Main-Spessart

Baden im See oder Main: Was gilt es zu beachten?

An heißen Tagen sind Main und Badeseen beliebte Alternativen zum Freibad. Damit beim Planschen aber keine Unfälle passieren, gilt es einiges zu beachten.
Kostenlos Schwimmen gehen in Main-Spessart: Der Main oder Badeseen sind beliebte Alternativen zum Freibad. Foto: Patty Varasano

Schlange stehen an der Kasse und überfüllte Schwimmbecken, dafür aber Aufsicht und Gastronomie: Stimmen die Temperaturen, so herrscht in den Freibädern Main-Spessarts Hochbetrieb. Wer aber dem Trubel entfliehen möchte oder kostenfreie Alternativen sucht, den zieht es vielleicht an die Sandbuchten des Mains oder in die Badeseen in Main-Spessart. Damit dem Badespaß hier nichts im Wege steht, gilt es einiges zu beachten.

Wo kann man in Main-Spessart kostenlos Baden gehen?

Im Landkreis liegen gleich drei Seen, in denen man baden kann. In Arnstein befindet sich der Naturbadesee, in Gemünden der Sindersbachsee und in Triefenstein der Klostersee. Aber auch im Main oder in anderen Flüssen und Bächen wie der Saale, Sinn oder Werrn kann gebadet werden. "Wenn man sich an die Baderegeln hält, dann ist nichts dagegen einzuwenden", meint Rudi Gehret, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Main-Spessart.

Wo darf im Main nicht gebadet werden?

Im Main gilt aber eine eigene Badeverordnung, wie Sven Zimmermann, Leiter der Wasserschutzpolizei Würzburg, erläutert. Diese verbietet das Baden und Schwimmen in bestimmten Bereichen auf der ganzen Breite des Mains, so etwa 100 Meter oberhalb bis 100 Meter unterhalb von Brücken, Wehr- und Schleusenanlagen, einschließlich der Schleusenvorhäfen, Kraftwerksanlagen und Hafeneinfahrten. 

Was gilt es allgemein beim Baden zu beachten?

Wasserwachtler Gehret rät,  prinzipiell nicht in unbekannte Gewässer zu springen, sondern diese erst vorsichtig zu erkunden. "Am besten mit Schuhen, denn Schotter und spitze Steine können zu Verletzungen führen", erklärt er. Auf Alkoholgenuss sollte man beim Baden unbedingt verzichten. Nach schweren Mahlzeiten oder einem Sonnenbad empfiehlt der Wasserwachtler, lieber erst eine kurze Pause einzulegen, um Krämpfe und Kreislaufproblem zu vermeiden. Gerade am Anfang des Sommers, wo die Wassertemperatur noch niedrig ist, rät Gehret, sich vorsichtig in das Wasser vorzutasten.

Wo lauern Gefahren beim Schwimmen im Main?

Im Main sollte man nur außerhalb der Fahrrinne, die durch Bojen angezeigt wird, schwimmen. Die Sogwirkung der Schiffsschrauben könne zu Unfällen führen, erläutert Wasserwachtler Gehret. Auch sei in der Fahrrinne der Main am tiefsten und die Strömung am stärksten. Gehret warnt davor, die Strömung zu unterschätzen.  Er betont: "Der Main sieht zwar recht träge aus, aber in der Mitte ist er schon ziemlich heftig." Für kleine Kinder können aber auch am flachen Uferbereich der Wellengang, der durch die Schifffahrt verursacht wird, gefährlich werden.

"Nichtschwimmer sollten auch nicht mit Schwimmhilfen im Main Baden gehen", warnt Gehret. Oftmals würden die Badenden die Strömung unterschätzen, könnten dann in Panik geraten und wegtreiben. Zur Vorsicht rät der Wasserwachtler auch an Stellen, wo Strömungen aufeinander treffen, wie etwa bei Zuflüssen aus Bächen oder Kläranlagen. Dort enstehen Verwirbelungen, die auch erfahrenen Schwimmern gefährlich werden können.

Wie ist die Wasserqualität in den Seen und im Main?

Wie das Landratsamt Main-Spessart mitteilte, sei die Wasserqualität in den drei Seen im Landkreis dieses Jahr sehr gut. Das Wasser im Main würde das Landratsamt nicht überprüfen. Sowohl Gehret als auch Zimmermann von der Wasserschutzpolizei sehen aber keine gesundheitlichen Bedenken beim Baden im Main. Die trübe Färbung des Mains komme vom Regenwasser und vom Schlick, der durch den Schiffsverkehr aufgewirbelt werde, erläutert Gehret. Auch das Abwasser der Kläranlagen sei unbedenklich. Dieses werde aufbereitet, bevor es in den Main fließe.

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