollen die Arbeiten für die Leitungserneuerungen im September beginnen. Stückweise soll von der Eisdiele aus Richtung Busbahnhof gebaut werden.      

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