ARNSTEIN

Baumarkt würde gut ins Norma-Gebäude passen

Neue Nutzung vorgeschlagen: Der Arbeitskreis Innenstadtentwicklung in Arnstein schlägt vor, den ehemaligen Norma-Markt, der im Sommer 2012 geschlossen hat, mit einem Sonderpreis-Baumarkt oder einem ähnlichen Einzelhandelsbetreiber einer neuen Nutzung zuzuführen.. Fischer Foto: C

Als neuen Themenschwerpunkt hat sich der Arbeitskreis Innenstadtentwicklung in Arnstein die Gestaltung der Einkaufs- und Infrastruktur in der Arnsteiner Kernstadt vorgenommen. Durch die Schließung der Norma-Filiale im Sommer 2012 und den Weggang der BayWa hat sich das Angebot in Arnstein weiter reduziert. Die Überplanung des Bereichs zwischen Neugasse und Rewe wurde vom Stadtrat schon vor geraumer Zeit beschlossen. Viel passiert ist jedoch seither nicht mehr.

So schlägt der Arbeitskreis vor, den ehemaligen Norma-Markt mit der Gewinnung eines Sonderpreis-Baumarkts oder ähnlicher Einzelhandelsbetreiber einer neuen Nutzung zuzuführen. Auch will der Arbeitskreis die Eigentümerin bei der Suche nach geeigneten Mietern unterstützen. „So kann es jedenfalls nicht bleiben“, sagt Stadtrat Josef Grodel (SPD). „Die Entwicklung in Arnstein kann nicht allein von einem fehlenden Verkehrskonzept abhängig gemacht werden, das vielleicht erst in 30 Jahren kommt.“

Der demografische Wandel macht vor allem dringend eine Fokussierung auf altersgerechtes Wohnen notwendig. „Betreutes Wohnen wird auch in Arnstein immer wichtiger“, so Grodel bei der letzten Sitzung des Arbeitskreises. „Es gibt hier einen erheblichen Bedarf für barrierefreies Wohnen, aber Arnstein hat auf diesem Gebiet bisher zu wenig zu bieten“, meint auch Bernd Kröner, Stadtrat der Freien Wähler. Der Arbeitskreis schlägt daher vor, das Gebiet zwischen Rewe und der Bayernstraße zur Bebauung mit altersgerechten Wohnungen auszuweisen.

Dadurch ergebe sich quasi eine „Neue Mitte“, die vor allem ebenerdig und Rollator-geeignet gute Zugänge zu den Nahversorgungszentren (Rewe und Edeka) bieten könnte. Gerade beim betreuten Wohnen sind die Bewohner zumindest noch eingeschränkt mobil, sodass die Notwendigkeit einer fußläufig bequem zu erreichenden Nahversorgung gegeben sein müsse. Für ein Projekt im Bereich des betreuten Wohnens könnten die an dieser Stelle bereits vorhandenen städtischen Grundstücke hinter dem Städtischen Kindergarten genutzt werden. Als interessant erachtet der Arbeitskreis ebenfalls die Kombination von altersgerechtem, barrierefreien Wohnen und dem Kindergarten, eingebettet in die landschaftlich reizvolle Lage im Schwabbachtal.

„Vielleicht ergibt sich ja dann noch ein kleines Ärztehaus mit einer weiteren Praxisgemeinschaft in der Karlstadter Straße“, hofft auch Bernd Kröner. Besonders interessant sei der Aspekt einer Querverbindung zwischen Rewe und der ehemaligen Norma-Filiale, meint auch Stadträtin Heidi Henning (Freie Werntalliste). Dass dies bei der Bevölkerung sicher gut ankommen würde, darüber waren sich alle Teilnehmer der Diskussionsrunde einig.

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