Zellingen

BI gegen B26n kontert: "Hoffmann bleibt in seiner Komfortzone"

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten und wirft ihm Untätigkeit vor. Gemeinsamer Einsatz für Entlastung des Werntals vorgeschlagen.
Armin Beck, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen die B26n.
Armin Beck, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen die B26n. Foto: Karlheinz Haase

Die Ortsgruppe Karlstadt des „Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B26n) e.V.“ hat bei ihrem Monatstreffen die Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann zur B26n besprochen (erschienen am 3. Dezember in der Main-Post). Hoffmann hält darin der Bürgerinitiative vor, keine brauchbare Alternative für eine Verkehrsentlastung im Werntal anzubieten.

Armin Beck, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative, bedauert, dass Hoffmann nicht vorrangig das Positive sieht. „In Zeiten zunehmender Konfrontation ist es ein gutes Zeichen, wenn Gegner und Befürworter im Werntal zusammenkommen und öffentlich die Argumente austauschen." Die Main-Post habe von einer leidenschaftlichen, aber fairen und respektvollen Diskussion geschrieben. Unverständlich sei daher, dass Hoffmann nun der Bürgerinitiative „durchschaubare Manöver“ vorwerfe.

Reinhard Rauch, Schriftführer der Bürgerinitiative kritisiert, dass sich Hoffmann "nicht für zeitgemäße Verkehrslösungen einsetzt" und stattdessen bei der B26n in seiner „Komfortzone“ verharre. Hoffmann gebe lediglich "die vorgefertigten Argumente der Straßenbaulobby weiter". 

Sein CSU-Parteifreund,  Arnsteins Bürgermeister Franz-Josef Sauer, scheine nach Interpretation der BI der von Hoffmann abgelehnten Mauterhöhung auf Bundesstraßen offener gegenüberzustehen. Diesen Schluss lasse seine Aussage zu, "dass mit einer begleitenden Neuordnung der Mautregelung eine große Entlastung für die Bewohner des Landkreises und der Stadt entstehen werde." 

Hoffmann solle sich für eine sofortige Entlastung des Werntals einsetzen, so Rauch. Die BI sei bereit, gemeinsam mit Hoffmann in München oder Berlin, "ein generelles Tempo 30 und Querungshilfen in den Orten" zu fordern. "Kein Mensch versteht, warum um 7 Uhr, wenn die Schulkinder unterwegs sind, wieder schneller gefahren werden darf als nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr.“

Die BI wirft Hoffmann vor, in seiner Pressemitteilung aus der Info-Veranstaltung zu berichten, "ohne dabei gewesen zu sein". Sonst wüsste er, "dass die Forderung nach generellem Tempo 30 insbesondere durch Anwohner aus dem Werntal gestellt wurde", heißt es in der Pressemitteilung der BI. 

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