Lohr

Banküberfälle in Lohr und Klingenberg: Verdächtiger gefasst

Ein 56-Jähriger aus dem Landkreis Kaiserslautern ist "dringend tatverdächtig", im Juni eine Filiale der HypoVereinsbank in Lohr sowie am 17. Oktober die Sparkasse in Klingenberg überfallen zu haben.
Die HypoVereinsbank in Lohr wurde 27. Juni ausgeraubt. Womöglich flüchtete der Täter über die abgebildete Treppe Richtung Main. Foto: Roland Pleier

Ein 56-jähriger Mann aus dem Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz ist "dringend tatverdächtig", am 27. Juni eine Filiale der HypoVereinsbank in Lohr (Lkr. Main-Spessart) sowie am 17. Oktober die Sparkasse in Klingenberg (Lkr. Miltenberg) überfallen zu haben. In beiden Fällen erbeutete er mit vorgehaltener Schusswaffe mehrere tausend Euro. Die Kripo Aschaffenburg hat laut Pressebericht "umfangreich" ermittelt und den Mann "als Tatverdächtigen identifiziert". Seit Freitag sitzt er in in Aschaffenburg in Untersuchungshaft, gibt die Pressestelle der Polizei Unterfranken bekannt.

Die Parallelen zwischen den Überfällen in Lohr und Klingenberg ließen laut Pressemitteilung der Polizei von Beginn an einen Tatzusammenhang vermuten. Die Ermittlungen seien deshalb "in stetiger Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Kriminalpolizeiinspektionen Aschaffenburg und Würzburg geführt" worden.

Spezialeinheit fasst den Mann

Bei den Ermittlungen in Klingenberg "kristallisierte sich ein 56-Jähriger als dringend Tatverdächtiger heraus", so die Pressemitteilung. Nachdem sich am vergangenen Donnerstag Hinweise ergaben hatten, dass der Mann ins Ausland verreisen wollte, erwirkte die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg neben einem Untersuchungshaftbefehl auch einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Beschuldigten. Die Behörden in Rheinland-Pfalz wurden unverzüglich informiert; der Zugriff erfolgte noch am selben Tag. Um 17 Uhr nahm eine Spezialeinheit aus Mainz den dringend Tatverdächtigen an seiner Wohnung fest.

Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte die mutmaßliche Tatwaffe, eine Schreckschusspistole und anderes Beweismaterial sicher, das zum Teil auch dem Banküberfall in Lohr am Main zugeordnet werden kann. Somit erhärtete sich der Verdacht, dass die beiden Banküberfälle in Unterfranken in Zusammenhang stehen.

Die Beute wird noch gesucht

Bei der Aaktion in Rheinland-Pfalz waren auch Kripobeamte aus Aschaffenburg zugegen, die den Tatverdächtigen nach Unterfranken brachten. Der 56-Jährige wurde am Freitag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Aschaffenburg vorgeführt, der den vorliegenden Haftbefehl eröffnete. Im Anschluss folgte die Einlieferung in eine Justizvollzugsanstalt.

Die Ermittlungen dauern noch an, der Verbleib der Beute ist noch ungeklärt. "Eventuell kommt der Verdächtige für andere Banküberfälle im Bundesgebiet infrage", teilte Polizeisprecher Björn Schmitt mit. Dies werde nun überprüft.

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